Vitamin-C-reiche Hagebutte

Hagebutte, die Königin des Vitamin C

Die gesunden Früchte der Rose

Stand: 01.10.2020 (01.10.2020)

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Wussten Sie schon, dass Hagebutten den höchsten Vitamin-C-Gehalt unter allen heimischen Früchten und Beeren vorweisen können? Das macht die kleinen roten Sammelnussfrüchte zu echten Vitamin-Bomben, die Zitrone kann als Immunschutz-Booster hier nicht mithalten!

Seit Jahrhunderten werden die Früchte der gemeinen Heckenrose, die Hagebutten, für unterschiedlichste Zwecke medizinisch verwendet, von Appetitlosigkeit bis zu Harnwegserkrankungen. Doch das ganz besondere an dieser sogenannten Scheinfrucht ist ihr extrem hoher Gehalt an Vitamin C.

Wozu brauchen wir Vitamin C (Ascorbinsäure)?

  • Unverzichtbar für das Immunsystem
  • Bildet neue Immun- und andere Körperzellen
  • Kann dadurch Erkältungskrankheiten ggf. verhindern / abmildern
  • Hilft gegen Müdigkeit
  • Wirkt leicht entwässernd
  • Fördert sanft den Stuhlgang
  • Festigt das Bindegewebe

Dieser Mikronährstoff ist in Obst und Gemüse zwar häufig vorhanden, dafür braucht der Körper aber auch ständig Nachschub, denn Vitamin C ist wasserlöslich und sehr hitze-, sauerstoff- und lichtempfindlich. Eine tägliche und ausreichende Versorgung mit Vitamin C hilft dem Körper potentiell giftige Substanzen zu verstoffwechseln, so dass diese ausgeschieden werden können.

Vitamin C ist ebenfalls an vielen enzymatischen Reaktionen beteiligt, die für die Bildung von Kollagen  (normale Funktion von Blutgefäßen, Knochen, Knorpel, Zähne, Zahnfleisch und Haut), Adrenalin und Noradrenalin (normale Funktion des Nervensystems) sowie Carnitin und Peptidhormonen (Energiestoffwechsel) benötigt werden. Darüber hinaus fördert Vitamin C die Aufnahme von Eisen und verhindert die Bildung von potentiell karzinogenen Nitrosaminen im Magen.

Ob frisch oder als Pulver, die Hagebutte enthält neben sehr großen Mengen Vitamin C noch viele weitere gesunde Stoffe. Hier eine Übersicht der Vitamine, die in den kleinen roten Kraftpaketen stecken (Nährstoffangaben pro 100 g):

  • Vitamin A (Retinoläquivalent)                   800 μg
  • Vitamin B1 (Thiamin)                                      58 μg
  • Vitamin B2 (Riboflavin)                                  67 μg
  • Niacin (Vitamin B3)                                       480 μg
  • Vitamin B5 (Pantothensäure)                       150 μg
  • Vitamin B6 (Pyridoxin)                                    48 μg
  • Biotin (Vitamin B7)                                             2 μg
  • Folsäure (Vitamin B9)                                     10 μg
  • Vitamin C                                               1250000 μg
  • Vitamin E                                                       4140 μg
  • Vitamin K                                                           92 μg

Wenn wir bei Gemüse oder ungiftigen Beeren und Früchten rotsehen, ist das immer eine gute Sache. Die Carotinoide der Hagebutte sind für die leuchtende Farbe zuständig, die uns mitteilt: Hier stecken starke Antioxidantien drin. Sind diese Beschützer unserer Zellen in ausreichender Menge vorhanden, können die freien Radikale in unserem Körper keinen Schaden verursachen. Freie Radikale entstehen ständig als Zwischenprodukte des Stoffwechsels und sind an sich nichts Schlimmes – nur wenn durch unausgewogene Ernährung zu wenige Antioxidantien im Organismus vorhanden sind,  und die Anzahl der freien Radikale womöglich noch durch Stress, Rauchen, körperliche Belastung, Schadstoffe, UV-Strahlen oder hohes Alter steigt, kann der Körper sie nicht mehr „entschärfen“.

Vitamin C – nicht nur für das Immunsystem unentbehrlich

Vitamine und Mineralstoffe sind lebenswichtig, aber die Hagebutte beinhaltet darüber hinaus noch weitere Substanzen, vor allem sekundäre Pflanzenstoffe, die entscheidend zu unserem Wohlbefinden beitragen können. Abgesehen von Carotinoiden, enthalten Hagebutten auch weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Galaktolipide, Gerbstoffe und Polyphenole, die nach dem heutigen Stand vermutlich ebenfalls antioxidativ sowie entzündungshemmend, blutdruckregulierend und Immunsystem stärkend wirken können. Gerade die Galaktolipide der Hagebutte sind in verschiedenen Studien bereits als besonders stark entzündungshemmend positiv aufgefallen, was Hagebuttenprodukte für die unterstützende Behandlung von Arthrose prädestiniert. Die Studienergebnisse weisen zudem darauf hin, dass Hagebutte neben dem erhöhten Entzündungsparameter CRP auch noch das LDL-Cholesterol senkt, was den Gefäßen zugutekommt. Viele Arthrose-Patienten haben die Einnahme von klassischen Schmerztabletten um die Hälfte reduzieren können, und die Beweglichkeit der Gelenke besserte sich.

Das Pektin aus der schönen Rosenfrucht zählt zu den Ballaststoffen und trägt damit zur guten Verdauung und als Futter für unseren Darmbakterien insgesamt zur stabilen Gesundheit bei.

Ebenfalls sind viele Mineralstoffe in der Hagebutte zu finden. Hier die Wichtigsten:

  • Calcium                                                      257 mg
  • Kalium                                                         291 mg
  • Magnesium                                                104 mg
  • Natrium                                                         24 mg
  • Phosphor                                                    258 mg

5 Fakten zur Hagebutte

  1. Als Hagebutten werden die Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten bezeichnet, besonders der Hunds-Rose (Rosa canina)
  2. Der Name Hagebutte wird häufig auch für die Wild- oder Heckenrosen an sich benutzt (ein bis zwei Meter hohe Sträucher)
  3. Die Blütezeit fällt normalerweise in den Juni, die Blütenblätter sind rosa oder weiß
  4. Die Sammelfrüchte erlangen ihre Reife zwischen Oktober und November und können bis ins folgende Frühjahr geerntet werden
  5. Hagebutten sind ungiftig und können frisch genossen werden – aber Achtung: die Nüsschen aus dem Innern des Fluchtfleisches zuerst vorsichtig entfernen. Diese sind mit feinen, widerhakenbestückten Härchen bedeckt, die bei Hautkontakt Juckreiz verursachen

Wer sich nicht auf die Suche nach wildwachsenden Hagebutten machen und trotzdem über das ganze Jahr von den gesundheitlichen Vorteilen der Pflanze profitieren möchte, greift bei Hagebuttenpulver aus dem Reformhaus® zu. Ein leicht gehäufter Dosierlöffel (4 g) täglich reicht dabei aus. Das Pulver in hochwertiger Bio- und neuform® Qualität einfach in Joghurt, Quark, Müsli, Smoothie oder Getränk einrühren.

Hagebutten-Kugeln mit Cranberries und Feigen

Snacken Sie Vitamin C! Hier kommt ein einfaches Rezept für nährstoffreiche Kugeln, die genau richtig sind für den kleinen Hunger und den Vitamin-Kick zwischendurch.

Zutaten: (für 21 Stück / 3 Stück pro Tag für 1 Woche)

  • 75 g Reformhaus® Feigen
  • 100 g Reformhaus® Cranberries
  • 28 g Reformhaus® Plus Hagebutten-Pulver
  • 3 bis 4 TL Zitronen- oder Limettensaft

Zubereitung:

Feigen vom Stielansatz befreien und in grobe Stücke schneiden. Feigen und Cranberries zusammen mit dem Hagebuttenpulver im Universalzerkleinerer (Zubehör von Stabmixer oder Handrührgerät) oder mit einem großen Messer (oder Wiegemesser) möglichst fein hacken. Masse in eine Schüssel geben. Limettensaft nach und nach einkneten bis eine marzipanähnliche Masse entsteht.

Masse in 21 gleichgroße Portionen teilen und mit sauberen Händen zu kleinen Kugeln formen. Nach Belieben in Hagebutten-Pulver wälzen.

Dosierung:

3 Kugeln entsprechen der empfohlenen Tagesdosis von 4 g Hagebutten-Pulver (1 leicht geh. TL).  Pro Person reicht 1 Rezept für eine Woche.

Getränk-Variante:

Mixen Sie 3 Kugeln oder die entsprechende Menge der Grundzutaten mit 200 ml Saft, z.B. Orangensaft (siehe Rezeptfoto) zu einem cremigen Getränk.

Hagebuttenpulver ist sehr gut verträglich, sogar für Schwangere geeignet! Zu große Mengen können den Harnbetrieb stärken, in diesem Fall sollte genügend Flüssigkeit (am besten Wasser) getrunken werden.

Wer übrigens das Vitamin C und alle weiteren wertvollen Wirkstoffe der Hagebutte lieber in Kapselform einnehmen möchte, greift einfach bei den Hagebuttenkapseln von Reformhaus® Plus zu.

Möchten Sie mehr über Vitamin C und seine gesundheitserhaltende Wirkung wissen? Dann lesen Sie hier gleich weiter:

Vitamin C

Vitamin C brauchen wir also unter anderem, um die normale Funktion unseres Immunsystems sicherzustellen. Doch wozu braucht der Körper Vitamin B? Auch das können Sie gleich nachlesen:

Vitamin-B-Komplex

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