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Mann joggt in der Abendsonne

Outdoor-Sport trotz Allergie

Action statt Heuschnupfen

Stand: 01.07.2020 (01.07.2020)

Die Nase juckt, die Augen tränen und das Atmen fällt schwer – für 15 Prozent der Deutschen sind das nur allzu bekannte Symptome. Wenn Baum- und Gräserpollen herumfliegen, läuft so manche Nase. Der entspannte Freiluft-Run oder Walk im Park wird für AllergikerInnen schnell zur unangenehmen Schnief- und Niespartie. Wie Freiluft-Sport trotzdem Spaß machen kann:

Bei der allergischen Rhinitis (Heuschnupfen) reagieren die Abwehrmechanismen des Immunsystems, die normalerweise Viren, Bakterien und Schadstoffe bekämpfen, plötzlich auf harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaub. Bei erhöhtem Vorkommen in der Luft und besonders beim Sport werden die winzigen Partikel dann verstärkt eingeatmet. Das sorgt für eine überschießende Immunreaktion und die lästigen Schnupfen-Symptome.

Wie entstehen Allergien?

Eine Allergie ist schlicht die Überempfindlichkeit des Immunsystems – und die ist vererbbar. Kinder, deren Eltern an Allergien leiden, entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls Allergien. Ebenfalls als Ursache diskutiert wird ein zu hohes Ausmaß an Hygiene. Im frühen Kindesalter nämlich lernt das Immunsystem den Umgang mit Krankheitserregern und Fremdstoffen. Ein Kind, das auf dem Land aufwächst und im „Dreck“ spielt, trainiert also sein Immunsystem, während ausgeprägte Hygiene das Immunsystem unterfordert und überempfindlich gegenüber Fremdstoffen werden lässt.

Ganz egal, ob wir nun zu den 15 Prozent zählen, oder nicht – Sport ist gesund und auch als AllergikerInnen müssen wir gewiss nicht darauf verzichten! Gesundheitsexperte Prof. Dr. Froböse hilft uns mit seinen vier praktischen Tipps, aktiv und vor allem sorglos durch die Heuschnupfen-Saison zu sporteln.

Tipp 1: Atmung

Durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Das erwärmt die Atemluft und feuchtet sie an, bevor sie sich ihren Weg durch die unteren Atemwege bahnt. Dadurch und auch durch Nasenhaare und Schleimhäute gelangen so weniger Pollen in die Lungen.

Tipp 2: Trainingszeit

Sport am Morgen oder auch mal spät abends kann sich für AllergikerInnen lohnen, denn zu diesen Zeiten ist die Pollenbelastung meist geringer. Auch das Freilufttraining direkt nach einem Regenschauer ist zu empfehlen. Der Regen wäscht einen Großteil der Pollen wortwörtlich aus der Luft.

Tipp 3: Trainingsort

In bergigen Höhen ab circa 800 Meter und auch am Meer ist die Pollenkonzentration vergleichsweise gering. Entscheidendes Wissen für die nächste Urlaubsplanung.

Tipp 4: Anitallergika

Wer Allergie-Medikamente einnimmt, sollte auch beim Sport nicht darauf verzichten. Durch die beschleunigte und tiefere Atmung während der Belastung können vermehrt Pollen und Allergene in die Atemorgane gelangen.

Gut zu wissen:

Auch mit Medikamenten ist man nicht vollkommen vor allergischen Reaktionen geschützt. Moderat an die Belastung herantasten und nicht übertreiben ist also wichtig. Sollten Sie sich unsicher sein, kann es hilfreich sein, den Trainingsplan mit einem Arzt abzusprechen und gegebenenfalls die Medikation entsprechend anzupassen.

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