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Schwangere lehnt mit Tasse am Baum

Mamaglück

Schwangerschaft, Geburt, Stillen

Stand: 25.09.2018 (16.10.2012)

Frauen können während einer Schwangerschaft toll aussehen und sich pudelwohl fühlen. Trotzdem verändern sich die Bedürfnisse der werdenden Mutter, vor allem, was die Ernährung angeht. Was Sie tun können, um sich gut zu fühlen und den Nachwuchs optimal zu versorgen, erfahren Sie bei uns.

Es sind 40 Wochen, in denen sich alles um das Wohl von Mutter und Kind dreht: die Schwangerschaft. Vom ersten Tag an stellt sich der Organismus der werdenden Mutter auf die Bedürfnisse des Ungeborenen ein. Allein die Gebärmutter wird sich bis zur Geburt fast auf die Größe von zwei Fußbällen ausdehnen, ebenso werden die Brüste voller.

Damit sämtlichen Organen trotzdem genügend Blut zur Verfügung steht, erhöht sich bald das Blutvolumen. Ein cleverer Mechanismus, denn der Zuwachs an Plasma übersteigt den der roten Blutkörperchen. Die Schwangere hat dadurch mehr Flüssigkeit, gleichzeitig aber leichten Eisenmangel, und der kann wiederum vor bestimmten Infekten schützen. Erst bei größeren Defiziten verschreibt der behandelnde Arzt Eisenpräparate, meist in Kombination mit Folsäure und / oder Jod.

Schwangerschaft und Hormone

Das alles passiert unter dem Einfluss verschiedenster Hormone. Kein Wunder, dass einige von ihnen manchmal aus dem Takt geraten. Dann fließen die Tränen schneller als sonst oder beim Anblick der Lieblingsspeise krempelt sich der Magen um. Nicht selten spielt auch die Haut verrückt, entwickelt plötzlich Pickel oder reagiert mit Pigmentflecken auf zu viel Sonne. Gegen Letzteres hilft eine Feuchtigkeitscreme mit extra hohem Lichtschutzfaktor oder am besten gleich eine Sonnencreme.

Beim Essen gilt Qualität vor Quantität

Damit der Körper Höchstleistungen vollbringen kann, ist Energie nötig. Doch Vorsicht: Die alte Bauernweisheit "Essen für zwei" ist überholt. Eine Schwangere benötigt gerade mal 250 Kalorien am Tag mehr - also ein Käsebrot und einen kleinen Apfel. Dennoch: Die Mutter versorgt mit ihrer Ernährung auch ihr ungeborenes Kind. Deshalb sollte der Fokus auf hochwertigen Lebensmitteln liegen, am besten in Bio-Qualität.

Das Netzwerk "Junge Familie / Gesund ins Leben" empfiehlt reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sowie den maßvollen Genuss von Milch, Milchprodukten und - für Nicht-Vegetarier - Fleisch oder Meeresfisch. Und das auf fünf Mahlzeiten am Tag verteilt. Auch die eine oder andere Heißhungerattacke ist erlaubt, solange sie nicht völlig aus dem Ruder läuft. Dabei gilt: Alle Produkte möglichst frisch, gründlich gewaschen und gut durchgegart verzehren, um das Risiko einer Infektion so klein wie möglich zu halten.

Außerdem wichtig: reichliches Trinken. Denn das füllt die Flüssigkeitsspeicher auf und kurbelt den bei Schwangeren manchmal hartnäckigen Stuhlgang an. Es gibt Hinweise, dass Leinöl das Risiko für eine Frühgeburt erhöht. Schwangere sollten also darauf verzichten.

Stillen für Mutter und Kind

Auch nach der Schwangerschaft behält die Ernährung ihren hohen Stellenwert. Denn für den Nachwuchs gilt: Wer groß und stark werden will, braucht einen kontinuierlichen Nachschub an Vitaminen, Mineralstoffen und Energie. All das bekommt er auf natürliche Weise beim Stillen.

Muttermilch hat viele Vorteile: Sie ist wohl temperiert, immer verfügbar und passt sich in Menge und Zusammensetzung den Bedürfnissen des Kindes an. Und: Der enge Körperkontakt spendet dem Baby Wärme, Zuneigung und Geborgenheit und wappnet es sogar gegen Krankheiten und Allergien.

Auch die Mutter profitiert vom Stillen: Es gibt Hinweise, dass es zum Beispiel vor Brustkrebs schützen und auch den Body Mass Index langfristig reduzieren kann. Das Netzwerk "Junge Familie / Gesund ins Leben" empfiehlt, den Säugling die ersten vier Monate voll zu stillen und vom fünften Monat an die Muttermilch mit Beikost zu ergänzen. 

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