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Frauenbeine mit rot-weiß karierter Pyjamahose auf Klo sitzend

Blasenprobleme

Gereizt?

Stand: 29.08.2019 (29.08.2019)

Rund 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Blasenproblemen. Das kann sehr belastend sein, ist aber kein Grund zum Verzweifeln. Denn bei vielen Problemen kann man sich selbst helfen.

Ständiger Harndrang, ohne wirklich zu müssen, beim Lachen oder Husten gehen unvermittelt ein paar Tröpfchen Urin ab, eine Blasenentzündung macht das Wasserlassen zur schmerzhaften Erfahrung – Blasenbeschwerden sind weit verbreitet. Aber es gibt natürliche Wege, sie in den Griff zu bekommen und ihnen auch aktiv vorzubeugen.

Wie kommt es überhaupt zu einer Blasenschwäche?

Durch die Hormonumstellung während der Wechseljahre nimmt die Festigkeit der Muskulatur ab. Auch vermindert ein sinkender Östrogenspiegel den natürlichen Schutz der Blase gegen Keime.

Wer zu viele Pfunde mit sich herumträgt, sollte versuchen, etwas abzunehmen, denn auch Übergewicht kann die Beckenbodenmuskulatur überlasten und den Schließmuskel der Blase schwächen.

Schwangerschaften sind eine wunderbare Zeit im Leben einer Frau – doch manch eine hat danach mit einer Blasenschwäche zu kämpfen. „Zahlreiche Geburten können zu einer Senkung der Gebärmutter führen“, so Dr. Andrea Flemmer. Und das kann negative Folgen auf den Blasenschließmuskel haben. „Eine Blasenschwäche kann zudem infolge von häufigen Blasen-, Nierenbecken- oder Nierenentzündungen entstehen.“ Und nicht zuletzt können psychische Belastungen und Dauerstress zu einer Reizblase mit ständigem Harndrang führen.

Wie kann ich meine Blase stärken?

„Eine Heilkräuter-Kur mit Petersilienkraut und -wurzel, Hauhechelwurzel oder Goldrutenkraut (beide zum Beispiel in SALUS Harnsäurelöser-Tee) kann zur Stärkung einer schwachen Blase beitragen“, so Dr. Flemmer. „Auch Beckenbodentraining hilft oft – vor allem im Anfangsstadium – äußerst effektiv.“

Diese Übungen können Sie problemlos mehrmals täglich machen

  1. Ein Bein ganz leicht anheben, dabei Po, Bauch und Beckenboden anspannen, die Spannung drei bis fünf Sekunden halten, lockern, wiederholen – egal wo, ob in der Warteschlange im Supermarkt, unterwegs in der U-Bahn, morgens beim Zähneputzen oder wenn Sie im Büro am Kopierer stehen.
  2. Halten Sie beim Urinlassen den Strahl zwischendurch immer wieder mal kurz an, ehe sie ihn wieder bewusst laufen lassen.
  3. Ziehen Sie im Sitzen die Muskeln der Scheide und des Beckenbodens an. Die Spannung einige Sekunden halten, wieder lockern.

„Unterstützen Sie auch Ihre natürliche Immunabwehr“, betont Dr. Flemmer. Das kann man zum Beispiel durch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Ausreichend Schlaf und Achtsamkeit zum Ausgleich von Stress und innerer Anspannung tragen ebenfalls dazu bei, die Körperabwehr und damit auch die Blase zu stärken.

Wichtig: Viele Frauen trinken – aus Angst vor dem übertriebenen Urindrang – zu wenig. Das ist gut gemeint, aber völlig falsch: Denn Flüssigkeitsmangel kann viele körperliche Probleme begünstigen – und die Blase braucht den Wassernachschub ebenfalls als Training.

Was bei Blasenentzündungen helfen kann?

Blasenentzündungen werden durch Bakterien verursacht, die sich in den Blasenschleimhäuten einnisten. Die sollten möglichst rasch ausgespült werden.

Top-Duo Cranberrys + D-Mannose: Mit Cranberrys kann man einer beginnenden Blasenentzündung sehr gut begegnen. Die Beeren enthalten die natürlichen Farbstoffe Anthocycane und Proanthocyanidine. Diese Substanzen können dazu beitragen, dass die Bakterien leichter aus der Blase hinausgespült werden. Neigt man zu häufigen Blasenentzündungen, kann man Cranberry-Präparate auch vorbeugend einnehmen.

Auch mithilfe eines speziellen Zuckers, der sogenannten D-Mannose, lassen sich Blasenbeschwerden vorbeugen und im Anfangsstadium auch gut behandeln. Die D-Mannose ist ein glucoseartiger Zucker, der einfach ausgeschieden wird, vorher jedoch Bakterien an sich bindet und so mitausscheiden lässt. Studien belegen, dass der Einfachzucker bei Frauen mit Harnwegsinfekten eine ähnliche Wirkung zeigte wie ein herkömmliches Antibiotikum – dafür aber ganz ohne Nebenwirkungen und die Gefahr von Resistenzen. Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Cranberrys: Die lästigen Escherichia Coli-Bakterien werden daran gehindert, sich an der Blasenwand festzusetzen.

Eine Studie mit Alsiroyal Cranberry plus D-Mannose (Panchev et. Alt., 2012) zeigte sogar, dass das natürliche Mittel im Vergleich zu einem Antibiotikum Patienten mit einer akuten Blasenentzündung schneller zu einer Linderung der Symptome verhilft.

Viel trinken

Zudem sollte man bei einer Blasenentzündung viel trinken, um das Durchspülen der Blase zu unterstützen. Besonders gut geeignet sind Heiltees, wie zum Beispiel fertige Teemischungen, die als Blasen- und Nierentee angeboten werden.

Für warme Füße sorgen

Kalte Füße sind „Gift“ für die Blase, da sie die körpereigene Abwehr schwächen.

Tipp: Bei den ersten Symptomen einer Blasenentzündung ein ansteigendes Fußbad machen. Dazu in eine große Schüssel, in die beide Füße gut hineinpassen, etwa 33 Grad warmes Wasser geben. Zwei Eßlöffel Salz und drei Tropfen Zimtöl hineinrühren. Nun die nackten Füße hineinstellen und langsam alle zwei Minuten etwas heißes Wasser zugeben, bis die Temperatur von circa 40 Grad erreicht ist. Füße noch zehn Minuten im Bad lassen, dann gut abtrocknen und dicke Socken überstreifen.

Lesetipps

  • Dr. Andrea Flemmer, Blasenprobleme natürlich behandeln, Humboldt Verlag, 19,99 Euro

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