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Entzündungsprozesse bei Rheuma

Die richtige Ernährung kann helfen

Stand: 05.03.2018 (27.02.2018)

Die Veranlagung zu Rheuma tragen gefährdete Menschen im „genetischen Rucksack“ mit sich. Wird die Autoimmunkrankheit diagnostiziert, bedeutet das für die Betroffenen oft eine lebenslange Einnahme moderner Medikamente, um den Funktionsverlust der Gelenke durch Gelenkzerstörung einzudämmen. Doch Ernährung und Lebensstil sind wichtige Einflussfaktoren. Sie können den „speienden Vulkan“ Rheuma besänftigen und die Wirksamkeit der Medikamente deutlich verbessern. Umgekehrt feuern Übergewicht und unausgewogene Lebensmittelauswahl die aufflackernden Entzündungen potenziell an. So weiß man, dass ein Überhang an Arachidonsäure ein Übeltäter ist. Der Organismus bildet sie aus Omega-6-Fettsäuren, etwa aus Schweineschnitzel und Fertigprodukten.

Ungünstig: Fleisch & Zucker

Auf der Liste der ungünstigen Lebensmittel landen neben zu viel Fleisch auch Zucker und Süßstoff. Sie fördern niedriggradige Entzündungen, und damit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Für diese sind Rheumatiker besonders anfällig. Beides sollte nur in geringem Maß zu sich genommen werden. Das gilt auch für weiterverarbeitete Lebensmittel wie Wurst & Co., Kuchen, Limonade usw. Daneben sind die an sich gesunden Eier für Rheumatiker nur eingeschränkt empfehlenswert. Faustregel: nicht mehr als drei bis fünf pro Woche. Negativ auf Entzündungsprozesse wirkt ein großer Bauchumfang, denn speziell das Bauchfett produziert entzündungsfördernde Hormone.

„Die richtige Ernährung kann viel dazu beitragen, die Entzündungsprozesse bei Rheuma einzudämmen"

Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin

Entzündungshemmer auf dem Teller

Keine Angst, es gibt nicht nur Einschränkungen,denn die Ernährungsumstellung bietet schmackhafte positive Lebensmittel. Besonders hochwertige Produkte, Omega-3-reiche Öle wie Lein- und Weizenkeimöl. Wichtig: Sie müssen kalt gepresst, bio und omega-geschützt verarbeitet sein. Sie erkennen das am Geschmack – es sollte nicht bitter schmecken. Eine ordentliche Portion der wichtigen Fettsäuren bieten Avocados und Walnüsse. Hauptakteur bei den Mahlzeiten sollte Gemüse sein, zum Würzen sind Chili sowie Kurkuma ideal. Grobe Richtlinie: täglich drei Hände voll Gemüse, dazu eine Handvoll gemischtes Obst, darunter gern die dunklen Beeren, die viele Antioxidantien beinhalten. Rohkost, aber nicht am Abend. Als Getränk ist frischer Ingwertee perfekt – zwei bis drei Tassen täglich sind nicht nur wunderbar zum Durstlöschen, sondern auch gut, um Entzündungsprozesse auszubremsen. Wichtig: Verwenden sie nicht mehr kochendes Wasser. So bleiben die wertvollen ätherischen Öle des – gerne „geriebenen“ – Ingwers geschützt. Wer das nicht mag, auch Grüntee ist gut.

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