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Zwei Teetassen werden mit frischem grünen Tee befüllt

Grüner Tee – heiß begehrt

Alles Gute aus der Tasse

Stand: 29.04.2019 (29.04.2019)

Grüner Tee wird immer beliebter. Laut Deutschem Teeverband tranken die Deutschen 2017 pro Kopf 27,5 Liter schwarzen und grünen Tee. Wobei grüner Tee seinen Marktanteil auf 27 Punkte erhöhte (2004 lag das Verhältnis noch bei 81:19). Grüntee-TrinkerInnen schwärmen von seinem feinen Geschmack. Und WissenschaftlerInnen belegen immer wieder die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit.

Die lange Geschichte des Tees beginnt mit einem Zufall. Der Legende nach soll eine Windbö Blätter des Teestrauches Camellia sinensis in eine Schale mit heißem Wasser geweht haben. Der chinesische Kaiser Chen Nung, der das Wasser trinken wollte, war von dem Duft und Aroma der darin gezogenen Blätter so begeistert, dass er es zu seinem Lieblingsgetränk kürte. Das soll vor rund 4.700 Jahren geschehen sein. Seitdem hat sich schwarzer und grüner Tee von Asien über die Welt verbreitet und gehört heute zu einem auch in Europa sehr beliebten Genussmittel. Vor allem der als gesund gerühmte Grüntee ist auf dem Vormarsch.

Alles Gute bleibt erhalten

Das liegt an den Inhaltsstoffen, die wahre Wunder wirken sollen. Dabei stammen grüner und schwarzer Tee von ein und derselben Pflanze. Nur seine Herstellung unterscheidet sich. Und genau die ist maßgeblich am Erhalt der wertvollen Inhaltsstoffe beteiligt. Grüner Tee ist besonders reich an Catechinen, also Polyphenolen. Schwarzer Tee auch, aber er wird nach der Ernte und dem Welken gerollt. Dabei brechen die Zellen auf und ätherische Öle treten an die Luft. Durch diese Oxydation, auch Fermentation genannt, erhält schwarzer Tee seine dunkle Farbe und seinen leicht bitteren Geschmack – und viele Inhaltsstoffe verflüchtigen sich. Grüner Tee hingegen wird nicht fermentiert. Nach der Ernte wird er lediglich unter Wasserdampf erhitzt und dann getrocknet. Dadurch bleiben alle im frischen Blatt enthaltenen Stoffe erhalten.

Und diese polyphenolischen Flavonoide – allen voran EGCG mit dem beinahe unaussprechlichen Namen Epigallocathechingallat, haben mit ihrer antioxidativen Wirkung positive Effekte auf den Zellschutz, das Immunsystem und stressbedingte Krankheiten. Grüner Tee steht im Ruf, die Herztätigkeit zu verbessern, Arterienverkalkung vorzubeugen, den Stoffwechsel anzuregen. Sogar beim Abnehmen soll der Tee helfen. Das enthaltene Koffein kann das Hungergefühl dämpfen.

Neben den Polyphenolen gehören zu dem gesunden Cocktail noch reichlich Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium, Magnesium, Vitamine wie C und B2, Folsäure und Vitamin E. Tee ist ferner einer der besten Fluoridlieferanten und damit gut gegen Karies. Außerdem enthält Tee Mangan, ein Spurenelement, das die Knochen stärkt und den Stoffwechsel ankurbelt. Tannine, die Gerbstoffe im Tee, wirken entspannend auf die Verdauung, den Magen und Darm.

Die richtige Zubereitung

Damit grüner Tee all seine Wohltaten voll entfalten kann, sollte er behutsam zubereitet und kochendes Wasser wieder abgekühlt werden. „Wir empfehlen circa 80 Grad“, erläutert Elisabeth Widmann, Produktmanagerin bei Salus. Wem Teekochen mit Thermometer zu kompliziert ist, kann einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige benutzen oder sich auch einfach an seine Idealtemperatur herantasten. Der Tee sollte nur circa ein bis zwei Minuten ziehen und in dieser Zeit sein Aroma entfalten, aber nicht bitter schmecken. So bleiben auch seine Inhaltsstoffe erhalten. Bei einem zweiten Aufguss, den manche Teetrinker bevorzugen, ist der Geschmack nicht mehr ganz so intensiv, weil sich im ersten Auf- guss alle Inhaltsstoffe lösen. „Der erste Aufguss ist herber, danach wird der Geschmack fruchtiger“, so die Expertin.

Übrigens ist es eine Mär, dass Tee, der länger als fünf Minuten zieht, weniger Koffein enthält und deshalb beruhigend wirkt. Das Koffein löst sich sehr gut im Wasser und ist deshalb einer der ersten Inhaltsstoffe, die ausgespült werden. Tee, der länger als fünf Minuten zieht, wird lediglich bitterer, das Koffein ist im Wasser und bleibt da auch.

Tee in Teebeuteln ist wesentlich feiner geschnitten als loser Tee. „An den Krümeln entsteht viel Oberfläche und die ätherischen Öle ziehen schneller raus“, erklärt Delia Schulz, Lebensmittelchemikerin bei Salus. Für Teebeutel spricht ihre praktische Handhabung, für losen Tee der aromatischere Geschmack. Und was passt zu grünem Tee besonders gut? „Ich würde feines Gebäck, etwa Sandgebäck empfehlen“, sagt Elisabeth Widmann, selbst Grünteetrinkerin, „keinesfalls passen starke Geschmäcker wie Salznüsse dazu. Und auch Milch und Zucker gehören nicht in grünen Tee“.

Kleine Teekunde

  • Grüner Tee – stammt von der Pflanze Camellia sinensis und unterscheidet sich von schwarzem Tee lediglich in der Herstellung. Grüner Tee wird nicht fermentiert, das heißt die Teeblätter werden nicht gebrochen, wodurch an den Schnittstellen die Inhaltstoffe mit Sauerstoff reagieren. Die ganzen Teeblätter werden bei grünem Tee heiß gedämpft; dadurch bleibt die grüne Farbe, die durch das enthaltene Chlorophyll erzeugt wird, erhalten. Danach werden die Blätter gerollt und getrocknet.
  • Scawarzer Tee – wird nach der Ernte gerollt, um die Zellwände aufzubrechen und so die Fermentation zu ermöglichen.
  • Oolong – ist eine Besonderheit, denn der Vorgang der Fermentation wird unterbrochen. Oolong ist somit eine Mischart zwischen grünem und schwarzem Tee.
  • Weißer Tee – heißt so nicht wegen seiner Farbe im Teeglas, sondern weil die Teeknospen von einem weißlich schimmernden Flaum umschlossen sind. Der Tee welkt nach dem Pflücken natürlich und wird schonend getrocknet. Es ist ein sehr hochwertiger Tee.
  • Jasmintee – ist grüner Tee, der mit den intensiv duftenden Jasminblüten aromatisiert wird. Das bringt seinen lieblichen Geschmack.
  • Gunpowder – grüner Tee, der viel Koffein enthält und zu Kügelchen gerollt wird. Er schmeckt sehr kräftig.
  • Matcha – grüner Tee, der zu feinem Pulver vermahlen wird.

Bio-Tees aus dem Reformhaus®

Grüner Tee von SALUS und Grünteesorten der Marke Ch’uan von Schoenenberger werden bereits anderthalb Jahre vor ihrer Ernte in den Ursprungsländern bestellt. SALUS analysiert den Tee auf Sensorik und Reinheit und verfolgt den Herstellungsprozess von der Ernte bis zur Abfüllung. Alle Tees sind bio-zertifiziert.

Loser Tee

Himalaya – stammt aus dem Nordosten Indiens, wird aber nach japanischer Art sanft gedämpft. Der Geschmack ist fein-aromatisch

Pai-Mu-Tan – weißer Tee, für den die ersten zarten Blätter und Knospen ge- erntet werden. Der Name bedeutet weiße Pfingstrose. Pai-Mu-Tan hat einen besonders milden, zart-blumigen Geschmack

Nebeltee –  grüner Tee von den nebelverhangenen Bergen der chinesischen Provinz Zhenjiang wächst in diesem milden Klima nur langsam heran

Sencha – der Klassiker der Grünteesorten kommt aus Japan

Chun Mee– schmeckt leicht herb und kräftig

Tee in Beuteln

Grüner Tee Sencha von SALUS

Grüner Tee entkoffiniert von SALUS – sanft und ohne Lösungsmittel wird das Koffein mit Kohlensäure entfernt

Gut zu wissen

100 Milliliter Tee enthält je nach Ziehzeit circa 20 Milligramm Koffein (früher als Teein bezeichnet). 100 Milliliter Kaffee enthält rund 80 Milligramm. Das Koffein in Tee wirkt übrigens schonender.

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