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Stress im Job...

...krank im Urlaub

Stand: 10.07.2017 (10.07.2017)

Statt auf der Sonnenliege schwitzen viele Urlauber schniefend im Hotelbett: Für etwa jeden zehnten Deutschen bietet die Ferienzeit auch Gelegenheit, um  „endlich“ krank zu werden. Wissenschaftler haben für dieses Phänomen sogar einen Namen: Sie nennen es die „Leisure Sickness“, auf Deutsch die „Freizeit-Krankheit“. Tipps, damit es Sie diesmal nicht trifft.

Niederländische Forscher haben festgestellt, dass vor allem Perfektionisten, die ein starkes Verantwortungsgefühl bei der Arbeit zeigen, anfällig für die „Freizeit-Krankheit“ sind. Sie haben im Urlaub besonders häufig ein schlechtes Gewissen, weil die Kollegen ihre Arbeit übernehmen müssen. Die Ruhe und Erholung können sie so nicht richtig genießen. Der Rat der Psychologen: Bereiten Sie sich auf Ihren Urlaub vor, dann umgehen Sie viele Konfliktpunkte. Delegieren Sie schon einige Wochen vorher, soweit möglich, Arbeit, die während Ihrer Abwesenheit liegen bleiben würde. Das vermittelt Ihnen bereits vor der Reise ein Gefühl von Sicherheit. Verbannen Sie in Ihrem Urlaub Gedanken an den Job. Dazu gehört auch: Mobiltelefon abschalten und keine E-Mails beantworten.

Bauen Sie zwischen Ihrem letzten Arbeitstag und dem Tag, an dem Sie in den Urlaub fahren oder fliegen, ein bis zwei Puffertage ein, in denen Sie zu Hause sachte vom Arbeits- in den Ruhemodus umschalten können. Das sind keinesfalls verschenkte Urlaubstage, im Gegenteil. Wer so langsam zur Ruhe kommen kann, genießt die anschließende Reise erheblich besser und wird seltener krank.

Beschwerden vorbeugen

Im Alltag funktionieren wir zu 100 Prozent – im Urlaub legen wir den Schalter von jetzt auf gleich auf Null. So ein radikaler Umschwung bringt viele Botenstoffe unseres Körpers durcheinander und erhöht damit die Infektanfälligkeit. Hinzukommt: Im Urlaub treffen wir auf engem Raum – zum Beispiel in Bus, Bahn oder Flugzeug – auf viele Menschen. Auch das erhöht die Wahrscheinlichkeit, uns anzustecken. Klimaanlagen tragen zudem dazu bei, dass die Nasenschleimhäute stärker austrocknen und Viren sich besser einnisten können.
 
Das können Sie tun:

  • Sorgen Sie für einen sanfteren Übergang von Stress zur Entspannung.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Greifen Sie bei Obst und Gemüse kräftig zu.
  • Auch Wechselduschen und Saunabesuche unterstützen die natürlichen Regulationsmechanismen unseres Körpers
  • Studien zeigen, dass die Zistrose (Cistus incanus) ein echter Immunturbo ist. Eine kleine Cistus-Kur kann unsere Abwehr stärken.
  • Mit Meerwassernasenspray können Sie Ihre Nasenschleimhäute unterwegs befeuchten. Ein leichter Schal im Handgepäck schützt vor Zugluft und eisigen Klimaanlagen.
  • Senken Sie auch im Alltag Ihren Stresslevel – durch Entspannungsübungen, kleine Auszeiten, Yoga oder leichten Ausdauersport. Alltagstaugliche Übungen zum Mitmachen finden Sie im „Reformhaus® – activate your life“-YouTube-Kanal unter: youtube.com/c/ReformhausBewegung
  • Sorgen Sie für ausreichend Schlaf. Wer in fremder Umgebung erst mal nicht gut zur Ruhe kommt, darf auch mal zu pflanzlichen Schlafhilfen wie Baldrian und Hopfen greifen.

Schmerzfreie Ferien

Schmerzen im Urlaub können unterschiedliche Auslöser haben. Unsere Wahrnehmung verändert sich, wenn wir aus dem Alltagstrott rauskommen, um fernab der eigenen vier Wände abzuschalten. So neh-men wir plötzlich Verspannungen wahr, die wir in der Hektik zwischen Job und Familie oft ausblenden. Im Alltag müssen wir einfach funktionieren.

Auch Kopfschmerzen können die Folge des plötzlichen Loslassens sein. Auslöser ist hier, ähnlich wie beim Infekt, ein sogenannter Poststress – die Nachwirkung einer wochenlangen Überlastung.

Und alle, die im Urlaub zur Sportskanone mutieren, spüren es unweigerlich: Auch unsere Muskeln nehmen es uns übel, wenn wir monatelang kaum aktiv waren, um es dann in den wenigen Tagen, die man im Urlaub Zeit hat, mit dem Sport zu übertreiben.

Das können Sie tun:

  • Bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Alltag, bauen Sie täglich Lockerungs- und Entspannungsübungen ein, um Verspannungen keine Chance zu geben.
  • Ein heißes Bad entspannt die Glieder und den Kopf – machen Sie daraus doch einfach ein After-Work-Ritual.
  • Wer die große Wander- oder Radtour plant, sollte sich schon Wochen vorher langsam darauf vorbereiten: Machen Sie am Feierabend und am Wochenende längere Spaziergänge und Radausflüge, gehen Sie schwimmen, um Ihre Muskeln und Ausdauer zu trainieren.
  • Planen Sie Ihre Urlaubstouren so, dass Sie die ersten Tage kürzere Strecken absolvieren, sich langsam steigern. Auch Pausentage mit einplanen, an denen statt anstrengendem Sport zum Beispiel ein Besuch im Museum oder Faulenzen am Strand oder Badesee auf der Tagesordnung stehen.
  • Gönnen Sie sich Massagen, um die Muskulatur zu lockern.
  • Bei Spannungskopfschmerz kann Minzöl helfen, dass man sich sanft auf die Schläfen massiert.
  • Gegen akute Poststress-Symptome kann auch die Aminosäure Tyrosin helfen. Sie unterstützt den Körper bei der Bildung des Noradrenalins, das durch Stress „aufgebraucht“ wird. Sie können in Ruhesituationen dann besser entspannen. Gute natürliche Tyrosin- Quellen sind beispielsweise weiße Bohnen, Erdnüsse oder auch Haferflocken, Gouda oder Parmesan.

Bauch gut, alles gut

Wen wundert es: Dauerstress schlägt vielen natürlich auch auf den Magen. Kommen dann noch ungewöhnliche Genüsse, Gewürze oder fremde Keime dazu, bleibt das nicht folgenlos. Zudem verlocken leckere Büfetts dazu, weit über den Hunger hinaus zu essen. Unserem Verdauungsapparat muten wir da schnell zu viel zu. Auch lange Busreisen und Bootsausflüge können den Magen in Aufruhr versetzen: Reiseübelkeit trifft nicht nur Kinder.

Das können Sie tun

  • Laden Sie sich beim Büfett nicht zu viel auf den Teller, so verlockend das Essen auch sein mag. Denken Sie daran: Sie haben mehr als einen Urlaubstag, um alles zu probieren.
  • Nutzen Sie die Ferien, um nach den Mahlzeiten einen ausgedehnten Verdauungsspaziergang zu  machen.
  • Sie haben jetzt Zeit, in Ruhe zu essen. Wer langsam isst und dabei auch ausreichend kaut, unterstützt seine Verdauung – und isst meist auch weniger, weil sich das Sättigungsgefühl schneller einstellt.
  • Essen Sie mit Köpfchen: Bauen Sie Nahrungsmittel mit sogenannten Bitterstoffen wie Rucola, Grapefruit, Artischocke (gut für die Verdauungssäfte!) aber auch Früchte mit positiven Verdauungsenzymen wie Papaya und Ananas mit in Ihre Mahlzeiten ein.
  • Täglich Naturjogurt löffeln – das stärkt die Darmflora.
  • Vermeiden Sie, wenn Sie zu Reizdarmsymptomen neigen, ungewohnte Gewürze und zu scharfes Essen.In exotischen Ländern diese Regeln beachten: Essen Sie am besten nur abgekochte Speisen, trinken Sie Wasser nur aus Flaschen, nicht aus der Leitung. Obst immer schälen, auf Eiswürfel in Getränken verzichten. So senken Sie das Risiko, ungewollt Keime zu sich zu nehmen, die dann zu massivem Durchfall führen können.
  • Um Reiseübelkeit vorzubeugen, Omas Hausmittel, Ingwer, griffbereit in der Tasche haben.

Und ganz wichtig: Versuchen Sie, Ihre Einstellung zu ändern. Nehmen Sie Ihren Job nicht wichtiger als die eigene Gesundheit und die Ferien, die Sie sich redlich verdient haben. Mal ehrlich: Gibt es etwas Wertvolleres und Schöneres, als endlich mal ein paar Tage am Stück mit seinen Liebsten, mit der Familie, den Kindern oder den besten Freunden zu verbringen? In diesem Sinne: Schöne Ferien!

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