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Eine rothaarige Frau

Alles eine Frage der Balance

Übersäuerung, ade!

Stand: 16.04.2019 (01.04.2019)

Ob wir uns rundum wohlfühlen in unserer Haut oder müde und abgeschlagen sind sowie obendrein noch Schmerzen haben, hängt oft vom Grad der Übersäuerung unseres Körpers ab. Wie die Säure-Basen-Balance wiederhergestellt und vor allem langfristig gehalten werden kann, darum geht es hier. Mit der richtigen Ernährung und schnellen Rezepten für die innere Entgiftung, mit wohltuender Pflege für die Haut und mit Tipps zur Entspannung, damit auch die Seele ausgeglichen schwingt.

Wenn alles gut läuft, ernähren wir uns so, dass wir nicht nur alle notwendigen Vitamine, Nährstoffe, Spurenelemente und sekundären Pflanzenstoffe zu uns nehmen, sondern dass wir unser Essen auch so aussuchen, dass sich bei der Verstoffwechselung Säure und Basen die Waage halten. Ein Blick zurück zeigt: Unsere Urahnen sammelten Früchte, Nüsse, Wildpflanzen und aßen selten Fleisch oder Eier. Da war der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht.
Und heute? Meist muss es schnell gehen, Kaffee oder Energiedrink müssen für einen Powerschub sorgen, Fleisch und Getreideprodukte sind immer reichlich im Angebot. Diese Ernährungsweise zusammen mit Stress und seltenen Ruhemomenten bringt auf Dauer diese Balance in Schieflage. Und das kann die Nährstoffversorgung beeinträchtigen.

Das Wunderwerk Körper ist allerdings so ausgestattet, dass es über ein Selbstreinigungsprinzip verfügt. Das Blut kann einen Teil der Säure neutralisieren. Auch über den Atem und die Haut wird der Säure-Basen-Haushalt reguliert. Den Rest besorgen die Nieren, die alles Überschüssige über den Urin ausscheiden. Im Normalfall. Nehmen wir aber zu viele stark säurebildende Lebensmittel zu uns, leidet darunter unsere Energie. Erste Anzeichen von Übersäuerung: ständige Müdigkeit, Völlegefühl und
andere Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Blähungen oder Verstopfung, Mundgeruch, starkes Schwitzen oder auch Übergewicht. Eine länger anhaltende Übersäuerung kann Schmerzen vom Kopf bis in die Muskeln begünstigen, Arthrose verursachen, Bindegewebserkrankungen, Gicht und auch Knochenabbau fördern.

Damit es so weit gar nicht kommt, ist eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse wichtig. Erste Maßnahmen zur Abhilfe können sein: immer mal wieder zwischendurch für ein, zwei Wochen auf Chips oder Süßes verzichten, täglich viel Kräutertee, ungesüßte Saftschorlen und Wasser, aber keinen Alkohol trinken. Basenbäder und Bürstenmassagen helfen, Überschuss-Säuren über die Haut loszuwerden. Außerdem sind Mußestunden empfehlenswert: abschalten, nur an sich denken, eine Stunde tun, was man wirklich gerne tun möchte und nicht tun muss. Im Folgenden finden Sie für alles unsere Empfehlungen

Die Zitrone schmeckt sauer, aber sie macht nicht sauer (und auch nicht lustig, wie das
Sprichwort verheißt). Denn ob ein Lebensmittel sauer verstoffwechselt wird, hängt nicht von seinem Geschmack ab. Basisch dagegen hat gar keinen spezifischen Geschmack. 80 Prozent der Ernährung sollten basisch sein. Die folgende Tabelle führt die wichtigsten Lebensmittel und ihren Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt auf

Prima!

  • Alle Obstsorten einschließlich Trockenfrüchte sowie Avocado und Oliven. Außerdem Gemüse, Salat, Kräuter, alle essbaren Pilze, Sprossen und Keime.
  • Hirse, Quinoa, Buchweizen, Amarant, Maronen, Mandeln.
  • Kräutertees, grüne Smoothies, Wasser, ungesüßte Obstsäfte als Schorle, Soja- und Mandeldrink.

Nur selten essen

  • Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Milchprodukte wie Joghurt und Käse, Vollkornprodukte.

Bitte meiden

  • Kaffee, Alkohol, Limos und gezuckerte Milchshakes, schwarzer Tee, Wurstwaren, Zucker und Süßes (auch Süßstoffe), Weißmehlprodukte wie Pasta, Brot, Cornflakes. Fertigprodukte und Fast Food, salzige Knabbereien.

Leckere Rezeptideen für die basische Küche: Probieren Sie mal unsere Mangoldsuppe mit Quinoa und Avocado mit Ei aus dem Ofen!

Die basischen Top 10

Wildkräuter und Gemüse, die besonders viele Mineralstoffe, Bitterstoffe oder Vitamine enthalten, neutralisieren Säuren

1. Brennnessel – reich an Mineralien und Vitamin C; fördert die Entgiftung
2. Löwenzahn – viel Eisen sowie voll wertvoller Bitterstoffe
3. Petersilie – sehr kaliumreich
4. Gerstengras oder Weizengras – sehr mineralienreich mit hohem Chlorophyll-Anteil
5. Schwarzer Rettich – Senföle und Vitamin C sind gut fürs Bindegewebe
6. Grünkohl – enthält viele Vitamine
7. Spinat – vitaminreich
8. Trockenfeigen – viel Kalium, Calcium und Eisen sowie Ballaststoffe
9. Gurken – stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe
10. Fenchel – vitamin- und mineralienreich

Haut

Alles muss raus!

Auf jedem Quadratzentimeter Haut befinden sich 200 bis 400 Schweißdrüsen. Und unser Körper hat zirka zwei Quadratmeter Haut mit mehreren Hunderttausend Schweißdrüsen, die täglich rund einen halben Liter Flüssigkeit ausscheiden und damit auch Stoffwechselprodukte, die den Körper belasten könnten. Diese natürliche Reinigungsfunktion der Haut können wir nutzen und zudem aktiv unterstützen.
Basische Bäder, Duschen oder Fußbäder regen nicht nur die Entsäuerung an, sie sorgen auch für samtweiche Haut ohne Pickelchen. Noch intensiver können die basisch-mineralischen Wirkstoffe aktiv werden, wenn Sie mit einer Bürstenmassage den Kreislauf und Stoffwechsel anregen. Mit langen, kreisenden Bewegungen zuerst vom Fuß bis zum Oberschenkel, danach über den rechten, dann den linken Arm mit einer trockenen Bürste kreisförmig streichen. Es folgen Schultern, Brust und Bauch sowie der Rücken. Eine Abreibung mit Apfelessig hilft der Haut ebenfalls beim Entgiften. So geht‘s: Handtuch in heißes Wasser tauchen und auswringen, 1 TL Apfelessig auf dem Tuch verteilen und damit den Körper abreiben. Die Reihenfolge ist wie bei der Bürstenmassage oben von den Füßen Richtung Herz.

In Balance mit Produkten aus dem Reformhaus®

Ganzheitlich für eine bewusste Balance

Auch über die Haut scheiden wir Stoffwechselprodukte aus. Das Naturkosmetikprodukt MeineBase®, ein basisch-mineralisches Körperpflegesalz mit einem pH-Wert von 8,5, unterstützt diesen Prozess. Und nicht nur dieses Badesalz: Die Traditionsmarke P. Jentschura® hat ein ganzheitliches Produkt-Ensemble für eine bewusste Balance konzipiert, um Schönheit, Gesundheit, aber auch die geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit nachhaltig optimal zu unterstützen. Jentschura’s BasenKur® setzt sich zusammen aus dem wohltuenden 7x7® Bio-KräuterTee, dem omnimolekularen 100-Pflanzen-Lebensmittel WurzelKraft® und – eben! – Meine Base®. Diese Kur ist eine moderne, effektive und nachhaltige Form der aktiven, basischen Lebensführung.

Viel trinken hilft beim Entsäuern

Mit den Basen-Aktiv Tees® von Salus können Sie entspannt etwas für den Säure-Basen-Haushalt tun. Die Rezepturen sind fein aufeinander abgestimmt und enthalten wertvolle basische Bio-Kräuter. Der Basen-Aktiv Tee® N°1 überzeugt mit wohltuend mildem Geschmack nach gesunden Kräutern. Der zweite Tee aus dem Sortiment – der Basen-Aktiv Tee® N°2 – erfrischt mit einer würzigen und mediterranen Note. Die Tees sind ohne Aromen, Konservierungs- oder Farbstoffe hergestellt. Da die Tees zur Daueranwendung geeignet sind, sind sie in einer praktischen Großpackung mit 40 Filterbeuteln erhältlich. Viel trinken spült obendrein die Nieren durch und sorgt auch dadurch für gesunde und natürliche Entsäuerung.

Natürliche Hilfe bei Sodbrennen

Kennen Sie das auch? Das säuerliche Aufstoßen nach einer üppigen Mahlzeit? Dagegen gibt es eine ganz natürliche Hilfe: der Naturreine Pflanzensaft Kartoffel von Schoenenberger® mit der vollen Komplexität der bioaktiven Inhaltsstoffe der Kartoffel. Die Kartoffelpflanze enthält wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. In der Volksmedizin wird der Pflanzensaft aus den rohen Knollen auch als bewährtes Mittel gegen Sodbrennen und lästiges Aufstoßen eingesetzt. Die im Presssaft der Kartoffel enthaltenen Schleimstoffe bilden eine Art Schutzfilm an den empfindlichen Schleimhäuten von Magen und Darm. Gleichzeitig bindet der Kartoffelsaft überschüssige Magensäure besonders mild und unterstützt so schonend die Magenfunktion.

Traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Sodbrennen ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Ausgeglichen und vital

Zu einer gesunden Säure-Basen-Balance gehört auch die Ausgewogenheit von Mineralstoffen. Da der Körper diese nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Ernährung aufgenommen werden. Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Kombination von Mineralstoffen und Spurenelementen bietet BASIS BALANCE® MINERALSTOFFE PUR von Hübner. Es unterstützt viele wichtige Funktionen im Körper, um die Vitalität und Ausgeglichenheit zu erhalten. Stress und schneller Lebensstil können die Säure-Basen-Balance durcheinanderbringen. Das Pulver balanciert den Säure-Basen-Stoffwechsel bei ernährungsbedingter Übersäuerung aus und trägt zu einem normalen Kohlenhydrat- und Fettsäurestoffwechsel bei.

Seele

Auch die Seele braucht jetzt Ruhe

Andauernder Stress wirkt sich negativ auf die Säure-Basen-Bilanz aus. Die Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin beeinflussen unseren Stoffwechsel. Außerdem verspannen sich die Muskeln in stressigen Zeiten. Auch das kann bewirken, dass Säure schwerer abgebaut wird. Deshalb sind entspannende Momente extrem wichtig für das Wohlbefinden. Wichtig ist auch, nach Bädern oder Abreibungen Ruhezeit einzuplanen oder sie vor dem Schlafengehen anzuwenden, damit der Körper genug Zeit zur Regeneration hat.
Diese Atemübung, die im Liegen ausgeführt wird, hilft, verspannte Atmung zu lockern und in einen ruhigen Atemfluss zu kommen: Auf den Rücken legen, Handflächen auf dem Unterbauch oberhalb der Beckenknochen platzieren, sodass Sie die Atembewegung fühlen können. Mit geschlossenem Mund durch die Nase tief in den Bauch atmen, Luft 5 Sekunden anhalten und dann ganz langsam durch den Mund entweichen lassen. Nach dem kompletten Ausatmen wiederum 5 Sekunden warten, ehe Sie erneut einatmen. 5-mal wiederholen.
Auch Musik kann sehr entspannend wirken – ganz gleich, ob wir sie hören und selber machen. Wer kein Instrument spielt, kann einfach mal auf dem Tisch trommeln oder singen. Die Verbindung mit der Natur ist ebenfalls eine gute Möglichkeit abzuschalten. Gönnen Sie sich zwei- bis dreimal in der Woche einen Gang in den Stadtpark oder in den Wald und achten Sie dort bewusst auf die Naturgeräusche: Laubrascheln, Vogelgezwitscher, den Wind. Keine Zeit, extra wegzugehen? Dann nehmen Sie sich wenigstens fünf Minuten, setzen sich still und mit geradem Rücken auf einen Stuhl, schließen die Augen und stellen sich eine Landschaft vor, in der Sie sich besonders wohl fühlen. Malen Sie sich alles aus: Sonne auf der Haut, warmen Sand, gluckernde Wellen …
Denken Sie auch an ausreichend Schlaf, wenn Sie Ihre Säure-Basen-Balance wiederherstellen wollen. Schlaf ist immer noch die beste Quelle der Regeneration. Wichtig: nicht zu spät ins Bett, für Frischluft im Zimmer sorgen, mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen die letzte Mahlzeit genießen. Und im Bett sind Handy oder Tablet tabu, weil das blaue Licht, das davon ausstrahlt, die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt.

Zum Weiterlesen

  • Dr. med. Eva-Maria Kraske: Säure-Basen-Balance, Gräfe und Unzer, 14,99 Euro; Ratgeber über alles Wissenswerte zum Thema inklusive 8-Tage-Kur zur effektiven Entsäuerung mit Rezepten, Anwendungen und Übungen. Unsere Atemübung (s. unten) stammt aus diesem Buch.
  • Prof. Dr. Jürgen Vormann, Angelika Ilies: Expresskochen Säure-Basen, Gräfe und Unzer, 16,99 Euro; alltagstaugliche Rezepte, die in 30 Minuten auf dem Teller sind. Unsere Rezepte (s. Verlinkungen oben) stammen aus diesem Buch.
  • Elisabeth Fischer: Säure-Basen-Küche für jeden Tag, Kneipp Verlag, 20 Euro; Ursachen und Abhilfe bei Übersäuerung, plus Rezepte, Tabellen und viele Tipps.

Kennen Sie zu diesem Thema auch bereits das Interview mit der Diplomökotrophologin und Ernährungsberaterin Monique Proske "Gemüse ist mehr als eine Beilage"?

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