Reformhaus Magazin Juli 2021

Reformhaus ® l JULI 2021 36 WOHLFÜHLEN Vielleicht denken Sie jetzt spontan, das sei irgendein neuer Impfstoff, dessen Namen man mühsam buch- stabieren muss? Nein, weit gefehlt! Denn Astaxanthin stammt aus der Werkstatt der Natur. Es gehört zu den Carotinoiden und somit zu den Pflanzenstoffen, deren beeindru- ckende Kräfte für unsere Gesundheit zunehmend erforscht und genutzt werden – deshalb sollten wir uns den Namen ruhig merken Es hilft Algen beim Überleben In der freien Natur geht es für alle Lebewesen bekanntlich immer um das Überleben der eigenen Spezies, das betrifft daher auch die Algen. Einige haben die Fähigkeit, erstaunlich lange an unwirt- lichen Orten durchhalten zu können, auch wenn es dort kaum Nahrung oder Wasser für sie gibt. Das verdanken sie u.a. dem Astaxanthin: Wenn asta- xanthinhaltige Algen um ihr Überleben kämpfen, stellen sie einfach auf einen Energie-Sparmodus um und stoppen alle weiteren Stoffwechselvor- gänge. Dabei färben sie sich rot. Fische, Tiere und Vögel, die die Algen dann verzehren, nehmen ebenfalls ihre Färbung an. Das erklärt die rosarote Farbe von Lachs, Shrimps und Hummer oder von den in Wassernähe lebenden Flamingos. Ein effektives Schutzschild gegen freie Radikale Astaxanthin ähnelt in seiner Struktur dem Beta-Carotin und gilt als eines der wirksamsten Mittel gegen freie Radikale. Diese entstehen durch Umwelt- und Genussgifte, durch Dauerstress und ungefiltertes UV-Licht und können zu gefährlichen Zellschäden führen. Sie lassen unsere Haut altern, können schlimmstenfalls sogar Krebs mit auslösen. Studien zufolge kann Astaxanthin helfen, schwere, zerstö- rerische Zellschäden zu verhindern. Allerdings führte man die Studien bisher fast nur bei Tieren, etwa Mäusen, durch. Die Ergebnisse gelten daher nicht automatisch auch für uns Menschen, es wird also weiter geforscht. Ein Carotinoid, das unter Wasser gedeiht Astaxanthin ist ein in Pflanzen enthaltener Farbstoff. Er gehört wie das Carotin, das zum Beispiel in Möhren steckt und sie orange färbt, zur Gruppe der Carotinoide, die bei Obst und Gemüse für die kräftigen Farben sorgen und von denen rund 600 heute bekannt sind. Besonders hoch ist das Vor- kommen von Astaxanthin aber unter Wasser: in Meeresalgen wie Spirulina, im Plankton und vor allem in der winzig kleinen Süß- wasser-Mikroalge Haematococcus pluvialis, der Blutregenalge. Und Astaxanthin kann mehr als nur fär- ben. Es gilt als eines der vermut- lich stärksten Antioxidantien, also als Radikalenfänger mit anti- entzündlichen und immunstär- kenden Kräften. KENNEN SIE ASTAXANTHIN?

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