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Bircher - nicht nur Müsli

Im Einklang mit der Natur

Stand: 10.11.2016 (15.02.2014)

Einfache, vegetarische Kost und ein strukturiertes, naturverbundenes Leben - das sind die Grundsätze von Dr. Maximilian Bircher-Benner. Noch heute hat das ganzheitliche Konzept des Zürcher Mediziners viele Fans. Nicht zuletzt wegen seines Bircher-Müslis.

Die Lebensgeschichten von Maximilian Bircher-Benner und von Otto Buchinger ähneln sich in einem wichtigen Punkt. Beide beginnen damit, dass sie sich selbst mit einer Ernährungsumstellung von einer Erkrankung kurieren. Im Fall von Bircher-Benner ist es die Gelbsucht, bei der eine Diät aus frischen Äpfeln Linderung bringt. Ermutigt durch seine eigenen positiven Erfahrungen testet er sie an magenkranken Menschen - mit großem Erfolg.

Einfach und hochwertig

Diese Ereignisse werden zum Wendepunkt im Leben des jungen Schweizer Arztes. Von nun an nimmt er die Zusammenhänge zwischen Krankheiten und Ernährung genauer unter die Lupe und wertet seine Beobachtungen wissenschaftlich aus. So stellt er beispielsweise fest, dass sich der gesundheitliche Zustand von bessergestellten Familien kaum von dem der Armen unterscheidet. Und das, obwohl die einen eher von Völlerei und die anderen von Unterernährung gezeichnet sind.

Köstliche Alternative zum Frühstück: das Bircher-Müsli

Für d'Spys im Original weichen Sie einen Esslöffel Haferflocken über Nacht in drei Esslöffeln Wasser ein. Verrühren Sie morgens alles zusammen mit dem Saft einer halben Zitrone und Kondensmilch zu einer sämigen Masse. Geben Sie eine Handvoll geriebene Nüsse hinzu und unmittelbar vor dem Verzehr noch einen frisch geriebenen Apfel.

Heute ist erlaubt, was gefällt! Anstelle der Kondensmilch können Sie zu Frisch- oder H-Milch beziehungsweise Sojadrinks oder anderen Milchalternativen greifen. Die Nüsse lassen sich nach Belieben durch Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder Sesam ersetzen. Probieren Sie auch unser Superfood-Birchermüsli.

Die Reichen essen das Falsche und vom Falschen zu viel, schlussfolgert er. Er kritisiert ihr Übermaß an Fleisch, Eiern, Milch und Käse ebenso wie die Vorliebe für stark verarbeitete Produkte wie Weißbrot und Zuckerwaren, alles zu dieser Zeit gewöhnliche Speisen des gehobenen Bürgertums. Bei den hart arbeitenden Bauern der Schweizer Alpen lernt er stattdessen die Ernährung kennen, die ihn überzeugt: eine pflanzenreiche Kost, einfach, regional, saisonal und nahezu naturbelassen.

Er glaubt, dass diese "Sonnenlichtnahrung" ihre kosmische Energie direkt auf den menschlichen Organismus überträgt. Berühmtestes Beispiel seiner Ernährungsphilosophie ist die von ihm entwickelte Apfeldiätspeise, kurz d'Spys, die noch heute unter dem Namen Bircher-Müsli bekannt ist. Sie bildet in seinem 1904 gegründeten Sanatorium "Lebendige Kraft" die Basis aller Mahlzeiten.

Strukturiert und geordnet

Bircher-Benner revolutioniert dort aber nicht nur die Ernährungsweise seiner Patienten. Er vertritt die Meinung, dass der Mensch ganzheitlich betrachtet und zurück zu einem harmonischen Leben in Einklang mit der Natur gebracht werden müsse. Denn nur, wenn er wieder zu seiner inneren Ordnung zurückfände, könne er zu Leistungsvermögen, Lebensfreude und Gesundheit zurückgelangen.

Gelobt und verspottetSo wird der Aufenthalt in seiner Klinik von einem strengen Ordnungsplan (neun Gesetze) geregelt. Die Bedeutung der Esskultur und der Bewegung ist darin ebenso erfasst wie der Stellenwert eines strukturierten Tagesablaufs. An der Tagesordnung eines Kuraufenthalts sind daher ausgedehnte Spaziergänge, Sonnenkuren und Bäder ebenso wie Wasseranwendungen nach Kneipp und feste Schlafzeiten.

Trotz all seiner Erfolge kommen seine Ansichten nicht bei allen Menschen gut an. Der Konflikt mit den Vertretern der geltenden Lehrmeinung, wonach Fleisch, Käse und Milch die wertvollsten und wichtigsten Nahrungsmittel seien, ist programmiert.

Ein Kreuzverhör vor der Zürcher Ärztezunft endet mit Hohn und Spott - und dem Ausschluss des Mediziners aus der Ärztegesellschaft. Der damals 33-Jährige hält trotzdem an seinen Werten fest.

Maximilian Bircher-Benner stirbt im Alter von 72 Jahren in Zürich.         

 

Weitere Informationen: www.bircher-brenner.com

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