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Reformhaus

Kurier

l

OKTOBER 2017

10

WOHLFÜHLEN

Die richtige Narben-

Pflege …

… beeinflusst den

Heilungsprozess

Ob nach einem tiefen Hautschnitt oder einem

operativen Eingriff: Wenn solche Wunden hei-

len, können Narben entstehen. Doch mit der

richtigen Narbenpflege können wir die soge-

nannte „Narbenreifung“ beeinflussen. Direkt

nach der Verletzung oder OP sollten Sie der

Wunde erst einmal Ruhe gönnen. Vermeiden

Sie alles, was die Haut reizen oder sie übermä-

ßig spannen könnte. In den ersten Tagen ist

der Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln

tabu. Der behandelnde Arzt oder Heilprakti-

ker wird Ihnen konkrete Anweisungen geben,

ab wann wieder Wasser an das Wundgewebe

darf.

Sind die Fäden gezogen (oder darf die ver-

klebte Naht auf den Schutz eines Pflasters ver-

zichten), sollten Sie weiterhin Vorsicht walten

lassen: Wasser nicht zu heiß und den Dusch-

strahl nicht zu hart einstellen. Eine gute milde

Pflanzenölseife (z. B. Sodasan, Weleda Rosen-

seife) verwenden, das Narbengewebe beim

Abtrocknen nicht abrubbeln, sondern sanft

trocken tupfen. Vermeiden Sie zu eng sitzen-

de Kleidung im Narbenbereich – sie könnte

das Gewebe mechanisch reizen. Frische Nar-

ben sollten zudem vor direktem Sonnenlicht

geschützt werden: Der UV-Einfluss kann uner-

wünschte Pigmentverschiebungen fördern.

Damit Narben sich möglichst „unsichtbar“

entwickeln, sollten Sie die frische Narbe täg-

lich pflegen. Massagen mit einem sanften

Narbenöl können das Erscheinungsbild der

Narben sichtbar verbessern, sie abflachen

und Rötungen verblassen lassen. Die Haut

wird dadurch geschmeidiger und besser mit

Feuchtigkeit versorgt, die Regeneration des

Gewebes wird unterstützt.

Haben Sie Geduld: Auch wenn ein Schnitt oft

eine Sache von Sekunden ist – der Heilungs-

prozess kann Monate dauern, so lange sollten

Sie auch die spezielle Narbenpflege betrei-

ben.

Und nicht vergessen, Narben gehören zum

Leben. Man sollte sie als Teil seines Ichs ak-

zeptieren. Sie kann schließlich auch daran

erinnern, dass man eine schlimme Zeit hinter

sich gelassen hat.

Das geht

unter die

Haut

Sonderfall Schwangerschaftsstreifen …

Jede Mutter freut sich, wenn sie endlich ihr Kind in

den Armen hält. Doch im Laufe einer Schwanger-

schaft muss sich die Haut einer Frau stark dehnen

– schließlich braucht der kleine Mensch, der da im

Mutterleib heranwächst, Platz. Es kann zu kleinen

Rissen im Bindegewebe kommen, die sich dann als

sogenannte Dehnungsstreifen bemerkbar machen.

Keine Angst – die Gesundheit gefährdet das nicht.

Es ist ein rein optisches Problem.

Auch hier heißt die Lösung: Pflegen, pflegen, pfle-

gen. Am besten beginnen Sie bereits in einer frühen

Phase der Schwangerschaft mit einer Hautmassage.

Verwenden Sie dafür ein gutes, natürliches Hautöl,

das frei von Konservierungsstoffen, Duftstoffen und

Mineralölen ist. Die Haut wird so mit Feuchtigkeit

versorgt, ihre Geschmeidigkeit und Elastizität erhöht.

Verteilen Sie das Öl nach dem Duschen auf Bauch,

Beinen und Armen, massieren Sie es sanft ein.

Sie können den Massageeffekt mit einer weichen

Körperbürste unterstützen: Den Bauch in kreisenden

Bewegungen von der Bauchaußenseite in Richtung

Bauchnabel bearbeiten. Das fördert die Durchblu-

tung der Haut, erhöht ihre Elastizität und lockert das

Bindegewebe.

Die intensive Hautpflege auch nach der Entbindung

fortführen. Eine sanfte Zupfmassage, bei der Sie

kleine, gut eingeölte Hautröllchen kurz anheben,

zwischen den Fingern massieren und dann wieder

loslassen, kann dazu beitragen, dass die Haut wie-

der straffer wird und eventuell vorhandene Deh-

nungsstreifen immer unsichtbarer werden.