Heilpflanze Salbei

Heilpflanzen-Hero - Salbei

Pflanze der Unsterblichkeit

„Salbeiblätter Tee – ein Allrounder bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut und bei Verdauungsbeschwerden.“

Elisabeth David, Produktmanagerin für Heilkräutertees bei SALUS 

Woher Salbei stammt

Sein medizinisches Talent kannte schon Hildegard von Bingen. Und auf eine umfassende Heilwirkung verweist auch der lateinische Name „Salvia“, das Verb „salvare“ bedeutet ja nichts anderes als „heilen“. Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler und hat sich vom westlichen Mittelmeerraum aus über Europa verbreitet. An einem sonnigen, windgeschützten Plätzchen im Garten gedeiht er heute auch problemlos in unseren Breiten. Von rund 1.000 Arten sind zwei medizinisch relevant, der Echte Salbei und der dreilappige Salbei. Der Echte Salbei ist ein aromatisch duftender Strauch, der zwischen einem halben und einem Meter hoch wächst. Man kann die silbrig-grünen Blätter von Frühling bis Herbst ernten, am besten nur die Triebspitzen, um die Pflanze zu schonen. Kurz vor der Blüte im Juni ist das Aroma am stärksten ausgeprägt.

Was das Besondere an Salbei ist

Im Blickpunkt neuerer Forschung steht das Monoterpen 1,8 Cineol, ein Bestandteil ätherischer Öle. Wie Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer und seine Tochter Friederike in ihrem Buch „Selbst heilen mit Kräutern“ berichten, soll es eine hemmende Wirkung auf Entzündungsmediatoren haben. Im Kommentar des Europäischen Arzneibuches werde auch erwähnt, dass 1,8-Cineol eine abschwellende Wirkung bei der Therapie von Asthma habe. Zudem sei eine neuroprotektive Wirkung bei Alzheimer-Kranken beobachtet worden. Weitere Studien seien geplant, um Medikamente für die Behandlung von Alzheimer zu entwickeln.

Wie er hilft

Salbei wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, antiviral und schweißhemmend. Zu den elementaren Wirkstoffen zählen ätherische Öle wie Cineol, Thujon und Campher, ferner Flavonoide, Triterpene (Ursolsäure) sowie Gerb- und Bitterstoffe. Salbeiblätter-Tee, eine Gurgel-Lösung oder Inhalation mit Tee sind bewährte Hausmittel gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum und allgemein gegen Erkältungen oder Halsweh. Ein Bad mit dem ätherischen Öl (3 Tropfen aufgelöst in Öl oder Milch) soll gegen Erschöpfung und sogar gegen Stimmungstiefs helfen. Heißer Salbeitee - pur oder in einer Kräutermischung - entspannt die Magen-Darm-Muskulatur.

Wer Salbei braucht

Salbei steckt in Gurgellösungen gegen Halsschmerzen und Erkältung, in Tinkturen zum Pinseln des Zahnfleisches und wird auch oft für Halsbonbons oder -pastillen verwendet. Das Gurgeln mit Tee hilft bei entzündetem Zahnfleisch und Mundgeruch. Hildegard von Bingen empfahl Salbei gegen Kopfschmerzen und Blähungen. Nachweislich fördert „Salvia“ die Verdauung und hemmt zudem übermäßig starkes Schwitzen, das unterschiedliche Ursachen haben kann. Frauen in den Wechseljahren nutzen Salbei gern gegen den unangenehmen Nachtschweiß. Empfehlung hier: dreimal täglich eine Tasse Tee (kalt oder lauwarm) zwischen den Mahlzeiten. 


Wo und wie es ihn gibt

Salbei wird im Reformhaus® von mehreren Anbietern (Alsiroyal®, SALUS Cistus-Salbei-TeeSchoenenberger Salbeisaft bioHübner Salbei Zahnpasta) und in unterschiedlicher Form angeboten, vor allem als Tee, den man dann auch für eine Mundspülung verwenden kann. Salbeitee gibt es auch in Kombination mit weiteren Kräutern wie zum Beispiel Cistus. Getrockneter Salbei ist in der Küche auch als Gewürz gefragt, etwa in Salbeibutter zu Pasta. Für die innere Anwendung eignen sich Naturreiner Heilpflanzensaft Salbei und wahlweise auch Extrakt-Kapseln, z. B. von Alsiroyal®. 

Frauke Döhring

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