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Ernährungsumstellung gegen Blasenentzündung

Entzündungshemmer essen

Stand: 20.08.2018 (20.08.2018)

Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und heftige Krämpfe im Unterleib – fast jede Frau hat diese Symptome schon einmal erlebt. Jede vierte leidet regelmäßig darunter. Bei Männern ist ein Harnwegsinfekt aus anatomischen Gründen selten. Meist sind Darmbakterien, die E.Coli-Bakterien, verantwortlich. Die Erreger setzen sich in der Schleimhaut fest, die Blase reagiert mit einer Entzündung. Wir sprechen von einer Zystitis, wenn die Anzahl der Bakterien und die sie bekämpfenden weißen Blutkörperchen im Urin sehr hoch sind.

Zu natürlichen Mitteln greifen

Eine Blasenentzündung ist sehr unangenehm und setzt viele Patientinnen für Tage außer Gefecht. Umso dankbarer sind sie, wenn sie ein schnell wirkendes Medikament bekommen – häufig immer noch ein Antibiotikum. Doch dessen Wirkung lässt irgendwann nach, ein Teufelskreis entsteht: Die Bakterienkiller schwächen langfristig das Immunsystem und bringen die Vaginalschleimhaut aus der Balance. Bei mehr als zwei Infektionen in einem halben und mehr als drei in einem Jahr sprechen wir von einer rezidivierenden, wiederkehrenden Zystitis. Spätestens dann ist es sinnvoll, entzündungsfördernde Vorlieben im täglichen Speiseplan zu reduzieren, besser zu eleminieren – vor allem Zucker, Weißmehlprodukte und Emulgatoren, die in Fertigprodukten wie Fruchtjoghurts und Kuchen stecken.

"Haben Sie ständig Harnwegsinfekte? Eine Ernährungsumstellung kann die Entzündung ausbremsen."

Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin

Was hilft noch? Pflanzliche Präparate etwa mit Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meerrettich sind Antibiotika in der Wirkung oft gleichwertig. Zur Durchspülung der Blase bitte viel trinken, am besten 2-3 Liter am Tag. Vorsicht, viele Säfte und Limos sind wahre Zuckerbomben. Und die befeuern ja die Entzündung. Ideal sind ungezuckerte Kräutertees. Eine antibakterielle Wirkung haben Tees mit Schachtelhalm, Bärentraubenblättern, Goldrute und Wacholder. Zu viel Kaffee dagegen reizt die Blase.

Entzündungshemmer essen

Um aus dem Kreislauf ständiger Infektionen herauszukommen, kann man mit den richtigen Lebensmitteln viel erreichen. Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Paprika und Beerenobst enthalten zahlreiche Antioxidantien. Die guten Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl, in Kombination mit Vitamin D oder aus Walnussöl, unterstützen das Immunsystem. Probiotika aus Naturjoghurt oder Kefir bauen die durch häufige Antibiotika- Einnahme gestörte Darmflora wieder auf. Bei akuten Infektionen gönnen Sie sich viel Ruhe, vielleicht in einer kuscheligen Decke auf dem Sofa. So schöpft der Körper Kraft.

Unsere Kolumne "Doc Fleck hilft" von Dr. Anne Fleck, kurz Doc Fleck. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie, Präventiv- und Ernährungsmedizin mit Expertise auf dem Gebiet der Naturheilkunde und alternativen Heilmethoden. Seit Jahren ist sie als Expertin auf dem Gebiet der innovativen Ernährungs- und Präventionsmedizin tätig. 

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