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Krebserkrankung und unterstützende Ernährung

Wichtige Mikronährstoffe während der Therapie

Stand: 04.02.2019 (04.02.2019)

Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Institutes von 2016 erkranken jedes Jahr über 229.920 Frauen und 252.550 Männer in Deutschland neu an Krebs. Die Diagnose trifft die meisten Erkrankten häufig völlig unerwartet und plötzlich. Bei einem Großteil der Betroffenen schürt die Krebserkrankung eine große Angst, u. a. auch bezüglich der häufig belastenden und intensiven Therapie, die meist viele Nebenwirkungen mit sich bringt. 

Innerhalb verschiedenster wissenschaftlicher Studien wird seit Jahrzehnten untersucht, welche Mikronährstoffe während der Krebstherapie eingesetzt werden können, um beispielsweise das Immunsystem zu unterstützen und Entzündungsprozesse und Nebenwirkungen zu verringern. Hier gelten vor allem Mikronährstoffe wie Vitamin D und C, Selen, L-Carnitin, Omega-3-Fettsäuren und verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) wie Polyphenole, EGCG und Curcumin als besonders gut geeignet.

Das Hauptproblem während der Krebstherapie ist allerdings die Mangelernährung, die die meisten Patienten aufweisen. Durch die Krebserkrankung haben viel Betroffene bereits vor der Diagnosestellung schon (stark) an Gewicht verloren und weisen verschiedene Defizite in den Mikronährstoffen auf, die es zu beheben gilt, was durch die Nebenwirkungen der Krebstherapie, wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, nicht immer einfach ist. Um genügend Nährstoffe und vor allem auch Sekundäre Pflanzenstoffe (SPS) aufzunehmen, empfehlen wir Ihnen komplexe Vitaminsäfte wie beispielsweise den Vitalkomplex der Firma Dr. Wolz. Denn durch die 20 ml „Saft“ nehmen Sie 800 g Obst und Gemüse und eine Vielzahl an Vitaminen und verschiedene SPS. Lassen Sie sich über die Einnahme durch das Fachpersonal in Ihrem Reformhaus® beraten. 

Vitamin C, Vitamin D und Selen

Vor allem Selen sowie Vitamin D und C wurden durch zahlreiche Studien untersucht und können während der Krebsbehandlung eingenommen werden. Sie schützen die gesunden Zellen und helfen u.a. die Nebenwirkung der Behandlung zu minimieren, ohne jedoch die onkologischen Hauptwirkungen zu beeinflussen. Verschiedene Studien belegen außerdem, dass sich durch die Einnahme dieser Stoffe der Ernährungsstatus von Krebspatienten positiv beeinflussen lässt (s. Studie der Mayo-Klinik mit 1129 Lungenkrebspatienten).

Bei Krebspatienten mit fortgeschrittener Erkrankung findet sich sehr häufig ein ausgeprägter Vitamin C-Mangel, welcher sich z.B. durch Muskelschwund, Erschöpfungserscheinungen und Müdigkeit bemerkbar machen kann. Soweit wie möglich sollten Krebspatienten auf eine Vitamin-C-reiche Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse achten. Es kann sinnvoll sein den Vitamin C-Haushalt durch geeignete Nahrungsergänzungsmittel anzuheben. Natürliches Vitamin C gibt es im Reformhaus® als Frischpflanzenpresssaft Acerola von der Firma Schoenenberger oder als Acerolapulver von Sanatura. Hier müssen die Patienten austesten, welches Produkt sie gut vertragen (wegen den eventuell auftretenden Schleimhautreizungen).

Gut zu wissen

Die Leber wird durch die Therapie- und Narkosemittel sowie die vielen anderen Medikamente täglich sehr stark belastet. Schützen Sie Ihre Leber durch tägliche Leberwickel (eine Zeit in der Sie sich wunderbar ausruhen und regenerieren können) oder durch Produkte mit Mariendistel (z.B. Salus oder Hübner Mariendistel-Tonikum oder Alsiroyal Mariendistel Kapseln.

Neben Vitamin C wird auch die Supplementierung von Vitamin D empfohlen, da die meisten Patienten bei Diagnosestellung bereits einen starken Vitamin D-Mangel aufweisen. Wir empfehlen Ihnen je nach gewünschter Einnahmeform die neuen Alsiroyal Vitamin D3+K2 Sofort Schmelztabletten, die Bakanasan Vitamin D3 Kapseln oder die Hübner Vitamin D-Tropfen. Vitamin D kann übrigens auch von Frauen mit Aromatasehemmern (z.B. Letrozol oder Anastrozol) genommen werden. Hochdosiert kann Vitamin D nach aktueller Studienlage die häufigen Nebenwirkungen, wie Knochen- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeits- und Erschöpfungserscheinungen signifikant senken.

Selen hat in vielerlei Hinsicht Auswirkungen auf die Krebserkrankung. Einerseits reduziert eine gute Selenversorgung das Krebsrisiko (ist also ein gutes Präventionsmittel) und andererseits verringert es die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie (z.B. die schädigende Wirkung der Chemotherapie auf das Blutsystem oder Reduzierung der radiogenen Diarrhoe), ohne sich wie schon beschrieben negativ auf die Therapie/Behandlung auszuwirken. Vor der Einnahme von Selen sollte jedoch der aktuelle Selenstatus überprüft werden.

Selen kann u.a. über pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse und Pilze aufgenommen werden. Wir empfehlen Ihnen die Paranüsse der Reformhaus® Eigenmarke, die einen besonders hohen Gehalt an Selen bieten.

Die Rolle von Omega-3 während der Krebstherapie

Omega-3-reiches Öl sollte auch auf den Tellern von Krebspatienten nicht fehlen. Denn die langkettigen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken antientzündlich, verbessern den Appetit und können so dem Gewichtsverlust entgegenwirken. Das Öl sollte jedoch neben der Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolensäure, auch Eicosapentaensäure (EPA) sowie Docosahexaensäure (DHA) beinhalten. Deswegen empfehlen wir Ihnen die Omega-3-DHA-Öle (mit oder ohne Zitrone) der Firma Dr. Budwig. Beide Öle sind aufgrund des zugesetzten Algenöls reich an EPA und vor allem DHA.

EPA und DHA sollen nach aktuellen Untersuchungen die krebszelltoxische Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie verbessern können. Sollte Ihnen der Geschmack des Leinöls nicht munden, können Sie EPA und DHA natürlich auch in Kapselform aufnehmen (z.B. Alsiroyal Algenöl pflanzlich Omega-3, Dr. Budwig Omega-3 DHA + EPA oder Omega-3 DHA-Kapseln).

Bei vielen chronischen Erkrankungen, insbesondere bei Krebserkrankungen, wird häufig ein Mangel an L-Carnitin beschrieben. Verschiedene Studien belegen, dass gerade im fortgeschrittenen Krebsstadium 80 Prozent der Betroffenen einen Mangel aufweisen, der vom Körper nicht mehr ausgeglichen werden kann. Dabei ist L-Carnitin vor allem auch während der Krebsbehandlung, insbesondere mit chemotherapeutischen Medikamenten (sie sind L-Carnitinräuber), von entscheidender Bedeutung. L-Carnitin sorgt während der Behandlung für eine Verbesserung der Energiebereitstellung und kann der Gewichtsabnahme entgegenwirken. L-Carnitin hat ebenfalls eine immunstabilisierende Wirkung und steigert die Verträglichkeit sogenannter Zytoprotektiva (zellschützende Substanzen). L-Carnitin gibt es in Ihrem Reformhaus® z.B. in Kapselform von der Firma RaabVitalfood.

Die Bedeutung von Heilpflanzen

Neben den Mikronährstoffen gibt es noch eine Heilpflanze, die wir Ihnen während der Krebstherapie besonders ans Herz legen möchten. Es ist die Heilpflanze des Jahres 2018, der Ingwer. Er hilft gegen eins der größten Probleme der Chemotherapie, nämlich der Übelkeit und dem Erbrechen. Ingwer wirkt ähnlich wie Anti-Emetika, die gerne als Arzneimittel gegen die chemoinduzierte Übelkeit eingesetzt werden. Die Inhaltsstoffe des Ingwers (wie Zingiberol, Zingiberen, Gingerol und Shoagol) hemmen bestimmte Botenstoffe des Brechzentrums im Gehirn, so dass es weder zu Übelkeit, noch zu Brechreiz kommen kann. Hier empfehlen wir Ihnen vor allem die Ingwer-Extrakt-Kapseln von Dr. Wolz oder Raab Vitalfood. Andere Ingwerprodukte, wie Frischpflanzenpressaft oder Tropfen, können aufgrund entzündeter und angegriffener Schleimhäute unter Umständen schlechter vertragen werden. 

Bitte besprechen Sie eine Ernährungsumstellung bzw. die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln immer mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

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