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Gestresst? Ab auf die Yogamatte!

Besser runterkommen

Stand: 14.07.2016

Dass Yoga entspannt und gelassener macht, ist bekannt. Wie die Körper- und Atemübungen auch nachhaltig Stress in den Griff bekommen, zeigt Yogaexpertin Anna Trökes.

Ein Leben ohne Stress gibt es nicht. Wenn wir morgens zur Bushaltestelle hetzen oder am Wochenende ein Essen für viele Freunde zubereiten, versetzt uns das in einen temporären Ausnahmezustand. Akuter Stress (Bus verpassen) und Eustress (positiver Stress: Hoffentlich gelingt das Essen) werfen uns kurzfristig aus der Bahn, aber solange der Stress nicht andauert, entspannt sich der Körper danach wieder und vergisst diese Situationen später. Bei anhaltendem Stress, Dysstress (negativer Stress) ist das anders.

Zwei alltagstaugliche Übungen gegen Stress

 

1. Die Schulterbrücke

Auf den Rücken legen. Arme liegen neben dem Körper. Füße hüftbreit parallel aufstellen. Beim Ausatmen die Fußsohlen kraftvoll in den Boden drücken. Einatmen und dabei langsam das Steißbein, das Kreuzbein und damit das Becken vom Boden heben.

Füße und Beine sollten parallel sein. Ihr Gewicht ruht auf den Schulterblättern und den Füßen. Nacken und Schultern sollten entspannt sein. Ruhig atmen und in der Haltung verweilen. Rollen Sie danach Wirbel für Wirbel ab. Sobald das Becken auf dem Boden liegt, Beckenboden entspannen.

Anti-Stress-Wirkung: Die sanfte Umkehrhaltung gibt dem Kopf – also dem Geist – wieder einen Ruhepunkt. Da der Nabel höher als der Brustkorb gehalten wird, schaltet der Körper in eine tiefe, ruhige Bauchatmung.

2. Die kraftvolle Haltung

Stehen Sie aufrecht mit hüftbreit aufgestellten Füßen. Arme über den Kopf heben, Schultern sinken lassen. Mit dem Becken nach hinten und unten streben, als wollten Sie sich setzen. Den Rumpf so weit wie möglich aufrichten und weit über die Fingerspitzen nach oben streben. In der Haltung verweilen und tief atmen. Achten Sie darauf, dass Oberschenkel und Füße parallel bleiben und nicht nach innen kippen. Gehen Sie aus der Haltung, indem Sie die Beine strecken und die Arme senken.

Anti-Stress-Wirkung: Die Standhaltung bewirkt ein Gefühl von Standhaftigkeit und Kraft. Durch die Aktivierung der Beinmuskulatur entsteht ein Gefühl der Stabilität und Unerschütterlichkeit. Die Aktivierung der Rückenmuskeln vermittelt ein Gefühl von innerer Kraft.

Anna Trökes, Yogalehrerin und Buchautorin Anna Trökes unterrichtet seit mehr als 25 Jahren Yoga und betreibt eine eigene Yogaschule in Berlin.

Mehr zum Thema erfahren Sie in dem Buch von Anna Trökes „Anti-Stress-Yoga“, Herder, 269 Seiten, ISBN 978-3-4513-1268-7, 19,90 Euro. Enthält einen Download-Link, über den Sie von der Autorin angeleitete Übungen erhalten.

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