Tipps gegen Erkältung - suzi_media/stockadobe.com

Erkältet? Das muss nicht sein

Hilfe bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Was wir beachten sollten, damit wir Husten, Schnupfen, Heiserkeit schnell wieder loswerden – am besten aber gar nicht erst bekommen.

Wo habe ich mich denn jetzt wieder angesteckt?

Erkältungsviren lieben feuchte, warme Luft. Stickige Räume mit wenig Luftaustausch und ein niesender Mensch darin – das sind perfekte Bedingungen. Auch ein typischer Übertragungsweg: Man berührt Klinken oder Tischflächen und fasst sich danach ins Gesicht, was wir sehr häufig tun. Einfallstor für Viren sind vor allem die Nasenschleimhäute.

Wie kann ich eine Ansteckung am besten verhindern?

Die Corona-Zeit hat es recht anschaulich gemacht. Noch nie gab es so wenige Erkältungen wie im vergangenen Winter. Masken schützen, Distanz zu anderen Menschen ebenso. Eigentlich wäre es eine feine Sache, wenn jeder, der eine Erkältung hat, eine Maske trüge – so wie es in Asien üblich ist. Ansonsten hilft natürlich ein starkes Immunsystem, das die Viren abfängt und unschädlich macht.

Kann man sich wirklich verkühlen?

Ohne Viren keine Infektion. Doch Kälte kann durchaus die Abwehrkraft schwächen, zumindest, wenn man friert. Dann ist der Körper nämlich in erster Linie damit beschäftigt, sich warmzuhalten – und die Gefäße der Nasen- und Rachenschleimhäute verengen sich, Erreger können so einfacher eindringen. Deshalb kann es auch ungünstig sein, mit nassen Haaren nach draußen zu gehen.

Wieso gibt es keine Mittel, die Erkältungen ganz verhindern?

Rhinoviren sind so schlau, den Wirt nur zu beeinträchtigen, ihn aber nicht ernsthaft zu schädigen. Sie greifen nur die oberen Atemwege an. Durch ihre Strategie, sich mittels Tröpfcheninfektion zu verbreiten, sind sie höchst ansteckend. Und sie haben ein Täuschungsmanöver entwickelt, das die Immunabwehr dazu bringt, einen falschen Botenstoff auszuschütten. Zudem mutieren sie sehr häufig. Kaum hat sich das Immunsystem auf sie eingestellt, haben sich die Viren schon wieder leicht verändert, und das Immunsystem erkennt sie nicht mehr.

 

Ist Erkältung gleich Erkältung?

Nein. Die häufigsten Auslöser von Atemwegsinfekten, die Rhinoviren, unterschieden sich voneinander. Mehr als 100 von ihnen wurden von ForscherInnen beschrieben. Sie sind im Vergleich zu anderen Krankheitserregern winzig, nur rund 30 Nanometer groß und äußerst aktiv. Durch häufige Mutationen ist ihre Wirkung auch unterschiedlich stark. Es gibt also durchaus die Möglichkeit, dass man sich mit einer sehr aggressiven Form ansteckt. Ob man aber mit Fieber im Bett landet, hat auch damit zu tun, wie gut das Immunsystem arbeitet. Gemeinsam ist den Rhinoviren, dass sie kältebeständig sind und sich nicht im ganzen Körper ausbreiten.

Können Zink-Präparate die Krankheitsdauer verkürzen?

Ja und sie können sogar die Symptome deutlich lindern. Halsschmerzen, Schnupfen und Fieber fielen bei StudienteilnehmerInnen geringer aus, wenn sie Zink während einer Erkältung einnahmen, so eine aktuelle australische Meta-Analyse. Dabei werteten die WissenschaftlerInnen der Western Sydney University insgesamt 28 Studien mit über 5000 TeilnehmerInnen aus. Es zeigte sich, wer direkt nach den ersten Symptomen Zink (in verschieden hoher Dosis) einnimmt, erlebt ab dem dritten Tag eine deutliche Verbesserung. Und im Gegensatz zu den TeilnehmerInnen, die kein Zink erhalten hatten, waren sie spätestens nach einer Woche mit der Erkältung durch.

Produkte aus dem Reformhaus® z. B.:

Alsiroyal®, Zink+Histidin plus Vitamin CSALUS, C-300-Depot + Zink TablettenDr. Grandel, Cerola C-plus-Zink TalerRabenhorst „Schützen mit Zink“, Mehrfruchtsaft mit Zink und Vitamin C

 

Ein Schnupfen ist im Anflug – schnell noch in die Sauna?

Nein, sowie man merkt, dass man erkrankt, ist ein Gang in die Sauna nicht empfehlenswert. So gut regelmäßige Hitze- (und Kälte-)Reize sind, um das Immunsystem zu trainieren, so ungünstig ist die Schwitzkur, wenn man schon erkältet ist. Wichtig: Wer sich nicht häufig der Hitze aussetzt, stresst den Körper noch zusätzlich. Und Viren lieben Wärme, um sich zu vermehren. Manch routinierte/r SaunagängerIn schwört hingegen darauf, beim ersten Verdacht die Erreger auszuschwitzen. Das kann aber wirklich nur ganz am Anfang einer Erkältung funktionieren. Meist klappt auch das dann nicht. Sich zu Hause gemütlich einzukuscheln ist da die bessere Strategie.

Zur Prophylaxe hingegen ist regelmäßiges Saunieren bestens geeignet. Etliche Studien zeigen, dass der Stoffwechsel angeregt wird und die Schleimhäute befeuchtet. Beides ist gut, um die Abwehrkräfte in Schwung zu bringen.

Ist eine vegane „Hühner“-Suppe genauso gesund wie Omas bewährte Hühnersuppe?

Ja, wenn man die gesunden Anteile, die durch das sehr lange Garen des Huhns freigesetzt werden, durch vegane Alternativen ersetzt. So wirkt das Eiweiß Cystein abwehrstärkend, entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute der Atemwege. In Linsen ist fast genauso viel Cystein enthalten wie im Huhn, und die Hülsenfrüchte punkten zudem mit einem höheren Gehalt an Zink. Das Eiweiß wird besonders gut vom Körper aufgenommen, wenn es sich an den Eiweißbaustein Histidin binden kann. Auch hier enthalten Linsen pro 100 g mehr als die Fleischvariante. Reichert man die Suppe zudem mit Kräutern und Gemüse an, kommen entsprechend Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine hinzu. Zur Wundersuppe wird der vegane Hausmittel-Klassiker gegen Erkältung, wenn sie mit Ingwer, Chili und Curcuma angereichert wird. Gingerole in Ingwer bekämpfen die Viren und sorgen für eine erhöhte Durchblutung, auch das unterstützt den Heilungsprozess. Bei Chili ist es das ähnlich wirkende Capsaicin und das asiatische Allheilmittel Curcuma reduziert Entzündungen. Aber auch klassische Kräuter aus der deutschen Küche wie Petersilie haben es in sich: ein hoher Gehalt an Vitamin C und blutstärkendes Chlorophyll sind das I-Tüpfelchen auf der heißen Suppe.

Produkte aus dem Reformhaus® z. B.:

Reformhaus® Berglinsen bio, braunGewürzmühle Brecht, Kurkuma gemahlenbio; Brecht Gewürze; Kapha Masala, ayurvedische Gewürzzubereitung, bio mit Curkuma und Chili

Wann helfen Wadenwickel?

Wadenwickel sind ein altbewährtes Mittel, um Fieber zu senken. Nicht anwenden, wenn der Erkrankte friert. Bei Kindern und SeniorInnen die Waden nur für 10 Minuten einwickeln. Fieber ist aber an und für sich hilfreich, so bekämpft der Körper sehr effektiv die Viren. Kühlende Wadenwickel deshalb nur bei hohem Fieber.

Wann ist ein Brustwickel oder Einreiben sinnvoll?

Bei Husten und Halsschmerzen lindert ein Brustwickel mit Zitronensaft die Beschwerden. Vor dem Schlafen Rücken und Brust mit ätherischen Ölen einreiben, das erleichtert das Atmen in der Nacht und bremst den Hustenreiz.

Produkte aus dem Reformhaus® z. B.:

Primavera Atmewohl Balsam Bio: Der pflegende und stärkende Balsam Atmewohl mit 100 % naturreinen ätherischen Ölen eignet sich gut für Brust- und Rückeneinreibungen sowie zur Pflege gereizter Haut rund um die Nase. Es besteht aus naturreinem Mandelöl, Eukalyptus und Zirbelkiefer. 

DIY-TIPP: Freier Atem

Wer trotz Schnupfen mal wieder durchatmen möchte, dem kann diese Mischung helfen:

Sie benötigen:

  • 50 ml Mandelöl bio
  • 5 Tropfen Eukalyptus globolus bio
  • 5 Tropfen Cajeput extra
  • 3 Tropfen Benzoe Siam bio

Die ätherischen Öle aus Eukalyptus und Cajeput sind beliebte Erkältungsöle, befreien die Atemwege und wirken schleimlösend. Der warme Duft von Benzoe Siam unterstützt das Wohlbefinden. Mandelöl eignet sich ideal und ist für alle Hauttypen geeignet. (alle Öle gibt es in Ihrem Reformhaus® z.B. von Primavera)

So geht's:

Ätherische Öle direkt in die Mandelöl-Flasche tropfen und schwenken, sodass sich die Öle miteinander vermischen. Auf Brust und Rücken auftragen und tief einatmen. Am besten vor dem Zubettgehen verwenden.

 

Hat eine Erkältung Einfluss auf eine Infektion mit Covid-19?

Dass die Symptome einer Erkältung ähnlich denen einer Corona-Infektion sind, ist bekannt. Tatsächlich gibt es Coronaviren, die eine Erkältung auslösen, aber nicht identisch sind mit Sars-CoV-2. Ein ForscherInnen-Team der Charité in Berlin hat nun nachgewiesen, dass eine frühere Infektion mit diesen Coronaviren Symptome der Covid-19-Infektion abmildert. Eine gleichzeitige Infektion mit Grippeviren, also einer Influenza, stellt allerdings ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf dar. Klar wird, so ähnlich sich Viren sein können, so unterschiedlich wirken sie in unserem Organismus. Ein erfolgreiches Immunsystem muss über gute Gedächtniszellen verfügen. 

Was hat sich bei Husten, Schnupfen und Halsschmerzen bewährt?

Gegen alle Symptome hilft es, viel zu trinken. Kräutertees lindern dabei je nach Heilkraut bestimmte Beschwerden. Bei Halsschmerzen mildert Salbei- oder Kamillentee die Reizung. Zwischendurch Bonbons oder Pastillen zu lutschen befeuchtet die Schleimhäute. Bei Schnupfen empfehlen sich Inhalationen mit ätherischen Ölen, Nasenspülungen. Auch gut: Nasensprays mit Salzwasserlösung. Gegen Husten sind Inhaltsstoffe aus Spitzwegerich und Eibischwurzel günstig.

Produkte aus Reformhaus® z. B.:

Olbas Tropfen: Als Zusatz beim Inhalieren intensiviert das Destillat aus Pfefferminzöl, Cajeputöl, Eukalyptusöl die entschleimende Wirkung; Mānuka Health Mānuka Honig Hustenbonbons: Sollte man immer in der Tasche haben, falls der Hustenreiz kommt; Alsiroyal® Hyaluron Husten & Hals Sirup und Lutschtabletten: Überziehen die Schleimhaut mit einem schützenden Film aus den Schleimstoffen von Eibischwurzel, Isländisch Moos und Malvenblüten sowie aus dem Gel der Hyaluronsäure; Hübner Tannenblut Halspastillen: zur Befeuchtung und zum Schutz der Schleimhäute in Mund- und Rachenraum, insbesondere bei Heiserkeit, Halsschmerzen und Hustenreiz; SALUS Bronchial-Husten-Tropfen: Ein Destillat aus Anisfrüchten, Eukalyptusblättern, Thymiankraut und bitteren Fenchelfrüchten fördert die Schleimlösung in den Atemwegen und erleichtert das Abhusten; Bakanasan Propolis Halspastillen: Das darin enthaltene Menthol wirkt wohltuend, die Propolis stärkt vor Ort die Abwehrkräfte.

 

DIY-TIPP: Befreite Nase

Das müssen Sie tun

Lauwarmes Wasser mit Meersalz anreichern, abwechselnd in beiden Nasenlöchern hochziehen und wieder rauslaufen lassen • Mehrmals wiederholen.

Wie lange dauert eine Erkältung normalerweise?

Üblicherweise zwischen drei und zehn Tage. Dauert die Infektion länger als zwei Wochen oder flammt sie immer wieder auf, sollten Sie sich dringend mehr Ruhe zum Auskurieren gönnen und von Ihrem/r Hausarzt/Hausärztin abklären lassen, ob etwas anderes hinter Ihren Beschwerden steckt.

Warum erwischt es mich immer wieder?

Manchmal haben Sie einfach Pech, wenn Sie beispielsweise häufig mit vielen Menschen in Räumen zusammentreffen. Auch kleine Kinder bringen viele verschiedene Erkältungsviren mit nach Hause. Aber wer immer wieder schnieft – wobei viermal im Jahr noch als normal gilt –, hat vermutlich ein Problem mit dem Immunsystem. Geschwächt wird es durch Stress, Schlafmangel, ungünstige Ernährung und die dadurch fehlenden Vitamine und Mineralstoffe.

Welche Vitamine und Mineralstoffe unterstützen das Immunsystem?

Klassiker, um Infekten vorzubeugen, sind Vitamin C und Zink. Inzwischen weiß man auch, dass Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle spielen. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Kräutern und Vollkorngetreide sorgt für ein fittes Immunsystem. Wer krank ist oder sich nicht ausgewogen ernährt, kann durchaus einen Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen haben.

 

Produkte aus dem Reformhaus® z. B.:

Alsiroyal® Cistus Plus Infektblocker: Wirkt vorbeugend durch Bildung einer Schutzbarriere auf den Mund- und Rachenschleimhäuten. Aufgrund der physikalischen Wirkungsweise gibt es keine Resistenzbildung; Dr. Wolz, Zell Oxygen Immunkomplex: enthält einen natürlichen Immunaktivkomplex mit einem hohen Anteil an Beta-Glucanen, Enzymen, Coenzymen, Aminosäuren, Spurenelementen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen aus Obst- und Gemüsekonzentraten. Durch ein spezielles Verfahren erhöht sich die Bioverfügbarkeit und die einzelnen Stoffe sind immunstimulierend und zielgerichtet antioxidativ; Raab Vital Immun Plus: Lutschtabletten mit Vitamin C, D und Zink für eine normale Funktion des Immunsystems und Biotin zur Erhaltung normaler Schleimhäute; Hübner Immun-Pro Beta-Glucan: Mit Zink, Selen und Vitamin C. Natürliches Sanddornmark und Acerola-Extrakt sorgen für ein zusätzliches Plus dieses Vitamins. Außerdem enthalten: Echinacea. Die Heilpflanze wurde vor Jahrhunderten von den indigenen Völkern Nordamerikas genutzt. Beta-Glucane, diese komplexen Kohlenhydrate, stärken die Voraussetzungen für ein gesundes Immunsystem.

Yvonne Hagen

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