Reformhaus

Superheld - Stoffwechsel

Ein wahrer Meister seines Fachs

Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist der Motor in unserem Körper. Läuft er rund, können wir Vollgas geben. Es ist gar nicht so schwer, den Körper in Schwung zu halten: eine gesunde Ernährung mit Nüssen und Hülsenfrüchten sowie Ausdauersport sind das A und O.

Was der Stoffwechsel alles für uns tut

Natürlich lässt sich der Stoffwechsel in biochemische Formeln, komplexe Abläufe und fremde Termini zerlegen – aber eigentlich steckt hinter der trockenen Bezeichnung ein Superheld, mit dessen Hilfe tagtäglich unglaubliche Dinge in unserem Körper ablaufen, ohne dass wir etwas dazu tun. „Er verteilt die Nährstoffe, liefert Vitalstoffe und Energie genau dorthin, wo sie benötigt werden. Er entsorgt Verbrauchtes, repariert Kaputtes, entgiftet, reinigt, transportiert, löst Stoffe aller Art, baut Zellen neu auf “, sagt Professor Ingo Froböse und ergänzt: „Der Stoffwechsel ist letztlich der Motor für alles, was wir sind und was wir werden.“ Diesem spannenden Thema hat der Reformhaus® Experte von der Sporthochschule Köln ein eigenes Buch gewidmet, das sich wie ein Heldenepos aus dem Marvel-Universum liest.

Prof. Dr. Ingo Froböse, wissenschaftlicher Beirat des Programms „Reformhaus® activate your life“

Wir haben eine Hitliste der Glanztaten zusammengestellt, die unser Leben überhaupt erst möglich machen:

  1. Jeden Tag hilft der Stoffwechsel uns, 40 bis 60 Kilogramm Energie zu produzieren, das sogenannte ATP (Adenosintriphosphat), damit alle biochemischen Abläufe im Organismus reibungslos ablaufen.
  2. Sie atmen pro Stunde etwa 900-mal und nehmen dabei täglich 10.000 Liter Luft auf, die der Stoffwechsel bearbeitet.
  3. Im Laufe von 70 Lebensjahren produziert er 38.000 Liter Speichel.
  4. Im Laufe von 75 Lebensjahren verarbeitet er 30 Tonnen Nahrung, verteilt die Nähr- und Vitalstoffe dahin, wo sie gebraucht werden.
  5. Ohne ihn keine Frisur und keine Maniküre: Die Haare wachsen mit seiner Hilfe täglich 0,3 Millimeter, die Fingernägel monatlich drei Millimeter.
  6. Er hält unsere Körpertemperatur konstant auf 36.37 Grad Celsius. Würden wir unsere Wohnung 365 Tage so heizen, kämen wir auf einen Verbrauch von ca. 1.000 Kilowattstunden.
  7. Die fünf bis acht Liter Blut, die je nach Körpergewicht durch Ihren Körper zirkulieren, erneuern sich dreimal jährlich, weil täglich 200 Milliarden neue Blutzellen produziert werden.
  8. Die Niere reinigt jeden Tag mehr Körperflüssigkeit als von einer Badewanne voll Wasser.
  9. Unsere Augen korrigieren pro Tag 100.000-mal selbstständig ihre Scharfstellung.
  10.  Nervenimpulse sausen mit einem Tempo von 360 Stundenkilometern durch unseren Körper, machen unsere Gedanken schnell und unsere Bewegungen flüssig.

Diese Liste ließe sich, so der Experte, beinah endlos fortsetzen. Was an Zauberei grenzt, bedenken wir, dass der Organismus nur aus Wasserstoff und Sauerstoff, ein paar Metallen, Nichtmetallen und Spurenelementen besteht – eine Ansammlung von 60 bis 80 Millionen Zellen, die der Stoffwechsel, auch Metabolismus genannt, zu einem Team formt, das aus jedem Menschen ein individuelles Wesen macht: kreativ, energiegeladen, emotional, unschlagbar. Er ist unermüdlich an unserer Seite, arbeitet 24/7.

Doch in der zweiten Lebenshälfte verändert sich etwas. Der Motor unseres Seins schwächelt. Wir fühlen uns nicht mehr so leistungsfähig, schlafen schlechter, die Haare werden dünner und wir dicker. Grund: Der Stoffwechsel arbeitet langsamer, es kann sogar zu Erkrankungen kommen, etwa dem „metabolischen Syndrom“, das den Fettstoffwechsel, den Kohlenhydratstoffwechsel, den Eiweiß- oder Mineralstoffwechsel betrifft. Diabetes mellitus, Gicht, Morbus Crohn und Osteoporose sind nur vier Beispiele von vielen. Das ist die schlechte Nachricht. Doch Professor Froböse hat eine gute im Gepäck: „Wir sind dem nicht hilflos ausgeliefert. Viele körperliche Veränderungen, die man dem Alterungsprozess zuschreibt, hängen vom Stoffwechsel ab und wir haben viele Möglichkeiten, steuernd und erfrischend einzuwirken.“

900-mal atmen wir täglich und nehmen dabei 10.000 Liter Luft auf

So helfen Sie dem Stoffwechsel in der zweiten Lebenshälfte auf die Sprünge

Mit dem „Rettet das Dopamin-Programm“: Dopamin ist eine Vorstufe für andere Hormone und beeinflusst im Gehirn direkt und indirekt Stimmung, Aufmerksamkeit, Lernen, Verhalten und die motorischen Aktivitäten. Mangelt es an Dopamin, kann das zu einer massiven Wesensveränderung und starken Bewegungsreduktion führen, wie sie im schlimmsten Fall Morbus-Parkinson-Patient:innen erleiden.

 „Die Produktion von Dopamin ist hochsensitiv und deswegen reagiert sie, wie Studien eindrucksvoll zeigen, auf besondere Belastung durch Stress, Alkohol oder Drogen, aber auch auf einen erhöhten Zuckerkonsum“, so Froböse. Je ungesünder der Lebensstil, desto niedriger der Dopaminspiegel. Aber das geht auch andersherum: „Eine gesunde und vitale Lebensweise sichert und fördert langfristig die Dopaminproduktion.“ Das heißt konkret: Ernähren Sie sich basisch, vollwertig und pflanzenbasiert, mit Schwerpunkt auf den Proteinen. Denn speziell die Aminosäure Tyrosin fördert den Metabolismus und den Aufbau des Dopamins. Dazu täglich eine Portion Apfelessig (im Reformhaus® z. B. Apfelessig naturtrüb, demeter von Voelkel oder Apfelessig naturtrüb, bio von Hensel) und viel körperliche Aktivität.

Täglich eine Portion Apfelessig hilft bei der Dopamin-Produktion

Viel Eiweiß: Neben dem Dopamin profitieren auch alle anderen Hormone von einer guten Portion vieler unterschiedlicher Aminosäuren, die wir über die Nahrung zu uns nehmen. Um 20 Gramm verwertbares Eiweiß aufzunehmen, genügt es zum Beispiel ein Ei zu essen. Oder 80 Gramm dicke Bohnen. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf ausreichend Hülsenfrüchte (im Reformhaus® z. B. Reformhaus® Berglinsen, braun bio), Obst, Gemüse, Milchprodukte, Nüsse (im Reformhaus® z. B. Reformhaus® Nusskernmischung, bio oder Haselnusskerne) und Samen (im Reformhaus® z. B. Reformhaus® Samenmischung mit Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Sesam).

Kein Snack, kein Gummibärchen zwischen den Mahlzeiten: Ist doch nur ein Stückchen Schoki…! Nein, ist es nicht. Es ist ein massiver Störfaktor in der Lieferkette unseres Organismus. Stellen wir uns vor, wir seien ein großes Mietshaus und täglich käme ein LKW voller Obst und Gemüse für die Zentralküche, wo Essen für alle gekocht wird. Ist es fertig, wird ein Bote namens Insulins losgeschickt und sagt überall Bescheid, dass das Essen abgeholt werden kann. Die Bewohner schicken ihre Boten, die die Mahlzeit abholen, auf den Zimmern wird gegessen, alle sind satt – bis sie in sechs Stunden erneut Hunger bekommen und sich freuen, wenn der Bote Insulin wieder an die Tür klopft. So läuft es rund im Haus.

Schlau pausieren – das gilt für unsere Ernährung und für unseren Job

Bei 50 Prozent der Erwachsenen läuft es leider schief. Bei ihnen werden ständig Mahlzeiten und Snacks gegessen und weil der Bote Insulin zwischen kleinen und großen Mengen nicht unterscheidet, saust er ständig durchs Haus – bis alle Bewohner es satthaben. Sie schicken keinen Abholboten mehr in die Küche, das Essen muss nun anderswo gelagert werden – in den Fluren, auf den Balkonen. Das Haus geht aus dem Leim und bricht irgendwann zusammen.

Es hilft nichts: Diesen Kreislauf können wir nur unterbrechen, wenn wir dem Organismus zwischen den Mahlzeiten vier bis sechs Stunden Zeit lassen, damit er mit dem Fettabbau beginnen kann.

Die Zellen verjüngen: Die sogenannte Apoptose regt die Neubildung und den Ersatz gestorbener Zellen an – bis 50. Ab dann sind es besonders die freien Radikale, Zwischenprodukte, die bei der Atmung entstehen, zellulären oxidativen Stress auslösen, die Zellen quasi verbrennen und uns so schneller altern lassen. Aber wir können ihnen ein Schnippchen schlagen: Beim Ausdauersport müssen die Kraftwerke unserer Zellen, die Mitochondrien, mehr arbeiten. Dabei entsteht ein spezielles Mitochondrienprotein, „der Apoptose induzierende Faktor, kurz AIF, der als Aktivator der Apoptose angesehen werden kann“, so Professor Froböse. „Durch das regelmäßige Training erneuern sich die Zellen schneller und effektiver.“ Ein Segen für unseren Stoffwechsel. Faustregel: mindestens zweimal wöchentlich 50 Minuten joggen, walken, Fahrrad fahren oder schwimmen.

Schlau pausieren: Alle 90–120 Minuten benötigt der Organismus 20 Minuten Pause, um zu regenerieren. Der Stoffwechsel fährt leicht herunter, Funktionen wie Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur regulieren sich. Diesen Rhythmus nennt man „Basic Rest Activity Cycle“. Wenn wir gegen dieses Grundbedürfnis unseres Organismus mit Kaffee, Energydrinks und Willenskraft anpowern, „wird das die metabolischen Funktionen langfristig beeinträchtigen oder schädigen.“ Im Job kann das auf geteiltes Echo stoßen. In diesem Fall halten Sie dem Team am besten diesen Artikel unter die Nase.

Energie-Booster Ginseng

Ein langes, gesundes Leben – das wünschen wir uns alle. Doch Umwelteinflüsse und eine ungesunde Lebensweise belasten unseren Körper, können sogar die DNS schädigen, die uns allen aus dem Biologieunterricht bekannte, unaussprechliche Desoxyribonukleinsäure.

Unser Körper ist ein widerstandsfähiges „Stehaufmännchen“ und in der Lage, solche Schäden immer wieder zu reparieren. Wo der Körper aktiv werden muss, erfährt er über ein Enzym, das für die Regeneration der Körperzellen zuständig ist: Sirtuin-1. Keine leichte Aufgabe für ein kleines Enzym, und man wünscht ihm einen tatkräftigen Helfer an die Seite, damit es all die wichtigen Aufgaben in unserem Körper erledigen kann.

Diesen Helfer gibt es tatsächlich. Eine Studie aus dem Jahr 2021 deutet darauf hin, dass bestimmte Wirkstoffe des Roten Ginsengs das Enzym Sirtuin-1 aktivieren und sich positiv auf den Energiestoffwechsel auswirken können. So sind die Zellen besser vor negativen Einflüssen geschützt, Alterungsprozesse werden verzögert. Aus der Studie geht auch hervor, dass der Ginseng-Wirkstoff die Schutzfunktion des Enzyms auch dann verstärkt, wenn die Zellen vorher geschädigt wurden.

Reiner Roter Ginseng – ob in Tabletten-Form, als Extrakt oder Wurzelscheiben gibt es in Ihrem Reformhaus® von KGV.

Zum Weiterlesen

Noch mehr Tipps und ausführliche Erläuterungen finden Sie in dem 300 Seiten starken Buch „Der Stoffwechsel Kompass – Was uns in der zweiten Lebenshälfte fit, schlank und wach hält“ von Professor Ingo Froböse (Ullstein Verlag, 19,99 Euro)

Seminartipp

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Karin Stahlhut

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