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Schwanger im blauen Shirt mixt sich frischen Smoothie

Eisen

Das braucht mein Körper jetzt

Stand: 23.05.2019

Eisenmangel in der Schwangerschaft? Für werdende Mütter verdoppelt sich der Bedarf an diesem wichtigen Spurenelement. Dabei sind viele Frauen schon vorher eher unterversorgt. Antworten auf die fünf wichtigsten Fragen zur Eisenversorgung – nicht nur während der Schwangerschaft.

Warum ist Eisen für jede / n wichtig und woran bemerke ich einen Mangel?

Eine ausreichende Versorgung mit Eisen ist lebensnotwendig, da dieses essentielle Spurenelement an rund 100 Prozessen des Stoffwechsels beteiligt ist, darunter die Sauerstoffversorgung des Blutes. Jede Zelle im Körper braucht Eisen für ihren Energiehaushalt. Wesentlich ist Eisen auch für die Blutbildung, wird diese beeinträchtigt, ist der Bedarf schon lange nicht mehr ausreichend gedeckt.

Bei einer Anämie, also dem Eisenmangel, sinkt unsere allgemeine Leistungsfähigkeit. Die einzelnen Symptome sind aber unspezifisch. Es können Symptome wie Müdigkeit, eine allgemeine Antriebslosigkeit, Haarausfall, unruhige Beine, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen auftreten. Unser Organismus kann Eisen nicht selber produzieren, ist also angewiesen auf eine ausreichende Aufnahme über die Ernährung.

Warum ist der Bedarf an Eisen während der Schwangerschaft erhöht?

Eisen ist für die Entwicklung des Ungeborenen extrem wichtig. Die Schwangere muss doppelt soviel Eisen zu sich nehmen, denn das nötige Blutvolumen erhöht sich durch die wachsende Plazenta.

Dabei versorgt der Organismus immer zuerst die Mutter und dann das Kind. Deshalb steigt das Risiko für Fehlgeburten bei Eisenmangel an. Beim Ungeborenen kann es besonders im ersten Trimester zu einer unzureichenden Gehirnentwicklung kommen. Das zeigte eine Studie der Uniklinik in Brüssel. Für eine optimale Versorgung mit Eisen gelten 30 Milligramm täglich als Richtwert. Das ist auch bei einer gesunden Ernährung nicht immer einfach zu erreichen. Und: Bei jeder dritten Schwangeren wird ein Eisenmangel festgestellt. Auch in der Stillzeit sollten die Eisen-Depots gut gefüllt sein.

Gut zu wissen: Die Eisenaufnahme wird durch Phytinsäure gehemmt. Sie ist in vielen eigentlich gesunden Lebensmitteln enthalten, beispielsweise in Hülsenfrüchten,
Nüssen und Getreiden. Aber: Dieser negative Effekt lässt sich einfach aufheben, indem man die Lebensmittel gart oder einweicht.

Wie schütze ich mich vor einem Eisenmangel?

Durch eine ausgewogene und eisenreiche Ernährung. Eisen ist in getrocknetem Obst, etwa in Aprikosen, enthalten. Ebenso in Hülsenfrüchten (wie Erbsen, Bohnen, Linsen), Kürbiskernen, Pilzen, Petersilie und in grünem Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl oder grünem Spargel. Außerdem in roten Säften wie Rote Bete und schwarze Johannisbeere. Das eisenhaltigste Getreideprodukt ist mit 15 Milligramm auf 100 Gramm Weizenkleie. Auch Eigelb enthält nennenswerte Mengen, etwa 5,5 Milligramm auf 100 Gramm. Schwangere sollen es nur gut durchgegart essen. Gefördert wird die Aufnahme von Eisen durch Vitamin C etwa aus Obst und Gemüse. Gehemmt wird die Aufnahme durch Milch, Kaffee oder schwarzen Tee – und durch Phytinsäure.

Sollten Schwangere zusätzlich Eisen einnehmen?

Auf jeden Fall, wenn ein Eisenmangel entdeckt wird.

Wird der Eisenhaushalt bei der Vorsorge überprüft?

Im Rahmen der normalen Schwangerschaftsvorsorge wird im Blut der Hämoglobinwert ermittelt. Er gibt Auskunft über den Gehalt von zirkulierendem Eisen im Blut. Ferritinwerte hingegen sagen etwas aus über die Eisenreserven, also die gespeicherte Menge an Eisen im Körper.

Das sagt die Expertin

„Gerade in der Schwangerschaft sind gut gefüllte Eisenspeicher für Mutter und Kind von großer Bedeutung. Der tägliche Bedarf der Frau verdoppelt sich. Für Entwicklung und Wachstum sowie zur Anlage der ersten eigenen Eisenspeicher des Ungeborenen ist eine gute Eisenversorgung essentiell. Das A und O eines Eisenpräparates ist eine gute Verträglichkeit. Da in der Schwangerschaft oft Magen-Darm-Beschwerden an der Tagesordnung sind, kann niemand zusätzliches Unwohlsein aufgrund von Eisenpräparaten gebrauchen! Gerade hochdosierte Tabletten können aber Nebenwirkungen verursachen, wenn das Eisen nicht gut vom Körper aufgenommen wird.

Es ist also sinnvoll, sich für die häufigere, täglich mehrmalige Einnahme eines niedriger dosierten Präparates zu entscheiden. Deshalb eigen sich moderat dosierte, flüssige Präparate auf natürlicher Basis und ohne künstliche Zusatzstoffe besonders gut.
Greifen Sie zu Arzneimitteln, bei denen die Wirksamkeit und die Verträglichkeit klinisch bestätigt sind.“

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Pflanzliches Spezial-Tonikum mit organisch gebundenem Eisen, Fruchtsäften und Arzneikräutern. Es empfiehlt sich ab einem Eisenwert an der unteren Normgrenze. Gute Verträglichkeit durch verteilte Einnahme.

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Hübner: EISEN VITAL F

Das flüssige, fruchtig schmeckende Nahrungsergänzungsmittel enthält Eisen in zweiwertiger und für den Körper gut verfügbarer Form und Vitamin C.

Rabenhorst: Rotbäckchen Mama Eisen +

Speziell für den Mehrbedarf an Eisen von Schwangeren und Stillenden entwickelt. Die über den Tag verteilte Dosierung wirkt sich postiv auf die Verträglichkeit des Minerals aus.

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