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Zistrosenblüte

Zistrose

Die Schöne bekämpft alle Infektionen

Stand: 05.02.2020 (05.02.2020)

Die hübsche Mittelmeerpflanze ist ein natürliches Antibiotikum, das innerlich und äußerlich angewendet werden kann. Bereits seit dem 4. Jahrhundert vor Christus weiß man ihre Qualitäten zu schätzen.

Hier findet man es: Die Zistrose oder auch das Zauberkraut gedeiht im gesamten Mittelmeerraum, bevorzugt in Südeuropa. Es gibt allerdings mehr als zwanzig verschiedene Arten, die sich alle etwas in ihrer Wirkung unterscheiden.

Wann und was ernten: Geerntet werden die Blätter und zwar am besten kurz vor der Blüte. Außerdem werden die einjährigen Triebe während der Blütezeit gesammelt.

Das wirkt: Ein Mix aus ätherischen Ölen, Gerbstoffen, Polyphenolen, Phenolcarbonsäuren, Flavonoiden, Glykosiden und Harzen.

Das sagen Wissenschaft und Volksmedizin: In der modernen evidenzbasierten Medizin sind die Polyphenolextrakte aus Zistrose als Mittel gegen Infektionen der oberen Atemwege erwiesen. Traditionell werden Inhaltsstoffe innerlich gegen Durchfall und zur Schwermetallausleitung eingesetzt. Äußerlich lindert es Akne, Ekzeme und Windeldermatitis.

Wann sinnvoll: Zur Abwehr von Viren und Bakterien, bei Entzündungen auch äußerlich, bei Verdacht auf Schwermetallbelastung und bei Juckreiz.

So anwenden: Die Darreichungsformen sind das getrocknete Kraut, Lutschtabletten und der Sud. Das Kraut wird als Tee aufbereitet und eignet sich auch gut für Mischungen mit anderen Heilpflanzen.

Nicht geeignet: Schädliche Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Während der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie bei Kindern unter zwölf Jahren bei Lutschtabletten auf den Beipackzettel achten.

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Das leicht nach Honig duftende Aroma aus dem Harz der Zistrose durchzog schon die
griechischen Tempel der Antike. Ganz ähnlich wie beim Weihrauch in Kirchen nutzte man den desinfizierenden Effekt des Ladanums, so heißt das ätherische Öl, der rosa oder weiß blühenden Pflanze. Noch intensiver ist die Wirkung, wenn man das Kraut verwendet. Es steckt voller antiviraler und antibakterieller Wirkstoffe. Innerlich angewendet kann man damit hervorragend Erkältungen bekämpfen, aber auch eine Infektion mit dem Helicobacter pylori. Der hartnäckige Erreger kann sogar zu Magengeschwüren führen.

Bei Schnupfen & Co. sind besonders Lutschtabletten empfehlenswert, da der Extrakt in direktem Kontakt mit den Erregern am erfolgreichsten ist.

Äußerlich angewendet, beispielsweise als Kompresse mit einer Abkochung oder einem
Sud des Zistrosekrauts, verschafft es bei Hauterkrankungen Linderung. Etwa bei Neurodermitis, Ekzemen, Herpes und Akne.

Die Zistrose gehört zu den Heilpflanzen, die besondere Beachtung der Wissenschaft finden. Prof. Dietrich Grönemeyer: „Die Studienlage zur Zistrose ist eindrucksvoll. Eine Intensivierung der Forschung ist dringend erforderlich, da immer weniger Medikamente gegen Infektionen zur Verfügung stehen.“ Vor allem gegen übliche Antibiotika multiresistente Keime und Viren fehlen Mittel. „Die seit Jahrtausenden bekannte Wirkung der Zistrose könnte hier eine Lücke schließen.“

Quelle unserer Heilkräuter-Porträts ist das gerade erschienene Buch: „Selbst heilen mit Kräutern. Pflanzenheilkunde für zu Hause“ von Prof. Dietrich und Friederike Grönemeyer. Mit vielen Tipps und Rezepten, wie Heilpflanzen in Eigenregie angewendet werden können. Becker Joest Volk Verlag, 29,95 Euro.

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