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Es ist zum aus der Haut Fahren

Wie Sie Ihre Hautbarriere stärken können

Wenn die Barrierefunktion der Haut gestört ist, kann sie empfindlich und trocken werden, zu Entzündungen sowie Juckreiz neigen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihre Hautbarriere stärken können und was hilft, wenn es juckt.

Manchmal ist es unerträglich: Die Haut ist gereizt, gerötet und juckt ganz fürchterlich. Kennen Sie das Gefühl? Sie sind nicht allein: Etwa 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischem Juckreiz. Klar, dass dies extrem unangenehm und belastend sein kann, immerhin ist die Haut mit knapp zwei Quadratmetern unser größtes Organ. Aber ist es nur trockene Haut oder schon mehr? Wenn der Juckreiz länger als sechs Wochen anhält, spricht man in der Medizin von „chronischem Pruritus“, also chronischem Juckreiz – eine der häufigsten Erkrankungen weltweit! Der Leidensdruck der Betroffenen ist sehr groß, die Lebensqualität meist stark beeinträchtigt. Doch woher kommt der lästige Juckreiz?

Die Gründe können vielfältig sein: Nicht nur bekannte Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Psoriasis werden von Juckreiz begleitet, es gibt diverse Krankheitsbilder wie Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankungen sowie psychische Ursachen, die den chronischen Pruritus begünstigen können. Um die Vorgänge in unserer Haut besser zu verstehen, ist es hilfreich, sich zunächst die Hautschutzbarriere einmal genauer anzuschauen.

Ein Schutzwall zwischen Innen- und Außenwelt

Unsere Haut besteht aus drei verschiedenen Hautschichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). Die wichtigste Aufgabe der Epidermis ist die Barrierefunktion. Und die ist ein wahres Wunder der Natur – sie ist aufgebaut wie eine Mauer. Die Hornzellen bilden die Ziegel, die in einen Mix aus Eiweißen und Fettstoffen eingebettet sind. Wichtige Fette namens Ceramide halten wie ein Kleber alles zusammen und machen die Haut schön geschmeidig. Die Hautbarriere ist unser Schutzwall zwischen Innen- und Außenwelt, sie verhindert, dass Schadstoffe über die Haut eindringen können und dass zu viel Feuchtigkeit nach außen verdunstet.

Eine einfache Messung bringt Klarheit: Um die Funktionsfähigkeit der Hautbarriere festzustellen, gilt der sogenannte transepidermale Wasserverlust (TEWL) als wichtiger Wert. Eine Sonde misst in Sekundenschnelle die von der Hautoberfläche verdunstete Wasserdampfmasse pro Fläche und Zeit. Ein erhöhter Wert ist ein Indikator dafür, dass die Hautbarriere gestört ist und Feuchtigkeit nicht mehr ausreichend gespeichert werden kann. Dann neigt die Haut zu Trockenheit, Rötungen, Schüppchen-Bildung, Rissen und im schlimmsten Fall zu Entzündungen. Doch was hat die Hautbarriere so aus dem Gleichgewicht gebracht? Es können alltägliche Dinge sein, wie zu häufiges und zu heißes Duschen oder aggressive Reinigungsprodukte. Außerdem ist unsere Haut täglichen Herausforderungen in der Umwelt ausgesetzt, z. B. durch UV-Strahlung, Feinstaub, trockene Luft in klimatisierten Räumen etc. Auch Stress und eine familiäre Veranlagung können sich negativ auf unser Hautbild auswirken.

Wir stellen zwei der häufigsten Hautkrankheiten vor:

  • Neurodermitis in Kürze: Die Haut ist sehr trocken, oft stark gerötet oder schuppig. Die chronische Erkrankung verläuft in Schüben. Das Immunsystem reagiert auf Allergene, indem es Antikörper bildet, die wiederum Entzündungen auslösen können. Der Juckreiz ist meist unerträglich. Es gibt diverse Faktoren, die einen Schub begünstigen wie z. B. Stress, Hitze, Kälte, kratzende Kleidung oder Infekte. Tipp: Führen Sie ein Tagebuch, um mögliche Trigger zu identifizieren und – wenn möglich – anschließend zu vermeiden. Auch ein Ernährungstagebuch kann hilfreich sein. Je gesünder wir essen, desto gesünder ist unser Hautbild! Um Ihre Haut vor dem Austrocknen zu bewahren, braucht sie täglich eine rückfettende, feuchtigkeitsspendende Pflege, am besten ohne Duft- und Konservierungsstoffe. Je kürzer die Liste der Inhaltsstoffe (die sogenannte INCI-Liste), desto besser! Wirkstoffe, die sich bei Neurodermitis bewährt haben und die Haut widerstandsfähiger machen sollen, sind z. B. Inka-Omega-Öl und Borretschsamenöl. Panthenol hilft bei der Regeneration.
    Tipp: Nachtkerzen-, Borretsch- sowie Hanföl eignen sich nicht nur zur äußerlichen, sondern auch gut zur innerlichen Pflege, um der Haut ausreichend Gamma-Linolensäure zuzuführen. (im Reformhaus® z. B.: Hübner Nachtkerzen Öl Kapseln; Reformhaus® Hanfsamen bio; Dr. Budwig Hanföl bio; Dr. Wolz Borretschöl-Kapseln).
    Gut zu wissen: Einfach ein paar Tropfen Nachtkerzenöl zur Bodylotion hinzugeben, um die Haut mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren zu versorgen. Gereizte Haut? Empfehlenswert sind hier die Produkte von Quellmed und Dr. Hauschka Med Gesichtscremes.
  • Schuppenflechte / Psoriasis in Kürze: Sie erkennen diese chronisch entzündliche Hautkrankheit an schuppenden Hautstellen und einer scharf begrenzten Hautrötung mit Juckreiz. Auch schmerzhafte Risse sowie gelblich oder weißlich verfärbte Finger- und Fußnägel können unangenehme Begleiterscheinungen sein. Die Ursachen? Eine genetische Veranlagung oder eine Autoimmunreaktion in der Haut, ausgelöst z. B. durch Stress, Infektionen oder hormonelle Veränderungen. Durch die Entzündungsreaktion beschleunigt sich die Hauterneuerung, es werden übermäßig viele Hautzellen gebildet, die Haut schuppt sich stark ab. Betroffene sollten sich täglich mit einer ölhaltigen, rückfettenden Pflege verwöhnen. Auch Silber-Mikropartikel sind hilfreich, um den Hautzustand zu verbessern (im Reformhaus® z. B. Bergland Silbercreme). 

    Einfach mal abtauchen: Gönnen Sie Ihrer Haut und Seele regelmäßig ein entspannendes Vollbad mit Salz, Basischem Badesalz oder einem ölhaltigen Badezusatz. Auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training können helfen, negativen Stress abzubauen und besser mit dem Juckreiz umzugehen. Omega-3-Fettsäuren, z. B. in Leinöl oder Walnussöl, wirken entzündungshemmend und unterstützen die Haut von innen heraus (im Reformhaus® z. B. Dr. Budwig Omega-3 Leinöl, bio; Rapunzel Oxyguard ® Leinöl nativ, bio; Fauser Vitaquell Walnuss-Öl).

Erste Hilfe bei Juckreiz:

Bei Hautreizungen:

  • Auf Wolle und enge Kleidung verzichten, lieber luftige Kleidung aus Baumwolle tragen.
  • Nur lauwarm und kurz duschen, nicht zu lange und nicht zu heiß!
  • Auf kurze Fingernägel achten! Wenn der Juckreiz nachts zu stark ist, können dünne Baumwollhandschuhe davor bewahren, im Schlaf die Haut aufzukratzen.

Gut zu wissen

SOS! Hier bekommen Sie professionelle Hilfe Sie leiden unter starkem chronischem Juckreiz und Ihr/e Haus- oder Hautarzt/ärztin oder HeilpraktikerIn weiß nicht weiter? Dann finden Sie in der Juckreizambulanz der Hautklinik des Universitäts Klinikums Münster (UKM) die richtigen AnsprechpartnerInnen. Die Juckreizambulanz ist Teil des interdisziplinären Kompetenzzentrums Chronischer Pruritus (KCP), in dem SpezialistInnen aus unterschiedlichen Fachgebieten die PatientInnen gemeinsam versorgen, mit umfassender diagnostischer und therapeutischer Kompetenz.

Infos: https://www.ukm.de


Produkte aus dem Reformhaus®

Zum Baden

Mit einem Basischen Badesalz soll die Balance des Säure-Basen-Haushalts wiederhergestellt und die Selbstfettung der Haut angeregt werden; z. B.: ARYA LAYA Basisches Badesalz; M. Reich BasenSalz; P. Jentschura MeineBase®.

Zum Duschen

Besonders milde Inhaltsstoffe wie Aloe vera Gel und ein Extrakt aus Zuckerrübe spenden viel Feuchtigkeit, Kamillenextrakt wirkt entzündungshemmend und beruhigend; z. B.: ARYA LAYA HyperSens Schaumdusche.

Zur Gesichtsreinigung

Wertvolle pflanzliche Wirk- und Rohstoffe wie Mandelöl, Pflaumenkernöl und Stiefmütterchenextrakt reinigen schonend die sensible Haut und beruhigen; z. B.: ARYA LAYA Sensitive Mandel Reinigungssahne. Befreit sensible Haut gründlich und sanft von Umweltrückständen, Süßholzwurzelextrakt wirkt stärkend und reizlindernd; z. B.: DADO SENS REGENERATION E Reinigungsmilch.

Zum Cremen

Silber-Mikropartikel können bei trockener, schuppiger Haut und Neurodermitis helfen. Die effektive Depotwirkung sorgt dafür, dass über den ganzen Tag Silberionen freigesetzt werden; z. B: Bergland Silbercreme. Kalt gepresstes Bio Nachtkerzen-Öl zeichnet sich besonders durch den hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure aus. Diese stabilisiert die Feuchtigkeitsaufnahme bei sehr trockener und juckender Haut; z. B.: Bergland Bio Nachtkerzen-Öl. Ein Omega-Komplex mit Inka-Omega-Öl, Borretschsamen und Vitamin F unterstützt das Feuchthaltevermögen der Haut und stärkt ihre natürliche Widerstandskraft; z. B.: DADO SENS EXTRODERM Intensivcreme. BOOSTER FÜR TROCKENE HAUT: Eine Kombination aus fünf verschiedenen Hyaluron-Arten soll die Feuchtigkeitsdepots auch in tieferen Hautschichten auffüllen. Pflanzliche Öle und Lipide pflegen trockene Haut weich; z. B.: Alsiroyal® Hyaluron 5-Effekt Tagescreme Trockene Haut. Durch das optimale Verhältnis von Linolsäure und Alpha-Linolensäure eignet sich Hanfsamenöl als intensive Pflege von gereizter Haut, bei Neurodermitis und Schuppenflechte; z. B.: Primavera Hanfsamenöl bio. Kann auch gut mit anderen Pflegeölen wie Mandelöl oder Arganöl gemischt werden.

Als Akuthilfe

Gezielt für die sehr trockene, neurodermitische Haut entwickelt wurde die Pflegeserie Dr. Hauschka MED, Intensivcreme Mittagsblume bzw. Akutcreme Potentilla. Süßholzwurzelextrakt und Zink besänftigen sensible, irritierte Haut, wenn sie rascher Pflege bedarf; z. B.: DADO SENS SOS CARE Akutspray bzw. Akutcreme. Ein Gesichtstonikum mit reinem Aloe vera Saft spendet sofort natürliche Feuchtigkeit, enthaltenes Rosenblütenhydrolat beruhigt sensible Haut und lindert Rötungen; z. B.: Santaverde toner sensitive.

Als Intensivpflege

Ihr Gesicht freut sich über eine Maske, die mit verschiedenen Heilpflanzen empfindliche, gestresste Haut beruhigen und wieder ins Gleichgewicht bringen soll; z. B.: Dr. Hauschka Beruhigende Maske.


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