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Frau in Hängematte

Gutes Bauchgefühl

7 Strategien für einen gesunden Darm

Stand: 13.02.2019

Den Darm verwöhnen –das ist gar nicht so schwer. Die wichtigsten Strategien für eine gesunde Körpermitte.

Unser Bauch hat ganz schön viel zu tun. Jede/r Zweite mutet ihm übermäßig viel Nahrung zu, die sich dann auch noch besonders gern rund um den Nabel ansiedelt. In nüchternen Zahlen: 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Und dieses Zuviel an Pizza, Brot und Kuchen muss das Verdauungssystem erst mal bewältigen.
Meist knurrt unser Magen auch nicht aus Hungergefühl, sondern weil er mit Entzündungsprozessen auf die vielen Inhaltsstoffe in der Nahrung reagiert. Die feine Balance unserer Darmbesiedelung mit Bakterien, des Mikrobioms, gerät besonders durch die vielen industriell verarbeiteten Lebensmittel aus dem Gleichgewicht. Und das wiederum fördert Übergewicht. Doch unser Bauch ist viel mehr als nur eine Verdauungsfabrik, er steuert hormonelle Prozesse, steht in direkter Verbindung zum Gehirn und entscheidet über unser Wohlbefinden. Dabei ist es gar nicht so schwer, dem Darm Gutes zu tun und beschwerdefrei zu bleiben oder zu werden. Sieben Punkte für einen gesunden Darm:

Der 7-Punkte-Plan:

1. Sich Zeit nehmen

Stress ist in vielerlei Hinsicht ungünstig. Mehr als 100 Millionen Nervenzellen steuern im Darm die Muskeln und den gesamten Verdauungsprozess. Kein anderes Organ reagiert so stark auf nervliche Anspannung wie der Darm. Die neuronalen Verbindungen regen eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen an, bei starkem Stress kann das Verdauungssystem seine Arbeit sogar ganz einstellen. Umgekehrt stabilisiert ein gesunder Darm auch unsere Psyche und beugt Depressionen vor. Entspannungstechniken, bewusstes „Runterkommen“, vielleicht mit einer kleinen Runde durch den Park, helfen. Sich Zeit nehmen heißt aber auch, sich den Mahlzeiten richtig zu widmen. Am Tisch sitzen, bewusst genießen und vor allem, ausreichend kauen. Denn im Mund findet schon eine Art Vorverdauung statt.

2. Mehr bewegen

Wer viel sitzt, macht auch seinen Darm träge. Bei Bewegung hingegen wird der Darm aktiviert. Nur direkt nach dem Essen sollte man keine anstrengenden Sportarten ausüben. Ein Spaziergang ist dagegen immer gut.

3. Unverträglichkeiten auf die Spur kommen

Wer ständig unter Blähungen und Bauchkrämpfen leidet, könnte auch an einer Lebensmittel-Unverträglichkeit leiden. Ein Ernährungstagebuch hilft, dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Beim Arzt kann man verschiedene Tests machen, etwa auf Lactose- oder Glutenunverträglichkeit (s. auch Thema "Besser ohne?").

4. Regelmäßig pausieren

Für viele ErnährungswissenschaftlerInnen liegt hier der Schlüssel zur Darmgesundheit. Denn noch nie hat der Mensch so viel Nahrung zur permanenten Verfügung gehabt. Besonders das Snacken belastet das Verdauungssystem. Dagegen gibt es eine ganz einfache Methode: fasten. Am besten regelmäßig, und da bietet sich das 16:8-Intervallfasten an.
Das bedeutet: Innerhalb von 8 Stunden kann man so viel essen wie man will, dann pausieren. Und zwar richtig, also auch ohne einen Tee mit Zucker am Abend oder Fruchsaft. So gönnt man „dem Organismus und dem Stoffwechsel eine lange Pause von der Verdauung“, erläutert Fastenexperte Prof.Andreas Michalsen (hier ein Interview mit ihm). 16 Stunden dauert die Auszeit idealerweise, das bedeutet etwa von 17 bis 9 Uhr. Der Naturmediziner erläutert: „In diesen Phasen, in denen man nichts isst, hat der Körper Gelegenheit, die Zellen zu reinigen. Dort lagern sich Abfallprodukte ab, wie beispielsweise deformiertes Eiweiß. Solange die Zellen zu tun haben, indem wir sie füttern, bleiben diese Reste einfach liegen.“
Übrigens: Intervallfasten ist auch eine ideale Abnehm-Methode ohne Jo-Jo-Effekt. Da man in den acht Stunden ganz normal isst, kommt der Körper nicht in ein Defizitgefühl. Prof. Michalsen: „Trotzdem holen die Übergewichtigen diese Kalorienmenge nicht wieder rein.“ Aber auch Schlanke profitieren, „der Gesundheitseffekt durch den Reparaturmechanismus der Zellen besteht auf jeden Fall. Selbst, wenn man nicht abnimmt.“ Ähnlich gut ist auch das 5:2-Intervallfasten. Dabei reduziert man die Nahrungsmenge an zwei Tagen in der Woche auf etwa 500 Kalorien mit besonders leichten Gerichten, wie etwa Gemüsesuppe. An den anderen Tagen isst man ganz normal.

5. Intervallfasten kombinieren mit gesundem Essen

Viele berichten, dass der Appetit auf frisches Gemüse und Vollkornprodukte beim Intervallfasten von ganz allein kommt. Tatsächlich ist es natürlich nicht sinnvoll, sich in den Essensphasen hauptsächlich von Fertiggerichten zu ernähren. Und nicht vergessen, ausreichend zu trinken. Mindestens anderthalb Liter müssen es am Tag sein. Die Verdauung braucht es, um die Nahrung zu verarbeiten, sonst droht Verstopfung. Ideal ist natürlich Wasser. Gerade, wenn man die Ernährung umstellt auf mehr Ballast- und Faserstoffe etwa aus Leinsamen, Haferflocken und viel frische pflanzliche Kost.

6. Hin und wieder eine Kur

Wer den Verdacht hat, dass seine Darmbesiedlung nicht optimal ist, etwa nach der Einnahme von Antibiotika, sollte es mit einer Darmkur mit Milchsäurebakterien versuchen. Diese Probiotika sind die Gegenspieler der schädlichen Keime. Dabei produzieren sie Substanzen, die schädliche Bakterien in ihrem Wachstum hemmen oder sie sogar abtöten. Durch Anlagerung der Probiotika an die Darmschleimhaut und Anregung der Schleimbildung verhindern sie, dass sich Krankheitserreger an der Darmwand ansiedeln und diese durchdringen. Unterstützend: ein frisch geriebener Apfel enthält Pektine, sie binden Giftstoffe und Flüssigkeit und wirken ausleitend.

7. Natürliche, sanfte Heilmittel verwenden

Antibiotika, Schmerzmittel und andere Arzneimittel schädigen den Darm. Bei akuten Beschwerden möglichst erst mal zu natürlichen Mitteln greifen. Heiltees zum Beispiel helfen hervorragend gegen viele Gesundheitsprobleme wie Blasenentzündungen, Magen- und Darmbeschwerden und Erkältungen.

Hier kommt Hilfe

Der Darm macht Probleme? Unser Experte Fred-Michael Blunck, Heilpflanzen- und Vitalstoffexperte, Inhaber des Reformhaus® Blunck in Lüneburg, empfiehlt:

Bei trägem Darm ist „Darmflora plus“ von Dr. Wolz mit vier Kulturen und 24 Milliarden Milchsäurebakterien sehr sinnvoll.

Nach einer Antibiotikakur bringt Sanatura "Darmflora Restore“ schnellen Erfolg.

Um den Darm zu unterstützen und auch bei Reizdarm, der häufig mit Verstopfungen einhergeht, empfehle ich „Darm-Flux“ von Salus. Es enthält nicht nur indische Flohsamenschalen, sondern zudem Curcumin oder Kurkuma, das auch die Verdauung unterstützt.

Linderung bei Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit bieten die praktischen Portionssticks „silicea Magen-Darm direct“ von Hübner.

Milchsäurekulturen und Mikronährstoffe in „Darm-Care Biotic Reizdarm“ von Salus lindern typische Symptome eines Reizdarms.

Im März finden in Ihrem Reformhaus® die „Ganzheitlich Wohlfühlen“-Wochen statt – mit besonders vielen Angeboten, mit denen Sie Leib und Seele Gutes tun können. Nicht nur unser Reformhaus® Experte Fred-Michael Blunck in Lüneburg weiß bei Ihren Fragen Rat, auch die ausgebildeten Fachkräfte in Ihrem Reformhaus® helfen Ihnen gerne weiter. Fragen Sie sie einfach.

GUT ZU WISSEN

Reizdarm - Mikroentzündungen verantwortlich

Lange war unklar, woher die Beschwerden beim Reizdarm kommen. Stress und psychische Belastungen wurden für quälende Verstopfung, Durchfall und Schmerzen verantwortlich gemacht. Eine kürzlich veröffentlichte Übersichtsstudie kommt zu einem anderen Schluss. Die vorliegenden Beweise sprechen dafür, dass zahlreiche kleine Entzündungen im Darm und auf Nervenebene als Auslöser und Verstärker von Reizdarmsymptomen verantwortlich sind – so das Fazit der Autoren. Eine antientzündliche Ernährung kombiniert mit Heilmitteln könnte eine geeignete Therapie darstellen.

Lesen Sie gleich weiter, was ein renommierter Fastenexperte zum Thema sagt: Interview mit Prof. Andreas Michalsen

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