Düfte wirken auf die Stimmung

Aromatherapie

Stand: 22.01.2017 (22.01.2017)

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Sie wirken anregend, beruhigend, unwiderstehlich oder aphrodisierend. Sie beeinflussen Körper und Seele gleichermaßen. Machen Sie sich diesen Effekt zunutze.

Ätherische Öle haben vielfältige Wirkungen. Ihre Duftstoffe können Stimmungen beeinflussen, positive und negative Gefühle wecken und sogar Stress lindern. Im Körper entfalten sie auch eine medizinische Wirkung: Ätherische Öle stärken die Abwehrkräfte, helfen gegen Bakterien, Pilze und bei Kopfschmerzen. Weil sie auf Körper und Seele wirken, spricht man auch von Aromatherapie.

Das passiert im Körper

Der Geruchssinn ist direkt an das sogenannte limbische System gekoppelt. Das ist die Hirnregion, in der das Gedächtnis und die Emotionen sitzen.

Steigt uns also ein angenehmer Duft in die Nase, löst er positive Empfindungen aus. Gehen wir beispielsweise durch einen duftenden Blumengarten, weckt dies schöne Erinnerungen, und wir schnuppern betört an den Blütenblättern.

Unangenehme Gerüche rufen hingegen Ekel und Abwehr hervor. Wem beispielsweise eine verdorbene Kartoffel ins Netz gegangen ist, der wird sie schnellstens auf dem Kompost entsorgen.

Ätherische Öle und ihre Wirkungen

Welcher Duft welche Wirkung haben kann, das haben wir Ihnen in einem kleinen Überblick zusammengefasst.

  • Der Duft von Jasmin oder den Blüten der Ylang-Ylang-Pflanze hebt die Stimmung und nimmt den Stress
  • Extrakte aus Lemongras, Orangen, Mandarinen und Zitronen wirken anregend, verbessern die Konzentrationsfähigkeit und machen uns durch ihre Frische aktiver
  • Zimtduft lässt uns warm ums Herz werden, stimmt zuversichtlich und hat auch eine aphrodisierende Wirkung
  • Rosmarin ist ein Muntermacher
  • Bergamotte erhöht die Kreativität
  • Duft von Lavendel beruhigt Körper und Seele, hilft, die innere Balance wieder herzustellen, besänftigt und stärkt die Nerven
  • Rosenblütenöl wirkt harmonisierend auf die Seele
  • Teebaumöl soll gegen Pickel, Warzen und Fußpilz helfen

Qualität muss sein

An Duftöle aus dem Reformhaus® werden hohe Ansprüche gestellt. Die neuform-Richtlinien schreiben vor, dass die Öle zu 100 Prozent naturrein sein müssen. Sie sind also unverändert, unverfälscht und werden weder mit anderen, preiswerten Ölen verschnitten noch mit naturidentischen oder künstlichen Aromaölen gemischt.

So wenden Sie ätherische Öle an

Ätherische Öle können einerseits heilen, andererseits aber auch die Haut reizen und Allergien auslösen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, empfehlen Fachleute, stets nur minimale Mengen zu verwenden und konzentrierte Öle zu verdünnen. Schnelle Beispiele zum Selbermachen:

  • Für ein Entspannungsbad genügen bereits fünf bis 15 Tropfen des jeweiligen ätherischen Öls im Badewasser. Damit das Öl nicht obenauf schwimmt, brauchen Sie einen Emulgator wie Milch, Sahne oder Honig. Davon zwei Esslöffel ins Wasser geben und gut verteilen.
  • Bereits zwei bis fünf Tropfen eines Rosenöls aus handgepflückten Damaszenerrosen reichen für ein Duftlämpchen oder einen Duftstein. Mit dieser Menge können Sie einen etwa 20 Quadratmeter großen Raum beduften. Rosenöl ist übrigens eines der kostbarsten ätherischen Öle. Rund 30 Blüten der Damaszenerrose müssen destilliert werden, um einen einzigen Tropfen Rosenöl zu erhalten.
  • Tragen Sie ein ätherisches Öl niemals pur auf die Haut auf. Vermischen Sie es stattdessen mit einem Basisöl, wie Babyöl, Sesam-, Weizenkeim- oder Jojobaöl. Hierfür geben Sie zwei bis vier Tropfen des Öls zu 100 Milliliter des Basisöls.

Herstellung ätherischer Öle

Ätherische Öle werden aus Pflanzenteilen wie Blättern, Wurzeln, Früchten und Samen gewonnen. Dies geschieht mit Hilfe der Wasserdampfdestillation. Dabei extrahieren Fachleute die Düfte mit Hilfe eines Lösemittels, was nach der Nutzung wieder entfernt wird. Übrig bleibt ein intensiv duftendes ätherisches Öl.

Ätherische Öle und Allergien

Wer sich mit einem ätherischen Öl nicht wohl fühlt, sondern Kopfschmerzen oder tränende Augen bekommt, sollte darauf verzichten. Menschen mit einer diagnostizierten Duftstoffallergie dürfen gar keine ätherischen Öle verwenden.

Das gilt auch für zahlreiche Kosmetikprodukte, die mit den unterschiedlichsten ätherischen Ölen angereichert sind. Bei Beschwerden können Sie sich testen lassen, ob Sie gegen Duftstoffe allergisch sind. Diese werden dann in einen Allergiepass eingetragen.

Die Geschichte der ätherischen Öle

Dass Düfte die Macht haben, die Sinne zu betören, das wussten die Menschen bereits in der Antike. So gewannen die Griechen aus diversen Pflanzenteilen stark riechende ätherische Öle. In Indien wurden schon vor mehr als 5000 Jahren ätherische Düfte als therapeutisches Mittel eingesetzt. Auch heute noch nutzt die ayurvedische Medizin Heilessenzen und Düfte zur Linderung und Behandlung von Erkrankungen.

Die heutige Aromatherapie geht auf den französischen Chemiker René Maurice Gattefossé (1881–1950) zurück. Nach einem Unfall in seinem Chemielabor behandelte er seine verbrannten Hände mit reinem Lavendelöl, wodurch sie umgehend heilten.

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