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Aloe vera

Pflanze der Unsterblichkeit

Stand: 30.04.2020 (30.04.2020)

Schon Kleopatra und Nofretete nutzten die Pflanze als verjüngende Naturkosmetik. Diese jahrtausendealte Tradition ist auch aus heutiger Sicht sinnvoll.

Ewiges Leben, innere und äußere Schönheit sowie Wahrhaftigkeit sollen die Inhaltsstoffe der langen, gebogenen Blätter verleihen. Für die „Echte Aloe“ sind sie auf jeden Fall lebensverlängernd, denn das heilsame Gel wird aus dem wasserspeichernden Gewebe gezogen. Das ermöglicht der Pflanze, auch lange Trockenphasen zu überstehen. Die Wüstenlilie reichert ihr Wasser mit zahlreichen Vitalstoffen an. Dazu zählen Calcium, Magnesium, Selen, Zink, Eisen sowie Vitamine. So bewährt sich das Gel auf vielfältige Art als heilendes und aufbauendes Elixier für die Haut. Aber das ist nicht alles. Prof. Dietrich Grönemeyer: „Studien weisen auf die antioxidative, probiotische, kardioprotektive und antitumoröse Wirkung hin. Auch bei der Behandlung von Herpes, Zahnfleischentzündungen, Paradontitis, erhöhten Cholesterinwerten und hinsichtlich der Aufnahme von Vitamin B12 gibt es positive Wirkungshinweise.“ Die Einnahme von Aloe-vera-Substanzen wurde sogar erfolgreich zur Behandlung von Diabetes Typ 2 eingesetzt. Die Aloe vera ist eine komplex ganzheitlich wirkende Pflanze, die äußerlich und innerlich anwendbar ist.

Prof. Dietrich Grönemeyer, Schulmediziner und Anhänger einer wissenschaftlich begründeten, ganzheitlichen Medizin und seine Tochter, die Psychologin und Heilpraktikerin Friederike Grönemeyer sind unsere Experten für Heilpflanzen.

Unsere Lieblings-Sonnenheilpflanze

Gerade im Frühling ist es schnell passiert. Die ersten Sonnenstrahlen sind da und man unterschätzt ihre Wirkung. Das kühlende Gel aus dem Blattinneren sorgt schnell für lindernde Kühlung bei einem Sonnenbrand und hilft, dass sich die beschädigten Hautstrukturen regenerieren. Die Heilpflanze wirkt antimikrobiell, pilztötend, feuchtigkeitsspendend und hautglättend. Besonders interessant ist die immunmodulierende Wirkung des Pflanzensaftes, das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe die Selbstheilungskräfte anregen und ausbalancieren, wenn das Immunsystem zu überschießenden Reaktionen neigt.

Hier findet man es: Ursprünglich kommt das Liliengewächs aus Afrika, wurde dann in die Tropen und Subtropen gebracht. Kultiviert wird es vor allem auf den westindischen Inseln in der Karibik, in Venezuela, in den tropischen Gebieten der USA, in Europa ist noch ein Anbaugebiet auf Sizilien nennenswert. Für den Hausgebrauch kann man die Pflanze auch im Topf züchten.

Wann und was ernten: Damit eine selbst gepflanzte Aloe vera (wichtig: aus biologischem Anbau) geerntet werden kann, muss sie ungefähr fünf Jahre reifen. Dann mit einem scharfen Messer die äußeren Blätter am unteren Ende abschneiden, unter fließendes Wasser halten und für ein paar Stunden aufrecht in ein Gefäß stellen, damit der gelblich-rötliche Saft austreten kann. Frische Pflanzenblätter aus dem Reformhaus® sind direkt verwendbar. Bei leichtem Sonnenbrand, Insektenstichen oder Juckreiz kann man das Blattfilet in dünne Scheiben schneiden und direkt auf Haut auflegen.

Das wirkt: In der Blattmitte befindet sich das durchsichtige Gel, das äußerlich zur Wundheilung, bei Sonnenbrand und anderen Hautveränderungen verwendet wird. Der in der Aloe enthaltene Wirkstoff Acemannan fördert die Stabilisierung und Vernetzung der Zellen. Direkt unter der Blatthaut befindet sich ein gelblich-rötlicher Saft, der Anthranoide enthält und weiterverarbeitet gegen Verstopfung hilft.

Das sagen Wissenschaft und Volksmedizin: Hildegard von Bingen und Paracelsus kannten die Wirksamkeit von Aloe als Zugpflaster bei Furunkeln oder als Entzündungshemmer. Die schulmedizinisch anerkannte Hauptindikation ist Stuhlverstopfung. Traditionelle Anwendungen sind meist äußerlich, zum Beispiel ein leichter bis mittlerer Sonnenbrand, kleine Wunden, Schuppenflechte, fettige Haut, Hautpilze und entzündliche Hautveränderungen. Bewährt hat sich Aloe vera auch bei Hautentzündungen nach einer Bestrahlung. Das Gel hemmt die Entzündungsparameter Prostaglandin, Histamin und Bradykinin, fördert die zellaufbauenden Fibroblasten.

Wann sinnvoll: Bei entzündlichen Hauterkrankungen, leichten Verbrennungen, Wunden, Hämorrhoiden. Auch nach der Rasur bei empfindlicher Haut. Innerlich gegen Verstopfung.

So anwenden: Bei Verstopfung einen Aloe-Direktsaft einnehmen, bis zu dreimal täglich insgesamt 50 bis 150 Milliliter, also jeweils 25 bis 50 Milliliter. Das Gel äußerlich auftragen.

Nicht geeignet: Bei Schwangerschaft und Stillzeit, Menstruation, Unterleibsentzündungen sowie entzündlichen Darmerkrankungen. Nicht für Kinder unter 12 Jahren geeignet.

Produkte aus dem Reformhaus®:

zum Beispiel:

  • Schoenenberger, Aloe vera Saft bio
  • Hübner Aloe Vera Pflanzensaft naturtrüb bio
  • Santaverde Aloe Vera 100 Prozent Direktsaft bio
  • Aloe Vera Gel pur ohne Duft bio
  • Aloe Vera Blatt bio (Frischpflanze)
  • ARYA LAYA Aloe Vera Gel
  • PRIMAVERA Aloe vera Öl bio

Quelle unserer Heilkräuter-Porträts ist das gerade erschienene Buch: „Selbst heilen mit Kräutern. Pflanzenheilkunde für zu Hause“ von Prof. Dietrich und Friederike Grönemeyer. Mit vielen Tipps und Rezepten, wie Heilpflanzen in Eigenregie angewendet werden können. Becker Joest Volk Verlag, 29,95 Euro.

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