Im Gespräch mit Prof. Dr. Ingo Froböse

Thema Laufen

Stand: 01.09.2017 (01.09.2017)

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Prof. Ingo Froböse; wissenschaftlicher Beirat des Programms „Reformhaus® activate your life“

 

 

Es heißt immer: "Man muss das Laufen genießen." Warum fällt das so vielen Menschen schwer?

Prof. Ingo Froböse: Glauben Sie mir, ich hatte anfangs auch meine Schwierigkeiten. Als früherer Kurzstreckenläufer hat meine Frau mich zu Beginn regelrecht hinter sich her geschleift. Doch schnell wurde Laufen für mich ein Genuss. Wichtig ist, sich nicht zu übernehmen und auf die Signale des Körpers zu hören.

Und ich kann selbst als "Laufküken" diese Signale identifizieren?

Genau so ist es! Wir müssen zu Beginn allein auf ein paar Grundsatzregeln achten. Der wichtigste Faktor ist sicherlich, sein richtiges Tempo zu finden. Dabei ist die Prämisse "Laufen ohne zu schnaufen" unbedingt zu beachten. Wer noch genauer in seinen Körper hineinfühlen möchte, der kann mit der sogenannten Borgskala seinen subjektiven Anstrengungsgrad ganz einfach feststellen.

Man hört immer wieder davon, dass Laufen eine Ursache von Arthrose im Alter sein soll. Was sagen sie dazu?

Diese Aussage wird heute zum Glück liebevoll als Mythos bezeichnet. Nach aktueller Studienlage kann ich einen solchen Zusammenhang mit gutem Gewissen verneinen. Sogar im Gegenteil. Viel mehr stärkt und erhält Laufen und körperliche Ertüchtigung im Allgemeinen die Strukturen des Körpers. Ein fitter Körper bis ins Alter ist eine wichtige Voraussetzung für langwährende Lebensqualität.

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