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Wichtige Heilkundler

Traditionalisten im Reformhaus®

Stand: 08.11.2016 (12.11.2012)

Ob Sebastian Kneipp, Emanuel Felke oder Ragnar Berg: Sie und andere Traditionalisten beeinflussten die Naturheilkunde mit ihrem Wissen. Viele Erkenntnisse werden auch heute noch in die Tat umgesetzt.

Pfarrer Kneipp

Zu Beginn der damaligen "Lebensreformbewegung" entstehen diverse Strömungen. So gibt es die Naturheilbewegung, die unter anderem nach den Erkenntnissen von Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) entscheidend beeinflusst wird. Seine Ratschläge zur Erhaltung der körperlichen und seelischen Gesundheit sind einfach, aber wirksam und werden noch heute praktiziert.

Die Erkenntnisse von Pfarrer Kneipp basieren auf fünf Prinzipien: der Heilkraft des Wassers, der medizinischen Wirkung von Heilkräutern, einer gesunden Ernährung, der Bewegung sowie einer ausgeglichenen Seele.

Als Kneipp an Tuberkulose erkrankt und sein Arzt nicht helfen kann, entdeckt er die Kraft des Wassers. Von da an gehören Wasseranwendungen zu seinem Alltag. Kneipp heilt nicht nur sich selbst durch Bäder in der kalten Donau, sondern hilft mit seinem Gesundheitskonzept auch anderen Menschen. Er muss sich gegen Kritik wehren und wird wegen Kurpfuscherei angezeigt. Dem Siegeszug der Wasserkur tut dies keinen Abbruch. Im Kurort Bad Wörishofen im Allgäu, wo Kneipp 1855 in einem Dominikanerinnenkloster Beichtvater wird, erreicht er den Höhepunkt seiner naturheilkundlichen Laufbahn.

Lehmpastor Felke

Auch Pastor Emanuel Felke (1856 bis 1926) gehört zu den Traditionalisten der Naturheilkunde. Wegen seiner Anwendungen mit Lehm wird er auch Lehmpastor genannt. Die Therapie basiert auf gesunder, meist fleischarmer Kost, Bewegung im Freien und der Anwendung von Bädern. Felke interessiert sich besonders für Heilkräuter und Homöopathie und wird bekannt, als er Diphterie-Kranke mit homöopatischen Mitteln erfolgreich behandelt. Die Felkekur, die seine Prinzipien vereint, wird auch heute noch angeboten - etwa in Bad Sobernheim.

Autodidakt Prießnitz

Der Naturheilkunde gibt auch Vincenz Prießnitz (1799 bis 1851) entscheidende Impulse. Der nach ihm benannte Prießnitz-Umschlag ist wohl die bekannteste Kaltwasserbehandlung. Als er als 17-Jähriger vom Pferd stürzt und sich zwei Rippen bricht, fixiert er diese mit einem in kaltes Wasser getauchten Umschlag und deckt ihn mit mehreren Tüchern ab.

Der Autodidakt lernt aus seinem Selbsterfolg und richtet schon bald ein Badehaus ein, in dem er mit Wasser behandelt. Neben Kneipp gehört Prießnitz zu den bekanntesten Vertretern der Hydrotherapie. Allerdings setzt Prießnitz bei seiner Therapie gezielt auf kaltes Wasser, kalte Kompressen, ausreichend Bewegung, Diät, Trink- und Schwitzkur,
Bäder sowie Klistiere - dem Einleiten einer Flüssigkeit über den After in den Darm.

Rohkost-Pionier Bircher-Brenner

Der Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler Dr. Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867 bis 1939) reformiert die alte Ernährungslehre. Er setzt auf die Heilkraft der Pflanzen und ist ein Rohkost-Pionier. Dafür bekommt er nicht überall Zustimmung. Bircher-Benner erfindet das bekannte Bircher-Müsli, das im Original-Rezept aus einem Apfel, Haferflocken, geriebenen Haselnüssen oder Mandeln, Zitronensaft, Kondensmilch sowie Honig oder Zucker besteht.

Biochemiker Berg

Auch dem schwedischen Biochemiker Ragnar Berg (1873 - 1956) liegt die Ernährung am Herzen. Er untersucht die für den Körper wichtigen Mineralstoffen, erforscht den Säure- und Basengehalt vieler Lebensmittel und macht die Theorie von Säuren und Basen erst populär. Am Ende seiner Forschungen schlussfolgert er, dass Gemüse viele gesunde Basen enthält, während im Fleisch Phosphate und Sulfate stecken, aus denen der Körper Säuren bildet.

Bergs Theorie: Bildet der Stoffwechsel mehr Säuren als Basen, gerät der Säure-Basen-Haushalt aus dem Lot. Er ist davon überzeugt, dass eine falsche, also fleichlastige Ernährung für viele Krankheiten verantwortlich ist. Viele seiner Theorien sind heutzutage zwar überholt, dennoch reformiert Berg die Ernährungslehre.

Naturkosmetiker Gottlieb

Ein wichtiger Traditionalist im Bereich der Naturkosmetik ist der Heilpraktiker und Anthroposoph Max Eduard Georg Gottlieb (1872 bis 1923), der auf Natürlichkeit großen Wert legt und damit als Vorreiter der Reformbewegung gilt. Weil seine Patienten über unterschiedliche Hautprobleme klagen, empfiehlt er ihnen nach antikem Vorbild, den Körper nach dem Baden mit Olivenöl einzusalben.

Gottlieb experimentiert zudem mit wertvollen Auszügen aus Arnika, Hamamelis, Kamille und Salbei, um die Funktionen der Haut anzuregen, und ergänzt die Öle mit den Heilkräutern. 1905 gründet Gottlieb in Heidelberg schließlich die Firma Diaderma. Diese übernimmt 1970, lange nach seinem Tod, Arya Laya, in dessen Programm die Diaderma-Produkte integriert wurden. Die Produkte von Arya Laya werden ausschließlich im Reformhaus® angeboten.     

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