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Sommer - So bleiben Sie gesund

Gesund durch die heiße Jahreszeit

Stand: 12.07.2016

Da freuen wir uns, dass die Temperaturen in die Höhe klettern und setzen uns vergnügt in die Wärme. Doch manche verkennen die Gefahr, sich zu lange einer zu großen Hitze auszusetzen.

Sonne satt: Vorsicht Hitzschlag!

„Ein Hitzeschlag kann lebensgefährlich werden“, warnt Dr. med. Uwe Siedentopp, Arzt für Naturheilverfahren und Dozent an der Akademie Gesundes Leben in Oberursel. „Typische Symptome sind eine sehr hohe Körpertemperatur (bis 40 Grad), ein sehr schneller Pulsschlag, Schwindel und Übelkeit. Die Haut ist trocken und heiß, der Blutdruck kann stark abfallen. Im weiteren Verlauf kann es zum Zusammenbruch der Herz-Kreislauf-Funktion kommen, die Patienten geraten in einen Schockzustand, wirken apathisch, verwirrt und fallen im schlimmsten Fall ins Koma. Säuglinge und Kleinkinder aber auch ältere Menschen sind besonders gefährdet!“

Die SOS-Maßnahme: „Bringen Sie betroffene oder gefährdete Personen sofort ins Kühle, wenn das nicht geht, wenigstens in den Schatten unter einen Baum oder Sonnenschirm. Legen Sie Coolpacks auf Arme, Beine, Nacken und Leiste – aber wickeln Sie die Packs in ein dünnes Tuch. Direkt auf die nackte Haut platziert besteht sonst die Gefahr für lokale Erfrierungen. Wer keine Coolpacks zur Hand hat, kann ersatzweise mit in kaltem Wasser getränkten Tüchern Umschläge machen, um die Körpertemperatur zu senken.

Öffnen Sie enge Kleidung, und geben Sie dem Betroffenen lauwarmes Wasser oder Kräutertee zu trinken. Aber Vorsicht: Die Flüssigkeitszufuhr sollte man nur bei bewusstseinsklaren Personen durchführen. Muss sich der Patient schon erbrechen, könnte er sich daran verschlucken.

Wache Personen mit Hitzschlag sollten Sie einige Stunden lang weiter beobachten, da weiterhin die Gefahr des Bewusstseinsverlustes besteht. Ist der Patient bereits apathisch, sollten Sie ihn in die Schocklagerung bringen und sofort den Notarzt rufen.“ Die wichtigste Maßnahme: Vorbeugen.

Dr. Siedentopp rät

  • Setzen Sie sich nicht längere Zeit hohen Temperaturen aus. Suchen Sie vor allem zur Mittagszeit einen kühlen Platz auf.
  • Versuchen Sie direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeiträume zu vermeiden.
  • Trinken Sie bei Hitze ausreichend – etwa zusätzlich zwei bis drei Liter pro Tag!
  • Tragen Sie Kleidung, die der Temperatur angemessen ist.
  • Verzichten Sie bei hohen Temperaturen auf Alkohol.Treiben Sie nicht in der größten Hitze Sport, verlagern Sie beispielsweise die Zeiten, um zu joggen, in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
  • Ganz wichtig: Lassen Sie Kinder, Säuglinge, aber auch Haustiere an heißen Tagen niemals im verschlossenen Auto sitzen, selbst wenn Sie nur „ganz schnell“ eine kurze Erledigung machen. Das Innere eines PKW heizt sich in der Sonne blitzschnell auf und kann zur tödlichen Wärmefalle werden!

Montezumas Rache: Durchfall

Der schönste Urlaub ist verdorben, wenn wir uns mit Durchfall nicht aus dem Hotelzimmer trauen.

Das hilft:

  • Einen Fastentag einlegen, bei dem Sie viel stilles Wasser aber auch eine selbst gemachte Elekrolytlösung trinken, um einen durch Durchfall bedingten Mineralstoffmangel auszugleichen: Dazu einen halben Liter Wasser mit einem Teelöffel Kochsalz, acht Teelöffeln Traubenzucker und einem halben Liter Kräuter- oder Früchtetee mischen. Zwei Liter täglich trinken.
  • Heilerde gehört zu den ältesten Magen-Darm-Arzneien der Welt, auch sie kann helfen, den Flüssigkeitsverlust einzudämmen. Dafür am besten zweimal täglich ein bis zwei teelöffel Heilerde zur inneren Anwendung in 300 Milliliter Wasser auflösen und in kleinen Schlucken trinken. Danach etwas geriebenen Apfel essen.
  • Die Wirkung von Salbei bei Durchfall ist ebenfalls wissenschaftlich belegt. Aus dem Kraut Tee zubereiten (zwei Teelöffel pro Tasse, zwölf Minuten ziehen lassen). Dreimal täglich davon trinken.

Da blüht uns was: Lippenherpes

Erst kribbelt es, dann blüht es auf: Lippenherpes macht uns besonders häufig im Sommer zu schaffen. Auslöser für die Bläschen, die oft recht schmerzhaft sein können, ist ein Virus, der bei 90 Prozent der Deutschen dauerhaft im Körper schlummert. Durch Stress, ein geschwächtes Immunsystem, aber auch zu viel Sonne und regen Kontakt mit Salzwasser kann das Herpesvirus „geweckt“ werden.

Das hilft:
Schon beim ersten Kribbeln, aber auch wenn sich bereits Bläschen zeigen, kann Teebaumöl helfen. Das ätherische Öl im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnen (bitte nicht unverdünnt auftragen, da es die zarte Lippenhaut reizen könnte) und mit einem Wattestäbchen dreimal täglich auftupfen. Neben seiner antibiotischen und pilztötenden Wirkung hat das Öl neuesten Labortests zufolge auch eine antivirale Wirkung, die es ermöglicht, der Ausbreitung von Herpesviren entgegenzuwirken.

So beugen Sie vor:
Nach dem Sprung ins Meer das Gesicht und die Lippen mit klarem Wasser abwaschen, danach Lippenpflege auftragen, und bei allen Aktivitäten in der Sonne die Lippen mit Lichtschutzpflege vor UV-Licht schützen. (zum Beispiel: Dr. Hauschka Med Akut Lippenpflege Labimint)

Freiluft-Küche sicher genießen

Ob die Kaffeetafel unter einem schattigen Baum, die Party in einer lauen Sommernacht oder das Grillvergnügen: Ist es nicht herrlich, im Sommer den Tisch nach draußen zu stellen und unter freiem Himmel zu genießen? Leider gibt es kleine Plagegeister, die uns den Spaß ganz schön verderben können. So wehren Sie Wespen, Mücken & Co. auf natürliche Weise ab und schützen sich vor unangenehmen Stichen:

  • Einige Esslöffel Kaffeepulver auf ein feuerfestes Tellerchen geben und anzünden – der Rauch duftet für uns recht angenehm, Wespen können ihn aber gar nicht leiden und machen einen großen Bogen darum herum.
  • Stellen Sie im sicheren Abstand von Ihrer Tafel als „Alternativ-Büffet“ für Wespen ein Tellerchen mit mit süßen Früchten wie Melone oder Trauben auf. Nun fliegen die Wespen dort hin und lassen Sie während des Essens in Ruhe.
  • Wählen Sie für den Sommer einen festen „Wespen-Essplatz“ – die Tiere gewöhnen sich tatsächlich daran.
  • Düfte wie Citronella, Eukalyptus, Rosmarin, Pfefferminze oder Nelke mögen die kleinen Plagegeister überhaupt nicht. Mischen sie die entsprechenden ätherischen Duftöle im Verhältnis 1:5 mit einem Bio-Kokosöl – fertig ist ein natürlicher Mückenschutz, den Sie großzügig auf der Haut verreiben können und zusätzlich auch in Duftlämpchen geben können.
  • Decken Sie den Tisch und kleiden Sie sich möglichst in Weiß oder in sehr hellen Farben – Mücken bevorzugen Buntes und Dunkles.
  • Mit den richtigen Pflanzen können wir einen grünen Mückenschutz errichten. Die Deutsche Wildtier Stiftung rät zu Basilikum im Blumentopf. Helfen sollen auch stark duftende Tomatenpflanzen, Katzenminze und Geranien.

Reiseübelkeit – so schützen Sie sich

Ein bewährtes Hausmittel gegen Reiseübelkeit ist Ingwerwasser. Dazu 30 dünn geschnittene frische Ingwerscheiben mit einem Liter Wasser aufbrühen und fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Mit Limettensaft und Honig abschmecken. Vor Reiseantritt und unterwegs trinken.

Gut zu wissen: Bei akuter Übelkeit hilft die Akupressur. Simulieren Sie den sogenannten „Nei-Kuan-Punkt“. Der Punkt liegt auf der Handgelenksinnenseite circe zwei Daumen breit über der Handgelenksquerfalte am Unterarm. Massieren Sie mit dem Daumen der linken Hand fünf Minuten lang den Akupressurpunkt am rechten Unterarm, dann Armwechsel.

Schniefnase und Gliederschmerzen: Sommergrippe

Die zu kalt eingestellte Klimaanlage im Auto, Zugluft, nasse Kleidung, die nach dem Baden nicht gewechselt wird, zu viel Sonne – all das kann eine Sommergrippe begünstigen. Auslöser für den grippalen Infekt mit Schnupfen und Kopfschmerzen, Halsweh und Husten sind Viren. Daher gehören häufiges Händewaschen und ein intaktes Immunsystem zu den besten Vorbeugestrategien.

Das hilft:
Hat es einen doch erwischt, ist Ruhe angesagt, um schnell wieder fit zu werden. Trinken Sie ausreichend. Gegen Halsschmerzen mit Salbeitee gurgeln, Ingwertee wärmt durch und befeuert auch das Immunsystem. Nasenspülungen mit Meersalz befreien die Nase und befeuchten die Schleimhäute. Kommt Fieber dazu, sind kalte Wadenwickel oder eine Schwitzkur mit Holunderblüten- oder Lindenblütentee angesagt. Sind Babys und Kleinkinder betroffen, sollten Sie immer einen Heilpraktiker oder Arzt zu Rate ziehen.

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