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Unsere besten kleinen Freunde

Natürliche Antibiotika

Stand: 25.07.2018 (25.07.2018)

Sie waren ein Segen – ohne Frage. Chemische Antibiotika haben Seuchen eingedämmt und schwere Erkrankungen wie Tuberkulose, Typhus oder Ruhr in vielen Ländern der Welt fast ausgerottet. Auch heute noch sind sie bei Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und Gehirnhautentzündungen im Klinikalltag oft der einzige Ausweg. Und genau deshalb haben wir jetzt ein Problem, denn die nützlichen Medikamente verlieren ihre Wirkung. „Antibiotika-Resistenzen (d. h. die Widerstandsfähigkeit der Bakterien gegen die Wirkstoffe) stellen Ärzte aus Klinik und Praxis vor immer größere Herausforderungen. Denn Antibiotika, die einstigen ,Wunderwaffen gegen Bakterien‘ versagen immer häufiger“, so Dr. Eberhard Wormer, Experte für pflanzliche Antibiotika.

Resistente Keime sind auf dem Vormarsch, sie verbreiten sich durch die unbedachte Anwendung in der Massentierhaltung und beim Menschen. Untersuchungen zeigen, dass praktisch in jedem Gewässer in Deutschland Antibiotika-Reste zu finden sind – ideales Trainingslager für Mikroben, um zu lernen, wie sie sich dagegen schützen können. Gerade Kliniken werden immer mehr zu einem gefährlichen Ort, etwa 40.000 Patienten sterben pro Jahr an Krankenhausinfektionen.

Gut zu wissen: Nicht immer die ganze Antibiotika-Kur durchziehen

Bisher gab uns der Arzt bei einer Antibiotika-Verordnung mit auf den Weg, unbedingt die ganze Packung einzunehmen, auch wenn keine Beschwerden mehr vorhanden sind. Sonst könnten sich Resistenzen entwickeln. Inzwischen stellen Studien diesen Rat infrage. Scheinbar gewinnen Keime gerade durch die längere Behandlung Zeit, um Gegenstrategien, also Resistenzen, zu entwickeln.

Der Präsident der Britischen Gesellschaft für Immunologie, Peter Openshaw, und der Infektionsexperte Brad Spellberg von der Universität Los Angeles UCLA empfehlen unabhängig voneinander sogar das Gegenteil. Antibiotika sollte man nur so lange einnehmen, bis das eigene Immunsystem selber mit dem Infekt fertig wird. Je kürzer, desto besser. Sind die Beschwerden weg, sollen wir uns an unseren Arzt wenden und mit ihm beraten, ob man die Einnahme beendet.

Glücklicherweise gibt es traditionelles Wissen über alternative, pflanzliche Antibiotika. Die Natur bietet schonende und angepasste Wirkungsweisen. Als lebende Organismen haben sie den Vorteil, dass sie auf Veränderungen reagieren. Auch wenn es um unsere gemeinsamen Feinde geht. Genau das können wir uns zunutze machen. Das Potenzial ist riesig, ob bei Atemwegserkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Harnwegsinfekten oder zur Steigerung der Immunabwehr.

Dabei schädigen sie nicht die Darmflora und bekämpfen nicht alle Mikroorganismen gleichermaßen. Sie wirken als Immunverstärker wie Rosenwurz, Sonnenhut und Wasserdost. Sie bilden Synergien mit anderen Heilpflanzen wie Ingwer, Lakritz oder Pfeffer. Andere natürliche Antibiotika wie Berberitze, Mahonie, Flechten, Wacholder oder Honig lassen sich gezielt auch lokal einsetzen. Auch in die Kliniken kehrt das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen zurück. Denn sie sind immer häufiger die letzte Möglichkeit, um bei resistenten Keimen zu heilen. Favoriten sind hierbei Wolfmilchgewächse, Beifuß, Malvengewächse und Goldmarie (Bidens).

Kleine Sommerauswahl natürlicher Antibiotika

Blasenentzündung

Fast jede Frau hat mindestens einmal im Leben mit einer Blasenentzündung zu tun. Eine Ursache liegt in der kürzeren Harnröhre. Bakterien wie Escheria coli können deshalb schneller und tiefer eindringen als beim Mann. Diese Kolibakterien kommen aus dem Darm und sind eigentlich nützlich, in den Harnwegen und der Blase führen sie aber zu Entzündungen. Auch hormonelle Schwankungen stören das Immunsystem in der Vagina und machen anfällig für Infektionen. Harnwegsinfekte sind eine der häufigsten Gründe für die Verschreibung von Antibiotika. Gleichzeitig nimmt gerade bei den häufig verwendeten Breitband-Antibiotika die Resistenzbildung enorm zu. Und die sehr ungezielt wirkenden Medikamente bringen die Darmund die Scheidenflora aus der Balance. Das begünstigt wiederkehrende Blasenentzündungen. Bei pflanzlichen Antibiotika ist das kein Problem, da sie einen anderen Wirkmechanismus haben.

Die besten Mittel aus der grünen Apotheke

Vorbeugend und während des Infekts viel trinken, je mehr desto besser, mindestens 3 Liter am Tag.

  • Kräutertherapie: Goldrute, Birke, Brunnenkresse, Schafgarbe, Kamille, Kapuzinerkresse, Schachtelhalmkraut oder auch Zinnkraut – fünf davon zu gleichen Teilen mischen und zum Tee aufbereiten. Dreimal täglich eine Tasse trinken. (z. B. Arzneitees von Salus: Schafgarbenkraut, Kamillenblüten, Zinnkraut)
  • Kamille-Sitzbad: Eine Handvoll Kamille-Blüten mit kochendem Wasser aufgießen. Etwas abkühlen lassen. 10 Minuten in der Sitzbadewanne baden.
  • Senföle: Vor allem Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken bei einfachen Blasenentzündungen genauso gut wie chemische Antibiotika, das bestätigen wissenschaftliche Untersuchungen.
  • Cranberries: Säfte und Präparate mit Cranberries haben sich bei verschiedenen Studien als wahre Bakterienkiller erwiesen. Darin enthaltene Pflanzenwirkstoffe lähmen die Flimmerhärchen der Übeltäter und verhindern, dass sie sich wieder einnisten. Ergänzend: D-Mannose, ein mit der Glukose verwandter Einfachzucker, setzt sich zwischen Bakterien und Blasenwand und erleichtert das Ausspülen. (z. B. Alsiroyal Cranberry plus D-Mannose)
  • Nach der akuten Harnwegsinfektion stabilisiert Preiselbeermuttersaft laut einer finnischen Studie die Blasenschleimhaut und verhindert so wiederkehrende Blasenentzündungen. (z. B. Rabenhorst Preiselbeere)

    Lippenherpes

    Nicht nur bei Erkältungen, auch bei zu viel Sonne tauchen die nervigen Lippenbläschen gehäuft auf. Je früher etwas dagegen getan wird, desto eher verschwinden sie auch wieder.

    Die besten Mittel aus der grünen Apotheke

    • Teebaumöl – 10 Tropfen Sesamöl mit 10 Tropfen Teebaumöl mischen und mehrmals täglich die betreffende Stelle abtupfen. Es wirkt entzündungshemmend und desinfizierend. (z. B. Primavera Teebaum, bio; Bergland Teebaum Lippenpflege-Stift)
    • Honig – eine kleine Studie belegte, dass Honig besser wirkt, als der gängige Arzneistoff Aciclovir. Die Kombination mit Wacholder und Berberin Tinktur ist besonders wirkungsvoll. Mehrmals täglich auftragen. (z. B. Manuka health Manuka Honig MGO 250+)
    • Propolis – dieser Schutzkitt dient den Bienen dazu, Viren, Bakterien und Pilze im Bienenstock im Schach zu halten. Deshalb ist es natürlich auch für uns ein wirkungsvolles Mittel gegen Erreger aller Art. Dazu ein paar Tropfen in ein Aloe-vera-Gel geben und auftupfen. (z. B. Neuseelandhaus Propolis Liquid; Bergland Propolis-Tinktur; Bakanasan Propolis Mund- und Lippengel, Alsiroyal Propolis-Kapseln)
    • Johannisbeer-Eiswürfel Reinen Johannisbeersaft in ein Eiswürfel-Behältnis geben und einfrieren. Die juckende Stelle am Mund damit kühlen und einreiben. Johannisbeeren bremsen die Virenvermehrung. (z. B. Rabenhorst Schwarze Johannisbeere)

    Magen-Darm-Infektion

    Der Auslöser kann vielfältig sein, in der Wärme schnell verdorbene Lebensmittel, Viren oder Bakterien können einen akuten Magen-Darminfekt auslösen. Bestimmte aggressive Erreger geraten sogar in die Schlagzeilen, wenn sie vermehrt auftreten: Noroviren und Salmonellen breiten sich da rasant aus, wo viele Menschen zusammenkommen und die Bedingungen günstig sind. Besonders für Immungeschwächte ist diese Magen-Darm- Erkrankung gefährlich. Denn Durchfall, Übelkeit und Erbrechen setzen dem Körper zu. Ansteckung mit Noroviren und Salmonellen sind in Deutschland meldepflichtig und müssen vom Arzt behandelt werden.

     Die besten Mittel aus der grünen Apotheke

    • Ingwer bekämpft Bakterien und Viren. Außerdem reduzieren die Inhaltsstoffe auch Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Bauchkrämpfe. Dafür ein Stück Ingwer kleinschneiden und mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, abseihen und mehrmals täglich trinken. (z. B. Lihn Ingwerstücke ohne Zucker; Hübner Ingwer Tropfen)
    • Kräutertherapie Pfefferminz lindert nicht nur Bauchweh, sondern bekämpft auch die Erreger. Und ein Pfefferminztee wird auch gut von Kindern vertragen. Kamillentee eignet sich ähnlich gut bei einem Magen-Darm-Infekt. Am besten auf die eigene Bekömmlichkeit achten. (z. B. Salus Kamillenblüten oder Pfefferminzblätter Arzneitees),
    • Die Arzneipflanze Anguraté lindert wirkungsvoll Bauchschmerzen. (z. B. Alsiroyal Anguraté® Magentee aus Peru)

    Nasennebenhöhlenentzündung

    Meist geht der Entzündung der Nasenschleimhäute ein allergischer oder Erkältungs-Schnupfen voraus. Besonders häufig sind Menschen betroffen, bei denen eine anatomische Engstellung einer der vier Nasennebenhöhlen, also der Kiefer-, Stirn-, Keilbein- oder Siebbeinhöhle,den Abfluss von Sekret sowieso schon erschwert. So wird das Einnisten von Bakterien, aber auch Viren im Schleim begünstigt. Unsere Empfehlungen helfen gegen beide Arten der Erreger.

     Die besten Mittel aus der grünen Apotheke

    • Honig: 1 TL täglich, eventuell mit ein paar Tropfen Propolis ergänzen. (z. B. von Neuseelandhaus: Manuka-Honig MGO 500+ und Propolis Liquid) • Inhalieren mit ätherischen Ölen. Dafür eignen sich Kamille, Pfefferminze, Thymian. Hinzu kommen 3 Tropfen Eukalyptusöl und 2 TL Salz. (z. B. von Primavera Eukalyptus radiata bio; Kamille römisch bio; Thymian Thymol bio sowie Pfefferminze, bio)
    • Ingwer Die wirksamste Zubereitung ist frisch gepresster Wurzelsaft, der mit heißem (nicht kochendem Wasser) aufgegossen wird. Rezept für einen ayurvedischen Tee: Ein etwa karottengroßes Stück frische Ingwerwurzel entsaften. Die Reste aufheben. Eine ¼ Tasse Ingwersaft mit 350 ml heißem Wasser aufgießen. Mit 1 EL Honig, Saft von ¼ Bio-Limette plus Schale, 1 Prise Cayennepfeffer mischen. Über den Tag verteilt 4 bis 6 Tassen trinken. Die Reste vom Entsaften mit 1–2 Tassen heißem Wasser aufgießen und 4–8 Stunden ziehen lassen. Dann abseihen und trinken.

    Zum Weiterlesen:

    • „Pflanzliche Antibiotika – Geheimwaffen aus der Natur“, die Heilpraktikerin und Autorin Aruna Siewert bietet viele Rezepte und Anwendungen. GU-Verlag, 12,99 Euro
    • „Grüne Antibiotika – Heilkräftige Medizin aus dem Pflanzenreich“ von Dr. Eberhard Wormer, Mankau-Verlag, 16,95 Euro. Mit Informationen zur Herstellung von Tinkturen, Anwendungen bei Beschwerden und natürlichen Alternativen bei Erkrankungen mit resistenten Keimen.
    • Für alle, die sich noch intensiver mit diesem Thema beschäftigen möchten: Zwei Bücher von Stephen Harrod Buhner, des weltweit führenden Experten für angewandte Pflanzenmedizin: „Pflanzliche Antibiotika“ bietet neben wirksamen Alternativen bei Infektionen durch resistente Bakterien Hintergrundwissen und vorbeugende Tipps. In „Pflanzliche Virenkiller“ liegt der Schwerpunkt auf Immunstärkung und natürlichen Heilmitteln im Alltag und bei resistenten Virusinfektionen. Herba Press-Verlag, jeweils 49,80 Euro

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