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Frau mit Vitamin-D-Mangel

Risikogruppe? Alle!

Mangelware Vitamin D

Stand: 09.03.2018

Unglaubliche 80 Prozent der Deutschen sind jetzt am Ende des Winters unterversorgt mit Vitamin D. Dabei ist es unverzichtbar für viele Stoffwechselvorgänge und stabile Knochen.

Fühlen Sie sich schlapp, abgeschlagen und müde? Oder haben Sie Muskelschmerzen, die Sie sich überhaupt nicht erklären können? Möglicherweise fehlt Ihnen Vitamin D. Ein Mangel daran stört auf vielfältige Art die feinen aufeinander abgestimmten Abläufe im Organismus. Und gerade jetzt ist der Vitamin-D-Spiegel extrem niedrig. Denn dieses besondere Vitamin bildet sich zwar von allein in der Haut, allerdings nur, wenn die Sonne in einem besonderen Winkel scheint – was nur zwischen Mai und August gegeben ist. Seit Monaten kann deshalb der Speicher nicht mehr über die Sonne gefüllt werden. Vor allem die Norddeutschen haben im Winterhalbjahr viel zu wenig Vitamin D im Blut. Doch selbst im Sommer kommen nur wenige an die idealen Werte heran. Die sinnvollen Sunblocker blockieren auch die Vitamin-D-Aufnahme.

Die zweite Möglichkeit für den Körper, an Vitamin D heranzukommen, ist die Nahrung. Doch das reicht nicht, wie Studien zeigen (siehe Interview). Für VegetarierInnen und VeganerInnen ist es gar nicht möglich, über die Nahrung auf akzeptable Werte zu kommen. Die sollten sich auf jeden Fall beim Arzt testen lassen.

Das bewirkt Vitamin D im Körper

Bei Sonnenbestrahlung wird folgender Vorgang in Gang gesetzt: In der Haut wird zunächst eine Vorstufe, das Cholecalciferol, gebildet, das dann in der Leber zu Vitamin D 3, dem Calcidol, umgewandelt wird und in den Blutkreislauf gelangt. Es reist als leicht verändertes Vitamin D 3, dem Calcitriol weiter und wird zum Teil in Fettgewebe sowie Muskeln eingelagert. Man unterscheidet unter anderem eine Zirkulations- und Speicherform. Bei einem Bluttest wird nur das zirkulierende Vitamin D 3 untersucht, das noch nicht in ein aktives Hormon umgewandelt wurde.

Das D-Hormon wird vor allem für die Kalziumaufnahme im Darm und für den Knochenaufbau benötigt. Fehlt es, kann sich keine neue Knochensubstanz einlagern. Der Körper ist deshalb immer bestrebt, den Kalziumspiegel konstant zu halten. Paradoxerweise behilft er sich, indem er aus vorhandenen Knochenstrukturen Kalzium herauslöst. Das gesamte Skelett kann brüchig werden und Osteoporose entstehen.

Aber das D-Hormon ist noch an anderen Prozessen beteiligt: Es hilft bei der Kommunikation im Immunsystem, und es ist wichtig für die embryonale Entwicklung im Mutterleib. Außerdem unterstützt es die Funktionen der Bauchspeicheldrüse und gehört mit zu den Signalgebern für unsere Gefühlswelt.

Mit einem Vitamin-D-Mangel werden deshalb zahlreiche Erkrankungen neben Knochenschwund und einer verringerten muskulären Funktion in Verbindung gebracht. Darunter Infektionskrankheiten, verschiedene Krebsarten, Autoimmunkrankheiten, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Periphere arterielle Verschluss-Krankheit (PaVK).

Gut zu wissen

Das alles kann ein Vitamin-D-Mangel auslösen:

  • Konzentrationsprobleme
  • Depressionen
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Haarausfall
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen 

Nur der Hering bringt's

So viel müssten Sie jeweils essen oder trinken, um auf Ihre tägliche Vitamin-D-Dosis zu kommen:

  • 2 Heringe
  • 1 Packung Seelachs (400g)
  • 16 (weichgekochte) Eier
  • 3 Kilo Hartkäse
  • 24 Liter Milch
  • 3 Kilo Steinpilze
  • 3,5 Kilo Champignons 

Nur in diesen wenigen pflanzlichen Produkten ist nennenswertes Vitamin D2 enthalten. D2 wird aber nicht so einfach vom Körper umgewandelt wie D 3. Das vegane Vitamin D3 in Präparaten wird meist aus Flechten und Pilzen gewonnen.

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