Acerola enthält viel Vitamin C ©p-fotography - stock.adobe.com

Warum wir Vitamin C brauchen

Unser Verbündeter im Kampf gegen Erkältungen

Stand: 30.09.2020 (30.09.2020)

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Herbstzeit ist Erkältungszeit. Wie gut, dass wir unsere Abwehr mit den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen beim Kampf gegen Viren und Bakterien unterstützen können. Unser Verbündeter im Kampf gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit ist Vitamin C. Denn es fängt nicht nur freie Radikale im Körper ab, sondern unterhält auch ausgezeichnete Verbindungen zu unserem Immunsystem. Zwar kommt es reichlich in frischem Obst und Gemüse vor, aber Vitamin C ist eine ziemliche Diva und möchte entsprechend behandelt werden, damit es wirkt.

Vitamin C steckt in vielen Lebensmitteln. Einigen wird es sogar noch zugefügt. Müssen wir uns also gar nicht darum sorgen, zu wenig abzubekommen? Nicht ganz! Zwar wird Vitamin C oder Ascorbinsäure vielen Fertigprodukten als Konservierungsmittel (E 300) zugesetzt. Doch die industriell in großen Mengen hergestellte Ascorbinsäure wird mit gentechnisch veränderten Organismen produziert und vom Körper schlechter verwertet. Deshalb verbessern diese Industrieprodukte keinesfalls unsere Vitamin-C-Bilanz. Außerdem wird immer weniger mit frischen Lebensmitteln gekocht und viele Menschen ernähren sich nicht ausgewogenen mit frischem Obst, Gemüse sowie Vollkornprodukten. Soweit die schlechten Nachrichten.

Die gute: Wir können unsere Vitamin-C-Balance mit frischem Obst und Gemüse ordentlich aufpolieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt z. B. täglich 200 g Rohkost und 250 g Obst. Wichtig: In Obst und Gemüse, das konventionell angebaut wird, stecken weniger Vitamine als in Bio-Lebensmitteln.

Auch unsere eigene Konstitution entscheidet über die Vitamin-C-Aufnahme. Wer unter chronischen Erkrankungen wie Diabetes, entzündlichen Darmerkrankungen oder wiederkehrenden Infektionen leidet, kämpft mit einer gestörten Aufnahme- oder Resorptionsfähigkeit von Vitaminen und hat einen erhöhten Bedarf. Auch Schwangere und Stillende sowie Gestresste brauchen mehr Vitalstoffe. Deshalb sind viele mit diesem essentiellen Mikronährstoff nicht in geeignetem Maß durch die Nahrung versorgt und es empfiehlt sich eine ausreichende Ergänzung mit qualitativ hochwertigen Supplements, die Sie in Ihrem Reformhaus® finden. Lassen Sie sich ganz individuell von den top ausgebildeten Reformhaus® Fachkräften beraten.

Nebenbei: Interessant ist eine Studie der Universität in Richmond. Sie zeigt, dass PatientInnen, die mit einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) im Krankenhaus beatmet werden mussten, mit einer hochkonzentrierten Lösung an Vitamin C geholfen werden konnte. Ähnlich wie bei einem Covid-19-Verlauf, bei dem PatientInnen beatmet werden mussten. Sie konnten schneller die Intensivmedizin verlassen. Wie wir und womit wir am besten unseren Vitamin-C-Spiegel ganzheitlich gesund ins Lot bringen? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Warum brauchen wir Vitamin C?

Kaum ein Vitamin ist so wichtig für das Immunsystem wie Vitamin C. Es schützt Zellen vor oxidativem Stress und gilt als eines der wichtigsten Antioxidantien. Mangelt es, kommt es vermehrt zu DNA-Mutationen, die wiederum im gesamten Körper Fehlfunktionen auslösen. Wie das aussieht, weiß man von Seereisenden, die auf dem Schiff zu wenig vitamin-C-haltige Kost bekamen. Die Folge: Sie litten unter Skorbut – die Gefäßwände werden brüchig, innere und äußere Blutungen führen schließlich zum Tod.

Deckt man hingegen den Bedarf des Körpers an Vitamin C, trägt es bei vielen zur Verringerung von Müdigkeit bei. Es schützt die Arterien vor Verkalkung, die Augen vor Erkrankungen und ganz wichtig: Es stärkt das körpereigene Abwehrsystem auf fast allen Ebenen. Das Strukturprotein ist am Aufbau des Bindegewebes beteiligt. Außerdem unterstützt der saure Stoff das vegetative Nervensystem, zahlreiche Stoffwechselprozesse sowie den Cholesterin- und Fettstoffwechsel.

Da Vitamin C auch an der Bildung von Nervenstoffen beteiligt ist, wirkt eine ausreichende Versorgung positiv auf die Seelenlage. Außerdem erhöht Vitamin C die Aufnahme, also Bioverfügbarkeit von Eisen im Organismus. Wir brauchen übrigens ständig Nachschub an Vitamin C, da der Körper Ascorbinsäure nicht speichern kann. Noch nicht überzeugt davon, dass Sie sich um Ihren Vitamin-C-Spielgel kümmern sollten? Vielleicht überzeugen Sie die Studien des amerikanischen Linus-Pauling-Instituts. Es hat herausgefunden, dass ein hoher Vitamin-C-Spiegel im Blut bei vielen Menschen sogar ein klarer Indikator für ein langes Leben ist.

Wo steckt viel Vitamin C drin?

Heimischer Spitzenreiter ist die Hagebutte. In 100 g der roten oder orangen Früchte stecken 1250 mg Vitamin C – mit ein bis zwei Hagebutten hat man schon den Tagesbedarf gedeckt. Schade, dass wohl nur sehr wenige von uns die Heckenrosen naschen. Unter den Exoten ist die Acerola Kirsche aus Süd- und Mittelamerika mit sagenhaften 700 bis 5.000 mg pro 100 g dabei. Die Menge schwankt stark je nach Qualität und Reifegrad der geernteten Früchte. Zum Glück müssen wir auch hierzulande nicht auf die Powerfrucht verzichten. Weiterverarbeitete Früchte sind in diesem Fall sogar besser. Sie werden nach der Ernte entweder schonend getrocknet oder schockgefroren. Beides führt dazu, dass der Wirkstoffgehalt höher und vor allem garantiert ist.

Wer braucht wie viel?

Eine grobe Einteilung: für eine gesunde, normalgewichtige Frau mittleren Alters liegt der Bedarf täglich bei 95 mg Vitamin C pro Tag, beim entsprechenden Mann etwas höher bei 110 mg. Je höher das Gewicht, desto mehr Vitamin C verbraucht der Organismus. Der Bedarf steigt für Schwangere auf 105 mg und bei Stillenden auf 125 mg Vitamin C pro Tag. RaucherInnen sowie PassivraucherInnen haben einen wesentlich größeren Tagesbedarf von 135 mg (Frauen) beziehungsweise 155 mg (Männer) pro Tag. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum ist ein Vitamin-C-Killer. Mehr Vitamin C brauchen außerdem alle, die sich gerade in einer anstrengenden und stressigen Lebenssituation befinden oder unter einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes leiden. Auch bei einer Krebstherapie fehlt oft das wichtige Vitamin. Sportler und Personen, die eine Diät machen sowie PatientInnen, die Medikamente wie ASS und Cortison einnehmen sollten auf eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung achten.

Woran erkennen wir einen Mangel?

Die Liste ist lang, da Vitamin C an so vielen Prozessen im Körper beteiligt ist. Typisch sind für einen chronischen Mangel: eine gestörte Wundheilung, Neigung zu Zahnfleischbluten oder gar Zahnverlust, Müdigkeit, Schwindel, Abgeschlagenheit, Gelenkentzündungen, Durchfall, Herzschwäche und Depressionen. Sind wir phasenweise unterversorgt, zeigt sich das häufig an Schwäche und Infektanfälligkeit.

Was müssen wir beachten?

Natürliches Vitamin C aus Bio-Obst- und Gemüse punktet durch seine Verbindung mit Flavonoiden und anderen sekundären Pflanzenstoffen. Doch Vitamin C ist hitzeempfindlich und wasserlöslich. Deshalb sollten wir Gemüse am besten schonend garen. Je weniger Temperatur und Wasser im Topf, desto mehr Vitamin C bleibt erhalten. Ideal ist es deshalb, Gemüse und auch Kartoffeln (100 g enthalten etwa 15 mg) zu dünsten.

Die dunkle Jahreszeit beginnt und damit erhöht sich das Infektionsrisiko für Erkältungen, Grippe und vermutlich auch für Covid-19. Denn wir halten uns vermehrt in geschlossenen Räumen auf. Gleichzeitig essen wir naturgemäß jetzt weniger vitaminreiches frisches Obst und Gemüse als im Sommer. Kann es schaden, Vitamin C extra zu sich zu nehmen? Auf keinen Fall, denn was zu viel ist, wird durch den Darm entsorgt. Das könnte höchstens zu einer unerwünschten Nebenwirkung führen: bei mehr als 2 g Vitamin C täglich berichten manche über Durchfall. Ansonsten spricht nichts gegen eine Extradosis Vitamin-C-Power für das Immunsystem. Vorsichtig sollten aber Menschen mit Nierenerkrankungen sein: Hier bitte nicht mehr als 1 g Vitamin C pro Tag!

Gut zu wissen

  • Zitrusfrüchte, die häufig mit Vitamin C in Verbindung gebracht werden, enthalten nur etwa 50 mg.
  • Sanddorn steckt Zitrusfrüchte in Sachen Vitamin-C-Gehalt locker in die Tasche (bis zu 900 mg pro 100 g)!
  • Auch eine Portion schwarze Johannisbeeren (190 mg pro 100 g) oder eine Schale Erdbeeren (63 mg pro 100g) haben mehr Vitamin-C-Power.
  • Noch besser: frische Paprika (140 mg pro 100 g)
  • Brokkoli und Grünkohl liegen bei 110 mg Vitamin C pro 100 g .

Das sagt Experte Prof. Ingo Froböse

„Unter normalen Umständen kann die vom Körper benötigte Tagesdosis von ca. 100 mg wunderbar in unseren Speiseplan integriert werden. Neben Obst eignen sich vor allem Kohlsorten wie Grünkohl, Sauerkraut als Vitamin-C-Lieferant, aber Vorsicht: Bei zu langem Kochen zerfällt das Vitamin C genauso wie durch Oxidation, wenn Rohkost geschnitten zu lang an der Luft bleibt vorm Verzehr. Gerade in Zeiten höherer Belastungen – und da gehören sportliche Belastungen genauso dazu wie eine Grippewelle, steigt der Vitamin-C-Bedarf des Immunsystems. Hier kann es helfen, Vitamin C durch Nahrungsergänzung zuzuführen, um für den Kampf gegen freie Radikale im Körper besser gewappnet zu sein.“


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Vitamin C

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