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Beine in Bestform

Venentipps für ein entspanntes Leben

Stand: 02.06.2017 (02.06.2017)

Im Sommer können schwere, geschwollene Fesseln und Füße, sichtbare Äderchen an den Beinen oder schmerzhafte Krampfadern die Freude an Shorts oder dem Sommerkleid vermiesen. Venenleiden sind eine Volkskrankheit und dabei mehr als ein rein optisches Problem. Wer  seine Beinarbeit  vernachlässigt,  riskiert Schmerzen und eine Thrombose. Doch mit unseren Venentipps laufen Sie entspannter durchs Leben.

Die Venen in unseren Beinen leisten Schwerst- arbeit: Unermüdlich pumpen sie tagtäglich rund 7.000 Liter Blut zum Herzen – entgegen der Schwerkraft. Kaum verwunderlich, dass Venenprobleme weit verbreitet sind: Laut Bonner Venenstudie lassen sich bei rund 90 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Venenveränderungen feststellen – junge Frauen mit vereinzelten Besenreisern gehören dazu, aber auch 80-jährige Männer mit ausgeprägten Krampfadern.

Venenleiden beginnen meist ganz harmlos: Nach einem langen Tag fühlen sich die Beine etwas schwer an, sie sind vielleicht auch mal ein bisschen geschwollen. Aber das gibt sich meist, wenn wir dann entspannt die Beine hochlegen. Doch Vorsicht: Müde, geschwollene Beine können erste Anzeichen für den Beginn eines chronischen Venenleidens sein. Denn die Schwellung ist die Folge von Blut und Flüssigkeit, die durch bereits etwas durchlässig gewordene Venenwände in das umliegende Gewebe ausgetreten sind.

Die Venenwände können porös werden, wenn zu viel Druck auf sie ausgeübt wird. Das passiert immer dann, wenn zu viel Blut in den Beinen bleibt und nicht, wie es bei gesunden Menschen in der Regel der Fall ist, zurück zum Herzen gepumpt wird. Der Druck auf die Gefäßwände kann unbehandelt das Beingewebe schädigen. Wird die Durchblutung gestört, lässt die Sauer- und Nährstoffversorgung nach. Deshalb sollten wir frühzeitig vorbeugen – und bei ersten Beschwerden aktiv entgegenwirken.

Gut zu wissen

No-Gos für die Venen

  • Rauchen: Nikotingenuss verengt die Adern – auch die der Beine.
  • Falsches Schuhwerk: Hohe Absätze und Schuhe mit unflexibler Sohle können natürlich sehr schön aussehen – doch sie sind alles andere als venenfreundlich. Daher nicht ständig tragen, besser häufiger in bequeme Schuhe schlüpfen oder barfuß laufen.
  • Einschnürende Kniestrümpfe: Alles, was in den Beinen den Blutfluss abschnüren kann, fördert Venenprobleme.
  • Hitzestau: Wer bereits zu Krampfadern neigt, sollte mit Saunabesuchen und intensiven Sonnenbädern vorsichtig sein. Ein Hitzestau in den Beinen kann das Problem verstärken.

Tipp: Messen Sie mal nach: Ist Ihr Knöchelumfang abends um mindestens 1,5 cm weiter als am Morgen? Dann sollten Sie Ihren Heilpraktiker oder Arzt ansprechen. Die Ursache könnten Venenprobleme sein.

Das tut den Beinen gut

Die Gefäße trainieren

Beenden Sie Ihre Dusche am Morgen mit einem kalten Wadenguss. Hartgesottene dehnen den Guss bis auf die Oberschenkel aus. Auch morgendliche Abreibungen mit einem LuffaSchwamm fördern die Durchblutung, entlasten die Beine und sind ein prima Training für die Gefäße.

Beine hochlegen

Nicht nur abends, sondern ruhig auch immer mal im Laufe des Tages die Beine für einige Minuten hoch lagern. Im Büro kann man das „unsichtbar“ tun, indem wir die Füße auf den Papierkorb unter dem Schreibtisch legen.

Die Venen stützen

Wer viel und lange stehen muss oder auch stundenlang unbeweglich sitzt, sollte häufiger leichte Stützstrümpfe tragen. Moderne Produkte fallen heute gar nicht mehr auf – sie sehen fast aus wie normale Kniestrümpfe oder Seidenstrumpfhosen. Auch bei langen Bahn-, Bus- und Flugreisen unbedingt venenunterstützende Strümpfe überstreifen. Wer bereits ausgeprägte Krampfadern hat, sollte sich von seinem Heilpraktiker oder einem Phlebologen beraten lassen, inwieweit medizinische Stützstrümpfe, die individuell angepasst werden, sinnvoll sind.

Ausreichend trinken

Trinken Sie mindestens zwei Liter pro Tag, denn Flüssigkeitsmangel kann auch das Blut verdicken – und das erschwert den Venen dann die Pumparbeit. Auch das Risiko für kleine Blutgerinnsel ist erhöht.

Beine massieren

Streichen Sie mit kräftigen Bewegungen Ihre Beine aus und kneten Sie auch Oberschenkel, Waden und Füße kräftig durch – am besten abends. Das wirkt angenehm entspannend und lockernd, fördert den Lymph- und Blutfluss.

Pflanzliche Gefäßschützer

Als Gefäßschutz von innen wirken Extrakte aus Rotem Weinlaub, die es in Kapselform gibt. Die Flavonoide des Roten Weinlaubs stärken die Venenwände und fördern die Durchblutung bis in die kleinsten Verästelungen der Gefäße.

Kühlen und Pflegen

Erfrischende, kühlende Bein-Gele, zum Beispieöl mit Rosskastanie, Rotalgen und Schafsbockkraut, werden meist als sehr angenehm empfunden. Sie können leichte Schwellungen und Besenreiser mindern. Tipp für warme Tage: Sprühen Sie müde Beine mit einem frischen Pfefferminz-Pflanzenwasser ein, das Sie im Kühlschrank vorgekühlt haben. Zur gezielten Venenstärkung Hamameliswasser mit ätherischem Zedernöl vermengen. Mobilisierend und pflegend wirkt auch Beinpflege mit Extrakten aus Rotem Weinlaub, Arnika und Kampfer.

In Bewegung bleiben

Kleine Venengymnastik-Einheiten lassen sich ganz einfach in den Alltag einbauen. Machen Sie jeden Tag mindestens zwei der Übungen – morgens im Bett, tagsüber im Büro oder abends vor dem Fernseher

Luftradeln: Legen Sie sich auf den Rücken, strecken Sie die Beine in die Luft und radeln Sie einige Minuten lang in der Luft.

Zehengymnastik: Strümpfe ausziehen und barfuß mit den Zehen ein kleines Handtuch vom Boden aufheben.

Igelball-Massage: Rollen Sie mit dem nackten Fuß einen Igelball hin- und her.

Tipp: Einen Igelball finden Sie auch im  „Reformhaus® activate your life“-Turnbeutel, in teilnehmenden Reformhäusern oder unter www.reformhaus-shop.de. Neben dem Massageball enthält der Beutel auch eine Faszienrolle, mehrere Latex- und Rubber-Bänder für das Training für mehr Kraft und Beweglichkeit. Und dazu ein kleines Booklet mit einfachen Übungen und vielen nützlichen Tipps.

Fußwippe: Im Sitzen oder im Stehen (zum Beispiel beim Zähne putzen) die Füße auf und ab wippen, von der Ferse auf die Fußspitzen und zurück auf die Ferse, dabei dann die Zehen nach oben recken.

Beinkreisel: Strecken Sie im Sitzen erst das rechte Bein nach vorne aus und beschreiben Sie mit dem Fuß zwei Minuten lang kleine Kreise. Dann Beinwechsel.

Fünf Risiko-faktoren für Krampfadern & Co.

Familiäre Vorbelastung

Haben Ihre Eltern Krampfadern? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst dazu neigen, besonders hoch – vor allem, wenn beide Elternteile darunter leiden. Sprechen Sie in diesem Fall Ihren Heilpraktiker oder Hausarzt darauf an und achten Sie darauf, Ihre Beinvenen in Schwung zu halten.

Übergewicht

Zu viele Pfunde begünstigen Bluthochdruck in den Beinvenen. Denn das Blut muss nicht nur gegen die Schwerkraft, sondern auch gegen das Übergewicht gepumpt werden: Schwerstarbeit für die Beinvenen! Versuchen Sie daher, ein wenig leichter zu werden, davon profitieren nicht nur Ihre Beine …

Mangelde Bewegung

Wer viel sitzt oder starr steht, belastet seine Beinvenen. Denn bei Untätigkeit ist die Muskelpumpe in den Beinen inaktiv. Verbrauchtes Blut bleibt länger in den Beinen und drückt von Innen gegen die Venenwände. Starten Sie doch gleich mit unseren Tipps für Bein- und Venengymnastik (siehe Seite 53).

Lebensalter

Bereits ab Mitte 40 steigt das Risiko für Venenerkrankungen. Schauen Sie sich Ihre Beine regelmäßig kritisch an, achten Sie auf frühe Warnsignale wie geschwollene Beine, unerklärliche Schmerzen in den Beinen. Sprechen Sie dann mit Ihrem Heilpraktiker oder Hausarzt.

Schwangerschaft

Das schöne Ereignis, Mutter zu werden, geht natürlich mit einer hormonellen Umstellung und zunehmenden Körpergewicht einher. Auch wird der Blutkreislauf erweitert. Deshalb können während einer Schwangerschaft die Venen in Mitleidenschaft gezogen werden. Legen Sie häufig die Beine hoch, tragen Sie zur Entlastung leichte Stützstümpfe, machen Sie regelmäßig Venengymnastik. 

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