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Erhöhte Blutfettwerte

Die stille Gefahr

Stand: 17.11.2017 (17.11.2017)

Häufig höre ich von Patienten, deren Blutbild einen hohen Cholesterin- oder Triglycerinwert aufweist, dass sie gar nicht das Gefühl haben, krank zu sein. Tatsächlich werden erhöhte Blutfettwerte oft zufällig bei einer Routine-Untersuchung festgestellt. Diese Krankheit sieht und fühlt man nicht. Doch eine Fettstoffwechselstörung ist gefährlich, denn sie fördert Gefäßverengungen. Bis zu vier von fünf Herzinfarkten und mehr als die Hälfte aller Schlaganfälle sind auf Minderdurchblutungen durch verstopfte Gefäße zurückzuführen.

Stress führt oft zu einer schlechten Ernährung

Wenn Ihr schlechter Cholesterinwert nicht erblich bedingt ist, können Sie selbst sehr viel dagegen unternehmen – mit einer Ernährungsumstellung. Gehören Sie zu den vielbeschäftigten Menschen, die stark eingespannt sind und für die Essen eher nebenbei passiert? Um den Ursachen Ihrer erhöhten Blutfettwerte auf die Spur zu kommen, sollten Sie eine Zeitlang genau aufschreiben, was Sie täglich essen. Achten Sie darauf, ob Sie viele tierische Fette zu sich nehmen, etwa in Bratwurst oder Käse. Auch die Kombination aus Zucker und Fett wie Schokolade oder Kuchen treibt die Blutfette hoch. Und was ist mit dem berühmt-berüchtigten Ei? Aktuelle Studien zeigen, dass das tägliche Ei für einen gesunden Menschen kein Problem darstellt. Doch für jemanden, der unter einem gestörten Fettstoffwechsel leidet, stellt das Eigelb eine Gefahr dar. Das bedeutet, Sie sollten höchstens einmal in der Woche ein Ei zu sich nehmen.

„Man sieht und fühlt nichts – und doch sind schlechte Blutfettwerte hoch riskant für die Gesundheit “

Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin

Haferkleie ist wie ein Staubsauger für Ihre Blutgefäße

Wählen Sie Lebensmittel wie Vollkorn und Hülsenfrüchte, sie senken die Blutfette. Auch Avocados sind gut, sie enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die den Fettstoffwechsel günstig beeinflussen.

Sie sind beruflich stark eingespannt, viel unterwegs? Mein Vorschlag: Frühstücken Sie richtig, am besten Quark mit Haferkleie. Zur Arbeit Vollkornbrote ohne Butter mit magerem Aufschnitt mitnehmen. Dazu etwas Rohkost wie Möhren, Gurken oder Paprika. Trinken Sie ausreichend, am besten grünem Tee. Er regt den Blutstoffwechsel an und senkt die Blutfettwerte. Einen Antifett-Effekt hat auch ein Shake aus Heidelbeeren und Buttermilch mit einer Prise Muskat oder Zimt. Abends wenig Kohlenhydrate! Wenn Sie sich daran halten, verlieren Sie Gewicht. Das ist auch unser Ziel, denn jedes Kilo weniger hilft, die Blutfettwerte zu senken.

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