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Düfte für meine Gesundheit

Ätherische Öle

Stand: 05.01.2017

Aromaöle sorgen dafür, dass wir uns wohlfühlen, denn Sie haben eine Direktleitung zu unseren Gefühlen. Und: Ätherische Öle können weit mehr. Sie unterstützen das Immunsystem, wirken gegen Krankenhauskeime und sind sogar bei Demenz hilfreich.

Wie angenehm, wenn durch das Kosmetikstudio ein zarter Orangenduft schwebt. Oder das Zuhause an Regentagen mit Zimt- und Vanillearoma Gemütlichkeit signalisiert. Angenehme Gerüche tun gut und wirken auf unsere Gefühle. Doch das ist nur eine Wirkung von naturreinen ätherischen Ölen. Sie können noch viel mehr als nur Wohlbefinden vermitteln und werden neuerdings auch in Krankenhäusern und Seniorenheimen, in Schulen und Therapien eingesetzt. Denn: Düfte haben auch in der Medizin ihre Berechtigung.

Erkältung mit Aromen vorbeugen

Jetzt ist die Zeit der trüben Schnee- oder Regentage, begleitet von Wind und Kälte. Ideal, damit sich Viren vermehren und unser Immunsystem angreifen. Meist lässt da eine Erkältung mit Muskelschmerzen, Kopfweh und Mattigkeit nicht lange auf sich warten. Mit einer wohl ausgerüsteten Hausapotheke mit naturreinen Aromaölen können wir uns wappnen.

Denn 100 Prozent naturreine ätherische Öle wirken gegen Bakterien und Viren, sie hemmen Entzündungen und lösen Schleim. Inhalationen, Bäder, Einreibungen sind genau das Richtige, um jetzt Erkältungskrankheiten vorzubeugen.
Da ätherische Öle auch antioxidative Wirkung haben, den Körper also vor Zellschäden durch freie Radikale schützen, sind sie besonders wertvoll und unterstützen unsere Abwehrkräfte.

Gut zu wissen: Reine Öle darauf kommt es an

Die positiven Wirkungen von ätherischen Ölen auf Gesundheit, Raumklima und Bakterienvernichtung beziehen sich nur auf naturreine Öle von bester Qualität.

Das heißt: Die Essenzen sind nicht verändert und enthalten nur die Öle der Stammpflanzen, also keine Beimischungen und stammen von dort, wo die Pflanze im Ursprung am besten gedeiht. Sie sind sortenrein und enthalten keine synthetischen Zusätze (naturreinen Öle gibt es im Reformhaus® zum Beispiel von Primavera).

Mit ätherischen Ölen gegen Krankenhauskeime

Das Immunsystem von Krankenhauspatienten ist naturgemäß angegriffen. Deshalb sind multiresistente Keime dort eine ständige Bedrohung – auch für Pflegepersonal und Besucher. Die Hygienevorschriften sind kürzlich verschärft worden. Und es gibt weitere, natürliche und preiswerte Helfer: Ätherische Öle können die Keimbekämpfung wirkungsvoll unterstützen – mit Raumbeduftung und einer entsprechenden Körperpflege.

Schon Mitte der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurden erste Studien dazu erhoben. In einem Raum wurden beispielsweise über 200 Bakterienarten wie Staphylokokken festgestellt. Bereits 30 Minuten nach dem Versprühen ätherischer Öle konnte deren keimtötende Wirkung nachgewiesen werden: Es wurden nur noch vier Keimarten festgestellt.

Wie geht das? ExpertInnen erklären die Wirkung von ätherischen Ölen so: Pflanzen haben ein Immunsystem, mit dem sie Wirkstoffe gegen Viren, Bakterien, Pilze, Schädlinge, Keime und so weiter produzieren können. Diese Wirkstoffe können wir als ätherische Öle beim Destillieren von Pflanzen gewinnen. Auf diese Weise können wir ätherische Öle verwenden und uns Menschen auch schützen. Diese geballte Kraft der Öle ist so vielschichtig, dass die Erreger sie nicht so leicht überwinden können. Ätherische Öle können bis zu 500 Inhaltsstoffe haben, die je nach Jahreszeit, Herkunft, Erntezeit variieren. Sie sind sogenannte Vielstoffgemische. Antibiotika bestehen dagegen meist nur aus einer Substanz und können die Keime nicht in dieser Breite angreifen.

Eine andere anschauliche Untersuchung zur reinigenden Kraft ätherischer Öle: Luftvergleich in einem Fichtenwald und in einer Großstadt-Wohnung. In einem Kubikmeter Waldluft waren nur fünf Mikrobenkeime enthalten. In der Wohnung 20.000 Keime und neun Millionen Krankheitserreger auf dem Teppichboden. Das macht die antiseptische Wirkung von Fichtennadelöl deutlich. Pflanzen mit stark wirkenden Aromen sind Thymian, Pfefferminze und Eukalyptus sowie Lavendel und Orange.

Und in der Schweiz hat man ätherische Öle des Bohnenkrauts in Lüftungsanlagen geleitet und so deren reinigende und antibakterielle Wirkung nachgewiesen.

Orangenduft entspannt – auch Demente

Zunehmend werden ätherische Düfte auch bei der Pflege von Demenzkranken eingesetzt. Die mit der Krankheit oft einhergehende innere Unruhe wird erfolgreich mit Lavendel behandelt. Nach der Inhalation oder Anwendung mit ätherischen Ölen waren die Patienten entspannter und schliefen auch besser.

Eine aktuelle Studie aus Taiwan bestätigt, dass hyperaktive und auch aggressive Patienten mithilfe aromatherapeutischer Behandlung wie Massagen oder Einreibungen deutlich besser gestimmt waren als eine Vergleichsgruppe.

Auch im Alltag von Senioreneinrichtungen spielen Aromen inzwischen eine wichtige Rolle. Lavendel, Orange und Zitronenmelisse als Raumbeduftung oder auch Einreibung bringen Entspannung, beruhigen Nervenund Herzschlag und sorgen für einen gleichmäßigeren Atem. Das ist auch für das Pflegepersonal eine Entlastung. So berichtet Manuela Euringer, Krankenschwester, Aroma-Expertin und Seminarleiterin: „Für mich ist Orangenöl eine Wunderwaffe. Selbst an dunklen Tagen bringt es die Menschen dazu aufzustehen. Und beim Duft von Lavendel erinnern sich sogar schwerst Demente oft an ihre Kindheit zurück.“

Nase an Hirn: Der direkte Draht

Sonnenreife Erdbeeren oder modriger Waldboden: Ob wir einen Geruch angenehm oder eher verstörend finden, hängt von unseren Erfahrungen ab. Gerüche gehen ohne Umweg über das Verstand lenkende Großhirn gleich ins limbische System, das für die Gefühle verantwortlich ist. „Riechen kann man nicht abstellen", sagt Prof. Hanns Hatt, Biologe an der Ruhr-Universität Bochum. „Wir riechen mit jedem Atemzug, 20.000-mal am Tag.“

Im limbischen System sind alle seit der Geburt gemachten Erfahrungen plus die begleitenden Gefühle und Düfte gespeichert und mit sogenannten limbischen Markern gekennzeichnet. Die Marker verbinden Erlebnisse inklusive des dazugehörigen Duftes mit den begleitenden Gefühlen wie Schmerz, Angst, Genuss oder Freude. Riechen wir ein bekanntes Aroma, wird die Erinnerung an die dazugehörigen Gefühle geweckt.

So beeinflussen Düfte unsere Stimmung, erzeugen Lust, Sympathie oder Angst und steuern das Sexualverhalten. „Der Geruchssinn greift auf vielen Ebenen in unser Leben ein, häufig ohne uns bewusst zu werden“, sagt Prof. Hatt.

Von einer anderen Studie berichtet Eliane Zimmermann, Aroma-Bloggerin und Autorin. Durch Einreiben von Gesicht und Armen mit verdünntem Melissenöl konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass bei schwer Demenzkranken nach vier Monaten eine leichte Verbesserung der Unruhezustände einsetzte.

Und noch eine nette Begleiterscheinung haben angenehme Düfte in Senioren- und Pflegeheimen: Auch Besucher fühlen sich in Räumen willkommen, die nach Orange oder Mandarine duften und an den Sommer erinnern.

Besser lernen, wenn’s gut riecht

Eine Rezeptur aus verschiedenen Zitrusdüften – im konkreten Fall eine Ready-to-use-Mischung aus Zitrone, Grapefruit, Orange – in Klassenzimmern stimuliert auch SchülerInnen. Ein Projekt an sechs fränkischen Schulen zeigte: Der Prozentsatz der Schüler, die sich im Klassenraum besser konzentrieren konnten, verdoppelte sich von 18 auf 40 Prozent. Netter Nebeneffekt: Die Stimmung verbesserte sich ebenfalls. Lust statt Frust. Projektleiterin Elke Insprucker: „Die Aromatherapie kann Schüler dabei unterstützen, besser zu arbeiten, weniger gestresst zu sein und letztlich lieber in die Schule zu gehen.“

Und noch etwas zeigte das Projekt: Die Krankheitstage sanken. Das führen die Aromaexperten auf die klärende Wirkung der ätherischen Öle zurück. Bakterien, Viren und Pilze schwinden eben nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in bedufteten Klassenzimmern.

Aromaöle für die Hausapotheke

Befindlichkeit Das richtige Öl Anwendung Wirkung
Schnupfen Eukalyptus Cajeput Einreibung pflegt rote Schnupfnase
Erkältung Eukalyptus Kiefer Balsam; Douglasfichte; Thymian Einreibung; Raumbeduftung; Inhalieren befreit Atemwege; befreit Atemwege; antibakteriell
Husten Thymian; Eukalyptus; Myrrhe Inhalieren, Wickel; Inhalieren; Brustwickel schleimlösend; befreit Atemwege; entzündungshemmend
Muskelverspannung Wacholder-Arnika; Wintergreen-Ingwer Einreibung entspannt; wärmt Gelenke
Kopfschmerzen Pfefferminze Einreibung klärt, entspannt

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