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Mit der Kraft der Natur

Anti-Aging (Heil-)Pflanzen

Stand: 01.02.2019 (01.02.2019)

Die beste Anti-Aging-Power kommt aus der Natur – wie wir mit Heilpflanzen gesund und vital bleiben.

Jeder will alt werden, doch keiner will alt sein. „Alt sein“ ist nichts für Feiglinge, sagt ein bekannter Spruch. Doch warum eigentlich? Gibt es nicht auch die Vorstellung von gesunden „besten Jahren“, in denen wir noch alles wie früher tun können, nur vielleicht im etwas gesetzteren Tempo?

Heute weiß man: Um seelisch, geistig und körperlich bis ins hohe Alter gesund zu bleiben, braucht es vier wichtige Säulen: moderate Bewegung, regelmäßige Ruhepausen, ein intaktes soziales Umfeld und eine gute, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Kräutern. Speziell der Nutzen von Kräutern und Heilpflanzen wird derzeit immer mehr bekannt. Ja, es gibt sie wirklich: Pflanzen, die uns lange jung und fit halten können, also einen Anti-Aging-Effekt besitzen. Viele wissenschaftliche Studien belegen das inzwischen.

Kann ich also mit Pflanzen tatsächlich dafür sorgen, dass es mir in zehn oder zwanzig Jahren noch immer gut geht? Aruna M. Siewert (52), Heilpraktikerin, Dozentin und Buchautorin, ist davon überzeugt. In ihrem Buch „Gesund älter werden“ stellt sie 44 Heilkräuter im Porträt und 90 weitere in Kurzform vor. Das Gute daran: Die meisten wachsen hier in unseren Breitengraden, die wenigen „Exoten“ sind bei uns leicht erhältlich und nahezu alle – und das ist ihr größter Vorteil – können super einfach als Tee zubereitet und eingenommen werden.

Johanniskraut

Die bekannteste Heilpflanze zur seelischen Stärkung und Stimmungsaufhellung ist das Johanniskraut, das in gleich zweifacher Form Licht und Wärme spendet: Es macht den menschlichen Organismus insgesamt lichtempfindlicher und die Pflanze speichert den Sommer über das Sonnenlicht. Hypericin und Hyperforin sind die Inhaltsstoffe, die bei Melancholie, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit und auch bei leichten Depressionen wie dem Winterblues helfen. (im Reformhaus® zum Beispiel Schoenenberger: Johanniskrautsaft, bio).

Brennnessel

Dank der Vitamine A, C und E sowie verschiedener Mineralien stärkt die Brennnessel unsere Immunabwehr, wirkt gegen Eisenmangel und allgemein belebend und aktivierend. (im Reformhaus® z. B. Salus: Brennnesselblätter, bio)

Birke

Birkenblätter enthalten viel Vitamin C, sie wirken harntreibend und entgiftend, regen Stoffwechsel und Nieren an. Dies empfiehlt sich bei Blasenentzündung, Rheuma, Gicht, Hauterkrankungen, bei Gelenkschwellungen und zu viel Harnsäure im Organismus. Während einer Kur sollte man möglichst 2–3 Liter Mineralwasser am Tag trinken, um Flüssigkeitsverlust damit auszugleichen. (im Reformhaus® z. B. Salus Birkenblätter Tee; Schoenenberger Birkensaft, bio)

Rosmarin

Bekannt als Gewürz aus der mediterranen Küche, ist Rosmarin zugleich eine tolle Heilpflanze. Die schmalen, kleinen Blättchen wecken alle Lebensgeister, sie wirken antiseptisch, krampflösend, helfen bei der Wundheilung, regen Gallen- und Harnfluss an. Das liegt vor allem an den darin enthaltenen Bitter- und Gerbstoffen. Ein Rosmarintee am Morgen erfrischt und klärt die Gedanken. (im Reformhaus® z. B.: Hübner Silphion blanc, bio mit Rosmarinblättern; Salus Rosmarinblätter, bio)

Löwenzahn

hat einen hohen Anteil an Vitamin A, B und C und enthält die Spurenelemente Kupfer und Zink. Die hübsche Pflanze beugt Ablagerungen in Gelenken vor (Rheuma, Arthrose), hilft bei Harnwegsentzündungen, regt die Verdauung an, unterstützt einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel. Die Bitterstoffe helfen, die Leber zu entgiften. Studien der Uniklinik Mannheim belegen die Wirkung von Löwenzahnsaft gegen trockene Haut und Faltenbildung. Die Blätter oder Blüten lassen sich auch prima in Smoothies und in Salaten verwenden. (im Reformhaus® z. B.: Salus Freetox Löwenzahn 12-Kräuter-Elixier)

Schafgarbe

ist laut Aruna M. Siewert ein Alleskönner (siehe auch Interview). Sie enthält diverse Mineralien zum Wohl des Basenhaushalts, aktiviert den Stoffwechsel, beruhigt Magen und Darm, regt die Nieren an und die Reinigung aller Organe. Nebenbei wirkt sie Entzündungen entgegen und stärkt das Herz. Schafgarbentee wärmt bei Verspannungen, Stress, Kälte und während einer Fastenkur. (im Reformhaus® z. B.: Salus Schafgarbenkraut-Tee; Schoenenberger Schafgarbe, Heilpflanzensaft)

Ginseng

wirkt vor allem auf das Gehirn, die Wurzel verbessert Leistung, Konzentration und bringt neue Energie, wie mittlerweile zahlreiche Studien bestätigen. An die 150 Inhaltsstoffe wirken in dem asiatischen Gewächs, der Hauptwirkstoff Ginsenosid steckt vor allem in den kleinen äußeren Wurzeln der Pflanze. Dazu kommen B-Vitamine, ferner Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium, Spurenelemente wie Selen und Eisen, Mangan, Zink, Aminosäuren und Öle. Ginseng kann man als getrocknete Wurzel essen oder als Tabletten einnehmen. Eine Kur sollte gut drei Monate dauern. (im Reformhaus® z. B.: KGV Roter Ginseng Extrakt Hartkapseln)

Weißdorn

Die Arzneipflanze des Jahres 2019 ist Balsam fürs Herz. Weißdorn verbessert die Durchblutung des Herzens und der Herzkranzgefäße. Er schützt das Herz bei Stress in jeder Form (auch nach einem Infarkt oder bei Liebeskummer), bei Herzstechen, Beklemmungsgefühl in der Brust, leichten Herzrhythmus- und Kreislaufstörungen. Weißdorn-Tee sollte man mindestens sechs Wochen lang trinken, weil sich dann die volle Wirksamkeit entfaltet. (im Reformhaus® z. B.: Schoenenberger Weißdornsaft, bio; Hübner Weißdorn Herz-Kreislauf-Tonikum; Alsiroyal Gesundes-Herz-Kapseln)

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3 Fragen an unsere Expertin

Aruna Maike Siewert, 52, Heilpraktikerin, Dozentin in den Bereichen Heilpraktiker-, Phytotherapie- und Aromatherapie-Ausbildung und Sachbuch-Autorin, unter anderem „Pflanzliche Antibiotika“ und „Natürliche Psychopharmaka“

 

 

 

Reformhauskurier: Haben Sie einen persönlichen Favoriten unter den Anti-Aging-Kräutern?

Aruna Siewert: Erst mal vorneweg, alle Pflanzen sind gut, haben ihre jeweils eigenen Vorzüge. Aber ich bin seit jeher großer Fan von Schafgarbe. Die möchte ich nicht nur älteren, sondern Menschen in jedem Lebensalter empfehlen. Sie ist enorm vielseitig, dabei sanft, sie stärkt die Abwehrkräfte, hebt die Stimmung, hilft besonders bei Magen- und Darmproblemen. Und man findet sie bei jeder Wanderung. Ich empfehle sie als Tee gern auch gemischt mit anderen Kräutern, etwa mit Lavendel oder Melisse, die parallel die Nerven beruhigen.

Wenn ich eine Kur mit einem Pflanzentee machen möchte, wie lange soll die in der Regel dauern?

Um bei dem Beispiel eben zu bleiben: Trinken Sie drei bis vier Wochen die empfohlene Mischung, dreimal täglich eine große Tasse, ein halber bis ein Liter insgesamt. Um Gewöhnung und nachlassender Wirkung vorzubeugen, ändern Sie die Zutaten, nicht die Basis, die Schafgarbe bleibt – aber die Begleiter. Sie können zum Beispiel statt Lavendel Hopfen oder Weißdorn nehmen und wieder drei bis vier Wochen diese Mischung trinken. Bitte nicht mehr als maximal sieben Zutaten in einen Tee, sonst verwischt die Wirkung. Bei Kräutertee gilt: Weniger ist mehr.

Und wann beende ich so eine Kur?

Ich empfehle meinen Patienten immer, sich aufzuschreiben, welche Beschwerden sie haben. Dann machen sie die Kur mit dem Tee, drei Wochen bis zu drei Monate, und dann legen Sie eine Pause ein – einfach um zu sehen, ob und was sich positiv verändert hat. Oft ist es ja so, dass die Beschwerden wirklich ganz weg sind. Aber das merken viele nicht bewusst, weil sie nur merken, wenn es irgendwo hakt. Aufschreiben hilft, sich daran zu erinnern und sich zu freuen: Es geht mir wieder gut!

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