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Reine Herzenssache

5 Tipps für ein gesundes Herz

Stand: 06.09.2018 (06.09.2018)

Dieses Organ ist der Mittelpunkt unserer Gesundheit. Mit ein paar einfachen Regeln stärken wir Herz und Kreislauf.

Es ist so groß wie eine Faust, wiegt im Schnitt nur 300 Gramm, schlägt im Laufe unseres Lebens jedoch 3 Milliarden Mal und pumpt circa 280 Millionen Liter Blut durch unseren Körper. Täglich entspricht das einer Menge von 7 Tonnen. Im Takt des Pulses versorgt es noch die engsten Arterien in feinsten Verästelungen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Unser Herz vollbringt Schwerstarbeit, um uns fit und gesund zu halten. Da ist es nur fair, sorgsam mit ihm umzugehen und seine Arbeit zu unterstützten. Doch was können wir tun, um Herz und Gefäße jung und gesund zu erhalten?

1. Bleiben Sie entspannt vergnügt

Sehen Sie ab und an Comedy-Videos? Gut so! Die Filmchen verschaffen uns kleine Lach-Oasen im stressigen Alltag – Geschenke für unsere Herzgesundheit. Beim Lachen sind verschiedene Muskelgruppen aktiv und die Nervenfasern werden positiv stimuliert. Besser ist es jedoch, eine Entspannungstechnik zu lernen. Beginnen Sie mal mit dieser: Stellen Sie sich vor ein Fenster, fixieren Sie draußen einen Punkt am Horizont. Lassen Sie die Schultern sinken, nehmen Sie die Arme langsam nach oben, als würden Sie am Handgelenk hochgezogen. Stellen Sie sich vor, Sie umarmen einen großen Ball. Dabei atmen Sie mehrmals entspannt ein und aus. Dann lassen Sie die Arme wieder sinken.

2. Keine Diäten

Übergewicht ist ein Risikofaktor für das Herz. Doch für ein paar Wochen die Kost extrem zu reduzieren ist nicht sinnvoll. Es macht depressiv und nützt langfristig nichts. Denn die meisten fallen nach der Diät wieder in alte Gewohnheiten zurück und nehmen dabei noch schneller zu, weil der Stoffwechsel sich umgestellt hat. Bewiesen wurde das durch eine Studie an Kandidaten von „Biggest Loser“. Die Abnehm-Show, in der Kandidaten in kurzer Zeit extrem abspecken, läuft in den USA und wurde über 6 Jahre wissenschaftlich begleitet.

Im Schnitt verloren die Teilnehmer 58 Kilo, hatten aber nach ein paar Jahren wieder 41 Kilo zugenommen, Tendenz steigend. Die Forscher sprechen von einer metabolischen Anpassung des Körpers. Nur eine Ernährungsumstellung, die auch dauerhaft schmeckt, macht schlank und erfreut Herz sowie Gefäße. Übrigens: Beim Intervall-Fasten bleibt der ungünstige Jo-Jo-Effekt aus – egal, ob an zwei Tagen in der Woche die Nahrung reduziert oder 16 Stunden über Nacht gefastet wird. Um auf eine ideale Energiebilanz zu kommen, ist Bewegung ein Schlüssel. Auch unabhängig vom Gewicht hält regelmäßige körperliche Aktivität den Kreislauf in Schwung und reduziert Stress.

3. Essen wie im Urlaub

Auch das wurde kürzlich noch einmal wissenschaftlich bestätigt: Die mediterrane Ernährung reduziert das Risiko kardiovaskulärer Probleme. Auf dem Speisezettel sollte stehen: viel marktfrisches Gemüse und Obst, Nüsse und gesunde Öle. Möglichst naturbelassene Nahrungsmittel mit reichlich Ballaststoffen erhalten die Darmgesundheit, die auf verschiedenen Wegen das Herz-Kreislauf-System beeinflusst. Außerdem beugen Vollkorn & Co. Arteriosklerose vor. Die darin enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe unterstützen die Abwehrkräfte und schützen so das Herz.

Denn unentdeckte Entzündungsprozesse im Körper können den Herzmuskel schädigen. Vegetarische Ernährung hat laut neuerer Studien einen kleinen Vorsprung bei der protektiven, herzschützenden Wirkung. Der Trick ist, nicht zu viel Gewicht anzuhäufen. Wobei die Gefährdung für jeden Einzelnen nicht gerecht verteilt ist. Wer die Kilos eher an Hüfte und Oberschenkel ansammelt, hat es besser als die typische Apfelform. Denn ungünstige Fette lagern sich am Bauch an, die Herznähe ist hier besonders entscheidend.

Zum Nachtisch empfiehlt es sich, frisches Obst oder etwas Schokolade zu naschen. Allerdings nur die bittere Variante, die mindestens 55 Prozent Kakaoanteil hat. Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Kakaokonsum den Blutdruck senkt, die Gefäße elastisch hält und sich günstig auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.

„Meine Superfoods bei Bluthochruck“

Nehmen Sie am besten täglich eines dieser Nahrungsmittel zu sich:

  • Nitrathaltiges Gemüse wie Rote Bete (auch als Saft, dann tägl. mindestens 0,25 Liter), Spinat und Rucola.
  • Walnüsse oder ungesalzene Pistazien, geschroteter Leinsamen.
  • Heidelbeeren – auch getrocknet oder als Pulver.
  • Und: Gehen Sie zum Blutspenden. Das ist ein moderner Aderlass, der günstig auf Gefäße und Herzgesundheit wirkt

4. Gutes Fett macht schlank

Eine Schlüsselrolle bei der Herzgesundheit spielen die Fette in der Ernährung. Denn Öl ist nicht gleich Öl. In industriell verarbeiteten Fetten sind kaum noch gesättigte oder Omega-3-Fettsäuren vorhanden. Doch die braucht unser Organismus, um Blutgefäße geschmeidig zu halten und Entzündungsprozesse zu stoppen. Ernährungs-Doc Anne Fleck: „Natürlich ist Fett sehr kalorienreich, sodass Übergewichtige ihre Fettportionen im Blick haben sollten. Aber Fett liefert Energie für die Zellen, denn sowohl Muskeln als auch das Gehirn brauchen Fett als guten Treibstoff für ihre Arbeit. Viel schädlicher ist zu viel Zucker. Und: Statt fettarm, sollten wir uns lieber fettbewusst ernähren.“

Meiden sollten wir Transfette, die erst durch die Verarbeitung von Pflanzenölen entstehen. Häufig enthalten etwa in Billigmargarinen, Kartoffelchips, Blätterteigwaren wie Croissants und Fertigprodukten. Doc Fleck: „Abzuraten ist von allen Produkten auf denen ,pflanzliches Fett teilweise gehärtet‘ auf der Zutatenliste steht.“ Gute, wenig verarbeitete Speiseöle finden Sie im Reformhaus®. Als besonders wertvolles pflanzliches Öl hat sich Leinöl herausgestellt, das allerdings nicht erhitzt werden sollte.

5. Risikofaktoren Nikotin und Alkohol

Sie rauchen? Versuchen Sie ernsthaft aufzuhören oder zumindest auf E-Zigaretten umzusteigen. Davon sind Ärzte aber auch nicht begeistert, weil viele Inhaltsstoffe das Immunsystem herausfordern, doch zumindest inhaliert man damit 95 Prozent weniger Schadstoffe. Am besten man nutzt sie wie ein Nikotin-Pflaster – zum Ausstieg! Denn kaum etwas ist so schädlich für Herz und Blutgefäße wie der regelmäßige Griff zur Zigarette. Auch Alkohol ist nur in Maßen erlaubt. Denn er erhöht z. B. den Blutdruck.

Fünf Heilkräuter fürs Herz

Weißdorn

  • Die bienenfreundliche Heckenpflanze ist das wichtigste und am besten erforschte Heilkraut bei Herzschwäche. Die blühenden Triebspitzen verbessern die Durchblutung, stärken den Herzmuskel und fördern die Herzfunktion. Diese positiven Effekte senken den Blutdruck.

Mistel

  • Das Druidenkraut senkt den Blutdruck, stabilisiert das Herz-Kreislauf-System und kann Durchblutungsstörungen vorbeugen. Traditionell wird es als Kräutertee angewendet.

Hibiskus

  • Bei einer Studie zeigte sich, dass Hibiskustee gefäßerweiternd und blutdrucksenkend wirkt. Die Blüten wurden schon im alten Ägypten zur Stärkung der Körperkräfte als Tee zubereitet.

Herzgespann

  • Schon Diogenes kannte die Heilpflanze und verwendete sie bei Magenbeschwerden, im Mittelalter wurde dann ihre beruhigende Wirkung bei Herzrhythmusstörungen und Herzrasen entdeckt.

Campher

  • Wird oft unterschätzt und es schädigt die Gefäße nicht: Ein niedriger Blutdruck kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Um den Blutdruck zu stabilisieren ist Campher gut erforscht. Die Rinde des Campherbaums hat eine stimulierende Wirkung, die auch älteren Menschen mit Schwindelanfällen helfen kann, bei Angina Pectoris fördert sie die Durchblutung der äußeren Herzkranzgefäße.

Sie möchten noch mehr über Herzgesundheit erfahren? Lesen Sie das Interview mit Dr. Med. Wormer "Gesunde Ernährung ist das A und O" – inklusive Reformhaus® Produkt-Tipps zur Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems.

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