Mit Yoga geht’s wieder gut

Körper und Seele in Balance

Stand: 12.09.2016

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Yoga tut nicht nur allgemein gut und entspannt. Gezielte Übungen lindern auch Alltagsbeschwerden. Wenn es im Kopf, Bauch oder mit der Laune nicht stimmt – Yoga hilft. Probieren Sie es doch mal aus.

Bei Kopfschmerzen – klaren Kopf bekommen

Stellen Sie sich aufrecht hin und achten Sie darauf, dass Ihr Scheitel senkrecht nach oben zeigt. Heben Sie Ihr linkes Bein und legen Sie den Fuß so hoch wie möglich an den Innenschenkel des rechten Beines. Die Rumpfmuskulatur spannen Sie an.

Verschränken Sie die Hände, drücken Sie mit dem Ringfinger den Akupressurpunkt zwischen dem vierten und fünften Fingeransatz. Heben Sie die Arme über den Kopf. Atmen Sie lang und tief zehnmal. Dann gehen Sie langsam in den Stand zurück und wechseln das Standbein. Der Ringfinger drückt den Akupressurpunkt.

So wirkt die Übung: Die Übung heißt der Baum. Sie gleicht den Energiefluss beider Gehirnhälften aus, sorgt für geistige Ausgeglichenheit und verwurzelt Sie im Boden.

Bei depressiver Verstimmung – die Laune steigt

Stellen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie tief ein und öffnen Sie sich kraftvoll, indem Sie die Arme diagonal weit nach oben strecken. Die Finger spreizen Sie dabei.

Beim Ausatmen lassen Sie die Arme sinken. Kreuzen Sie die Arme vor der Brust und legen Sie die rechte Hand auf die linke Schulter, die linke Hand auf die rechte. Gehen Sie leicht in die Knie, lassen Sie die Schultern leicht nach vorn und das Kinn auf die Brust sinken. Wiederholen Sie die Bewegungen langsam mit tiefen Atemzügen mehrere Male.

So wirkt die Übung: Kräftigt und steigert die Durchblutung des Verdauungssystems, regt die Darmtätigkeit an. Außerdem massiert das Vor- und Zurückrollen den Darm.

Bei Verdauungsstörungen – Wohlfühlen im Bauch

Legen Sie sich flach auf den Rücken. Das linke Bein anziehen, das Kniegelenk umfassen und an den Körper ziehen. Atmen Sie zehnmal in den Unterbauch und gegen den linken Oberschenkel. Dann das Bein wieder ablegen, kurz entspannen, Übung wiederholen. Anschließend mit dem rechten Bein ebenfalls zehnmal.

Beide Beine anziehen, Knie umfassen, an den Körper ziehen und bewusst in den Bauch atmen. Zehn Atemzüge lang. Dann Beine auf der Matte ausstrecken und der Wärme im Verdauungsapparat nachspüren.

Beide Beine anziehen, Knie umfassen und vor- und zurückrollen. Etwa zehnmal. Dann entspannen.

So wirkt die Übung: Massiert das Herz, aktiviert die Brustwirbel, unterstützt das Selbstbewusstsein.

Yoga für die Gesundheit

Die konzentrierten, meditativen Momente des Yoga haben einen harmonisierenden Einfluss auf das Gehirn. Über die Hypophyse werden der Stoffwechsel ausgeglichen und die Nerven beruhigt. Deshalb ist es wichtig, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken. Spüren Sie nach jeder Übung in sich hinein.

Übungen wirken auch über Meridiane, Energiekanäle, die an die Organe gekoppelt sind. Auf diesen Meridianen liegen Akupunkturpunkte. Werden diese durch Akupressur, also zum Beispiel Drücken, stimuliert, entstehen heilende Impulse, die über die Nervenbahnen Einfluss nehmen.

Die Übungen sind entnommen den Büchern „Soforthilfe-Yoga“ von Heike Oellerich, Miriam Wessels, und „Heil-Yoga“ von Dr. med. Konopka, beide blv, 128 Seiten, 14,99 Euro (ISBN 978-3-8354-1164-7 und 978-3-8354-1359-7).

Darin finden Sie weitere Übungen, die sanft, aber gezielt Beschwerden, zum Beispiel in den Wechseljahren, bei Stress und Schlafstörungen lindern.

Bilder © Seer / blv

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