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Apfel mit Herzchen

"Gemüse ist mehr als eine Beilage"

Interview mit Monique Proske

Stand: 02.04.2019 (01.04.2019)

Monique Proske, krankenkassenanerkannte Ernährungsberaterin und Dozentin, Diplomökotrophologin, über den Zusammenhang von gestörtem Säure-Basen-Haushalt und Krankheiten.

REFORMHAUSKURIER: Wie kann sich Säure im Körper ansammeln, scheiden wir nicht alles über den Urin aus?
MONIQUE PROSKE: Es gab lange eine Uneinigkeit zwischen Medizinern und Naturheilkundlern, ob sich Säuren im Körper ansammeln können. Inzwischen ist aber klar, dass einige Krankheiten durch einen gestörten Säure-Basen-Haushalt auftreten. Heute weiß man, dass durch schlechte, einseitige Ernährung zu viel Säure im Körper gebildet oder mit der Ernährung aufgenommen wird. Bei Osteoporose ist 100-prozentig nachgewiesen, dass sie durch Übersäuerung entsteht. Auch bei Bluthochdruck, Gicht und Nierenkrankheiten schließt man auf einen nicht ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt als Ursache.
Ein weiteres Problem ist, dass häufig Organe miterkrankt sind, die nicht mehr voll arbeiten. Lungenkrankheiten wie Asthma können auch zu einer Übersäuerung führen, einfach weil die Atmung nicht richtig funktioniert und die Säuren nicht ganz ausgeatmet werden. Das trifft auch auf Nierenerkrankungen zu.

Gibt es Risikogruppen?
Menschen, die an den oben erwähnten Krankheiten leiden, gehören dazu. Auch Diabetiker oder aktive Sportler sowie Menschen, die viel Stress ausgesetzt sind, übersäuern schnell. Die langfristige Einnahme von Medikamenten kann übersäuern, weil immer Rückstände von den Medikamentenstoffen im Körper zurückbleiben. Mein Tipp dazu ist: Zeolith oder Heilmoor, zum Beispiel Trinkmoor aus dem Reformhaus®, kann helfen, weil es die Säuren binden kann.

Welche Anzeichen deuten auf eine Übersäuerung hin?
Abgeschlagenheit, ein schwaches Immunsystem, Muskelverhärtung, Kopfschmerzen, die immer mal wieder auftreten, kalte Hände und Füße und saures Aufstoßen oder Sodbrennen können auf eine Übersäuerung hindeuten.

Gibt es so etwas wie Grundregeln, die man beim Essen einhalten sollte, damit es erst gar nicht so weit kommt?
Unbedingt sollte man auf seinen Stresslevel achten. Dann ausreichend trinken, damit die Nieren optimal arbeiten können. Ist der Darm träge: Ballaststoffe zu sich nehmen und auch moderate Bewegung ist wichtig. Ich empfehle dreimal wöchentlich 30 bis 45 Minuten als Richtgröße. Die Ernährung ist auch wichtig, und ganz oben stehen die täglichen fünf Portionen Obst und Gemüse, wobei es zwei Obst- und drei Gemüse Einheiten sein sollten. Und eine Portion Obst entspricht dabei einer zu einer Schale geformten Hand. Bei Gemüse ist eine Portion das, was in eine Schale passt, die Sie mit beiden Händen formen.

Wie bekommt man die zusammen?
Für mich ist Gemüse keine Beilage, sondern der Hauptanteil auf dem Teller und nebenbei knabbere ich Möhren oder Kohlrabi, esse oft Salat zu Mittag und abends eben Gemüsepfannen oder -suppen.

Hotline

Sie haben Fragen, wie und mit welchen Produkten aus dem Reformhaus® Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt in Balance halten können? Sprechen Sie mit der Ernährungsberaterin Monique Proske. Im April steht Ihnen die Dipl. Oecotrophologin montags von 10 bis 13 Uhr telefonisch mit Rat und Tat zur Seite.
Telefon: 040 / 280 581 927

Kennen Sie zu diesem Thema bereits den Artikel "Alles eine Frage der Balance?"

Headerfoto © Kuzma / iStock

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