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Tipps aus der Aromatherapie

Wie das duftet

Stand: 21.07.2016

Graues Januarwetter, kalte Füße und gedrückte Laune … Wir beugen dem Winter-Blues vor und lassen uns von der Natur inspirieren: mit Tipps aus der Aromatherapie. Und mit einem Rezept zum Selbermachen für Badepralinen geht 2016 richtig entspannt los.

Der Begriff der Aromatherapie entstand im 20. Jahrhundert, doch die Ursprünge dieser Naturheilkunde gehen weit zurück. Im Orient und in Asien werden aromatische Heilpflanzen seit Jahrtausenden angebaut und kultiviert. Auch die alten Ägypter verwendeten Zedernholz, Zimt und Myrrhe zur Herstellung von Pasten und Salben und sahen in Düften Symbole für Göttlichkeit, Reinheit und Kraft. Im altindischen Ayurveda wurden medizinische Anwendungen und Massagen mit Sandelholzöl und anderen ätherischen Ölen ausgeführt.

Heute begleiten uns Düfte überall, und die Wirkung von ätherischen Ölen ist durch zahlreiche Studien belegt. Denn die Öle zentrieren die Pflanzenkraft. In einem Tropfen Rosenöl stecken beispielsweise die Duftmoleküle von 30 Rosen. Ob zu Hause in der Duftlampe, mit einem Spray, das im Büro die Konzentration fördert oder in einem Vernebler, der im Krankenhauszimmer Schmerzen lindert – Aromen können uns helfen zu entspannen, uns aufmuntern und ganz konkret körperliche Symptome verbessern.

Gut zu wissen

Auf der Haut und zum Einatmen sollten nur hochwertige ätherische Öle aus zertifiziertem Bio-Anbau verwendet werden. Sie erkennen sie an der Etikettenangabe „100 % naturreines ätherisches Öl, kbA“. Eine zuverlässige Qualität erhalten Sie im Reformhaus®. Zudem sollten die Öle für beste Haltbarkeit in lichtdichten Fläschchen abgefüllt sein. In Mischungen sollten keinesfalls billige Mineralöle enthalten sein, wie Petrolatum, Vaseline, Paraffin oder Melkfett. Ätherische Öle werden auf der Haut nicht pur angewendet, sondern mit einem naturreinen Pflanzenöl verdünnt. Gute Basisöle sind Mandel-, Kokos-, Jojoba- oder Johanniskrautöl. EinsteigerInnen können das Basisöl durch ein hochwertiges Speiseöl wie Bio-Oliven- oder Sonnenblumenöl ersetzen.

Wie wirken ätherische Öle?

„Es gibt subjektive und objektive Wirkungen“, erklärt Eliane Zimmermann, diplomierte Aromapraktikerin. „Einerseits lösen Riechstoffe sehr subjektive Erfahrungen aus: Gesteuert werden sie unter anderem durch den Hippocampus, ein winziges Organ im Limbischen System des Gehirns, das auch unsere Erinnerungen steuert.“ Die Duftstoffe gelangen über den Geruchssinn ins Riechhirn und wecken Erinnerungen. So wird die Gefühlsebene aktiviert. Was für einige Menschen duftet, kann von anderen als unangenehmer Gestank empfunden werden.

Aber dass Riechstoffe wirken, ist objektiv und pharmakologisch messbar: „Pflanzliche Riechstoffe bestehen aus hunderten unterschiedlicher Substanzen, die auf Gewebe und Organe des Menschen wirken. Dazu gibt es zahlreiche Studien, beispielsweise zur unterstützenden Aromatherapie bei Depression, bei Angst und Aufgebrachtheit von Menschen mit demenziellen Veränderungen und bei der Behandlung von Übelkeit und anderen Nebenwirkungen von Krebstherapien“, berichtet Eliane Zimmermann.

Eliane Zimmermann ist diplomierte Aromapraktikerin und hat zahlreiche Bücher über Aromatherapie geschrieben. Sie teilt ihr Wissen auf www.blog.aromapraxis.de und bietet Duftreisen und Seminare an.

Rezept zum Selbermachen: Badepraline

Sie brauchen:

  • 50 Gramm Kakaobutter
  • 10 Gramm Mandelöl
  • 2 EL Milchpulver
  • ätherische Öle nach Wahl (zum Beispiel 8 bis 10 Tropfen Lavendelöl)

So geht’s:

Kalt gepresste Kakaobutter mit dem Mandelöl im Wasserbad vorsichtig schmelzen und Milchpulver unterrühren. Ätherisches Öl nach Wahl tropfenweise hinzugeben und alles in einer Eiswürfelform aus Silikon aushärten lassen. In Pralinenförmchen verschenken – ein Genuss im warmen Badewasser!

Das Rezept stammt aus „Aromatherapie für Sie“ Duftpflaster & Seelentröster: Die besten Öle zum Entspannen, Anregen und Heilen“ von Eliane Zimmermann, TRIAS Verlag, 116 Seiten, ISBN 978-3830468653, 14,99 Euro.

„Kleine Kraftpakete aus der Natur“

In einem sechs Quadratmeter großen Arbeitszimmer in Sulzberg gründeten Ute Leube und Kurt Ludwig Nübling vor 30 Jahren zusammen mit Freunden eine Produktion für hundertprozentig naturreine ätherische Öle. Heute ist PRIMAVERA Marktführer in Deutschland und ein kompetenter Hersteller, dem die Reformhäuser vertrauen.

Als Sie vor 30 Jahren begannen, waren Aromaöle noch sehr selten. Wie hat sich die Wahrnehmung der Aromatherapie bis heute verändert?

Ute Leube: Wir haben begonnen, Aromaöle selbst herzustellen, weil uns die vorhandenen Qualitäten damals nicht gereicht haben. Bioanbau war etwas für Spinner und Müsliesser, das hat sich gewaltig verändert. Heute haben Bioanbau und die Aromatherapie in allen Bereichen des Lebens Einzug gehalten. Das ist fantastisch!

Kurt L. Nübling: Was mit den Menschen geschieht, wie sich der Gesichtsausdruck verändert, wenn sie die Aromaöle riechen ... Diese kleinen Kraftpakete aus der Natur können wie Musik sofort die Stimmung ändern – das wissen wir aus eigener Erfahrung und es ist durch Studien belegt. Es ist toll, dass wir heute die Chance haben, diese Wirkungen überall zu nutzen und auch auf Aufgeschlossenheit treffen.

Was macht den Erfolg von PRIMAVERA aus?

Ute Leube: Qualität und Partnerschaften. Unsere Produktionsstätten sind unser Herzstück, wir wollten damals zur Quelle gehen und wir wollten volle Kontrolle und Transparenz vom Saatgut bis zum abgefüllten Fläschchen, um so beste Qualität für die KundInnen herstellen zu können. In den 30 Jahren haben wir Projekte und Freundschaften aufgebaut, von denen die Qualität unserer Öle bis heute profitiert.

Kurt L. Nübling: Wir waren 1990 Initiator des Bio-Lemongrass-Projekts in Bhutan. Diese Verbindung wird seither in enger Zusammenarbeit gepflegt. Unter Anleitung des Partners Bio-Bhutan begannen Mitglieder der Bauernkooperative 2011 mit der Herstellung einer exkusiven Naturseife. Dies ermöglicht heute 100 Familien ein selbstbestimmtes Leben. Die Seifen werden seit 2012 in PRIMAVERA-Editionen integriert und sind Teil unserer CSR-Aktivitäten, denn Verkaufserlöse werden anteilig an die Manufaktur zurückgeführt. So helfen wir, mehr Wertschöpfung für Bhutan zu generieren.

Was sind Ihre persönlichen Lieblingsöle?

Kurt L. Nübling: Minze und Lavendel habe ich auf Reisen immer dabei zum Entspannen. Neroli ist mein persönliches Wundermittel, das ich gern auf den Solarplexus auftrage. Und Sandelholz gehört zu mir, wie mein Eigengeruch. Falls jemand kein Fan von kerzenbetriebenen Duftlampen ist, gibt es übrigens moderne Alterativen wie Vernebler und stimmungsvolle elektrische Duftleuchten in verschiedenen Farben.

Ute Leube: Neroli und den holzig zitrusartigen Geruch der Riesentanne rieche ich besonders gern. Jeden Tag in der Tasche habe auch ich Pfefferminze und Lavendel – denn alle kleinen Wehwechen kann ich damit behandeln. Mein kleiner Tipp: Kennen Sie die Filzpflaster, die man unter Stuhlbeine klebt? Träufeln Sie Ihr Lieblingsöl darauf und kleben es innen an Ihre Kleidung. Man sieht nichts und der Duft begleitet Sie den ganzen Tag!

Steckbrief PRIMAVERA

  • Gegründet: 26. Mai 1986
  • Ätherische Öle 100 Prozent naturrein (keine synthetischen Zusätze, nicht mit anderen Ölen gestreckt)
  • Keine Tierversuche
  • Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil (mindestens 70 Prozent Bioanteil) und Bio-Kosmetik (mindestens 95 Prozent Bio-Anteil)
  • EG-Bio-Prüfung, Demeter-Prüfung, NATRUE-zertifiziert
  • Unterstützt soziale Projekte in Nepal, Bhutan und der Türkei
  • Vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Green Brand Ökopreis, Ute Leube ist Trägerin des Unternehmerinnenpreises von Veuve Cliquot
  • Weitere Infos: www.primaveralife.com

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