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Der stille Feind im Körper

Stille Entzündungen als Gesundheitsrisiko

Stand: 10.04.2018 (10.04.2018)

Sie fühlen sich nicht so richtig fit, aber auch nicht krank. Vielleicht steckt eine stille Entzündung dahinter. Warum wir dieser heimlichen Gefahr unbedingt auf die Spur kommen sollten.

Nichts schwillt an, rötet sich oder schmerzt. Keine Wunde zeigt sich, keine Killerzellen Armee trotzt dem Angreifer. Diese Entzündung streckt uns auch nicht schlagartig nieder und wird sogleich mit heftigem Fieber ausgeschwitzt. Die stille Entzündung oder „Silent Inflammation“ brennt auf kleiner Flamme, unbemerkt verteilt sie sich im ganzen Körper. Es dauert oft lange, bevor sie sich deutlich bemerkbar macht.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass schon in wenigen Jahren chronische Entzündungen die Hauptursache für einen frühen Tod sein werden. Denn die heimlichen Vorgänge im Organismus stehen in direktem Zusammenhang mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und starkem Übergewicht.

Wo das Hauptproblem sitzt

Es ist klingt nicht höflich, aber Drumherumreden hilft nicht weiter: Hauptverursacher für stille Entzündungen ist das Bauchfett, die oft über lange Zeit angefutterte Wampe. Das sogenannte viszerale Fett legt sich wie ein Panzer nicht nur um den Magen, sondern auch um andere Organe, und es ist äußerst aktiv im Produzieren von Entzündungsstoffen (Interview). Pölsterchen an Hüfte, Oberschenkel und Gesäß sind dagegen unproblematisch. Wer sich einen kleinen oder großen Bauch zugelegt hat und gesund bleiben will, muss umlernen. Denn sein Körper befindet sich in einem andauernden, kräftezehrenden Abwehrkampf. Studien zeigen, dass ein permanent erhöhter Entzündungswert einen negativen Einfluss auf den Alterungsprozess hat. Die Enzyme des Immunsystems haben die Fähigkeit, den Verfall von Zellstrukturen aufzuhalten – außer sie sind ständig damit beschäftigt, sich selbst anzugreifen. Genau das passiert bei der stillen Entzündung.

Selbst Schlanke können von heimlichen Entzündungsprozessen betroffen sein. Winzige Störenfriede wie Umweltgifte, Feinstaub und Nikotin führen auf mikroskopisch feiner Ebene zu Entzündungsprozessen. Auch Depressionen und Stress gehören zu den Auslösern. Damit nicht genug. All diese Verursacher können sich multiplizieren. Denn wer gestresst ist, isst oft auch ungesünder. Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Krankheiten wie Rheuma, Parodontose oder Blasenentzündungen sind die inneren Alarmsysteme ebenfalls in Daueraktion. Deshalb können viele Strategien, die gegen die stillen Entzündungen positiv wirken, auch bei diesen Beschwerden hilfreich sein.

Gut zu wissen:

Die klugen Strategien des körpereigenen Abwehrsystems

Damit unerwünschte Eindringlinge gekonnt bekämpft werden, verfügen wir über zwei Abwehrsysteme. Die unspezifische Abwehr aus Leukozyten oder weißen Blutkörperchen patrouillieren permanent durch unseren Körper auf der Suche nach Feinden. Sie können aber auch mittels körpereigener Botenstoffe zu einem Einsatzort gerufen werden. Ihre Immunantwort ist nicht zielgerichtet. Diese Aufpasser vernichten alles, was sie nicht kennen. Sehr viel differenzierter reagiert die spezifische Abwehr. Sie bildet nach dem ersten Kontakt mit dem Eindringling Antikörper, die sich genau an der DNA des Gegners orientieren, um ihn dauerhaft zu erkennen und zu bekämpfen.

Diese Lebensmittel befeuern die Entzündungen

Bestimmte Lebensmittel fachen aufflackernde Entzündungen erst richtig an: Dazu zählt alles Süße, aber auch Weißmehlprodukte und Fleisch. Vor allem Schweinefleisch enthält viele entzündungsfördernde Substanzen. Besonders ungünstig ist, dass Nahrungsmittel mit unzähligen Extrastoffen künstlich angereichert werden, um den Geschmack zu verstärken, das Produkt fluffiger oder haltbarer zu machen. Je mehr davon in einem Lebensmittel enthalten sind, desto irritierter reagiert unser Darm. Aber auch Rückstände aus Pestiziden, Fungiziden und Schwermetalle stören das sensible Gleichgewicht. Leider landen auf der anderen Seite immer weniger frische, nicht verarbeitete Produkte in unserem Einkaufskorb.

Diese Lebensmittel wirken antientzündlich

Probiotika beispielsweise aus Naturjoghurt sind antientzündliche Lebensmittel par excellence. Denn sie enthalten die gesunden Bakterien, die unser Verdauungssystem so dringend braucht. Schließlich bildet sich im Darm das Immunsystem aus und hier werden zahlreiche Stoffwechselprozesse gesteuert. Auch die Präbiotika haben eine wichtige Funktion. Sie füttern die Bakterien, wie die es lieben: mit Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen aus Gemüse, Rohkost, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Salat.

Deshalb lautet die einfache antientzündliche Empfehlung: täglich drei Handvoll Gemüse essen. Beim Obst punkten vor allem Beeren wie Heidelbeeren, Erdbeeren und Himbeeren mit ihren entzündungshemmenden Flavonoiden oder sekundären Pflanzenstoffen. Sie machen Obst so gesund. Auch Zitrusfrüchte enthalten viele Antioxidantien. Und als vitaminreicher Saft sind Aronia- und Cranberrysaft besonders wertvoll. Genauso gut sind unsere heimischen Exoten wie Hagebutten und Sanddorn. Nüsse liefern hochwertige Fette. Eine Handvoll Mandeln, Cashewkerne, Wal-, Hasel- und Paranüsse sind die richtige Tagesdosis. Asiatische Mediziner schwören auf die entzündungshemmende Wirkung von Gewürzen wie Ingwer und Kurkuma.

Sport und Bewegung in den Alltag einbauen

Dreimal dreißig Minuten in der Woche – so viel sollten Sie mindestens in Bewegung sein. Es muss ja nicht immer die Joggingrunde sein. Ein fixer Spaziergang, die Treppe zur dritten Etage laufen, mit dem Fahrrad und nicht mit dem Bus zur Arbeit fahren – was fällt Ihnen ein, um mehr Bewegung in Ihren Alltag zu bringen? Denn Ziel ist es, den Kreislauf zu fordern. Das ist erreicht, wenn Sie leicht ins Schwitzen kommen. Neue Studien zeigen, dass gezielter Muskelaufbau und regelmäßige Dehnungsübungen auch dazugehören.

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