Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Sodbrennen

Nur nicht sauer werden

Stand: 17.05.2016

Etwa jeder fünfte Deutsche leidet fast täglich unter saurem Aufstoßen. Spätestens dann wird es zu einem echten Gesundheitsproblem. Doch man kann vorbeugen.

Die fettigen Pommes am Imbiss-Stand, eine üppig belegte Pizza, dazwischen noch ein Stück Sahnekuchen - wir alle haben solche Tage, an denen wir zu viel und zu Fettiges zu uns nehmen. Wenn dann noch kohlensäurehaltige Getränke oder Alkohol dazukommen, führt das bei vielen zu leichtem Rumoren hinter dem Brustbein und saurem Aufstoßen.

"Nach einer fett- und volumenreichen Mahlzeit stellt es sich bei vielen ein, weil der Magen zu viel Säure produziert und sich nur langsam entleert", so Dr. med. Sebastian Haag, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie in Wiesbaden. Auch Alkohol und Nikotin fördern die Beschwerden. Ein weiterer Auslöser sind Stress und Konflikte, die auf den Magen schlagen und ihn, im wahrsten Sinne des Wortes, sauer machen. 

Normalerweise verhindert der Schließmuskel am Mageneingang, dass Speisen wieder zurückfließen. Doch zu viel Druck im Bauchinnenraum (etwa bei einer Schwangerschaft oder Übergewicht), eine erschlaffte Muskulatur oder eine gestörte Verschlussfunktion führen zu der sogenannten Reflux-Krankheit, die man behandeln lassen sollte. Deutliches Anzeichen dafür: wochenlanges, ständiges Sodbrennen. Auch plötzliche starke Schmerzen sind ein Grund, die Ursache abklären zu lassen.

Doch bei gelegentlichem Sodbrennen helfen oft schon ein wenig Entspannung, eine ausgewogenere Ernährung und unsere Empfehlungen, um ständiges Aufstoßen zu verhindern.

Tipps zur Vorbeugung

  • Machen Sie es wie die Inder: Kauen Sie nach der Mahlzeit ein paar Kümmel- und Fenchelsamen, so beugen Sie Blähungen und Sodbrennen vor.
  • Nach dem Essen besser keinen Mittagsschlaf halten, weil der Magensaft beim Liegen einfacher aufsteigt.
  • Besser viele kleinere Mahlzeiten, als eine große, das verhindert ein zu großes Magenvolumen.
  • Keine eiskalten Getränke zum oder nach dem Essen, denn das verlangsamt die Bewegung der Speiseröhre. Besser einen magenberuhigenden Tee trinken.
  • Abends nicht zu spät sehr kalorienhaltig speisen oder naschen.
  • Hilfreich kann auch Heilerde sein. Sie kann Säuren, Fette und Giftstoffe binden. Wer den Geschmack nicht mag: Es gibt auch Kapseln.

Empfehlen über: