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Antioxidantien

Schutz gegen freie Radikale

Das Leben ist stressig geworden. Nicht nur in psychischer, auch in körperlicher Hinsicht: Rauchen, Umweltgifte, fettreiche Kost – das setzt den Organismus massiv unter oxidativen Stress. Doch die Natur hat ein Mittel dagegen.

Das Heimtückische am Stress ist, dass wir ihn oft gar nicht bemerken. Auch oxidativer Stress ist nicht anders. Doch immerhin hat er ein „Gesicht”: freie Radikale. Sie können entstehen, wenn unser Körper etwa mit Tabakqualm, Smog oder Pestiziden konfrontiert wird. Oder bei aggressiver Bestrahlung, wie es beim Röntgen oder einem ausgiebigen Sonnenbad der Fall ist. Dann kommt es zu chemischen Reaktionen, an deren Ende die Radikale stehen.

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Was sind freie Radikale?

Denn ein Radikal ist so etwas wie die tragische und rachsüchtige Figur im großen Schauspiel der Chemie. Normalerweise geht es darin halbwegs fair zu: Die Atome und Moleküle helfen sich untereinander mit einzelnen Teilstücken aus und am Ende haben alle etwas davon. Doch sind Radikale im Spiel, geht die Rechnung nicht auf. Sie gehen aus den chemischen Reaktionen als Verlierer hervor: In ihrer Hülle schwirren die Elektronen nicht, wie sonst üblich, paarweise umher, sondern zum Teil nur als Singles.

Ein Defizit, das die Radikale unbedingt verändern wollen, weswegen sie sich aggressiv an anderen Stoffwechselverbindungen zu schaffen machen. „Freie Radikale attackieren wichtige Zellbestandteile wie Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate und vor allem auch das Erbgut”, erklärt Dr. Michaela Döll, Lehrbeauftragte für Lebensmittelchemie an der Universität Braunschweig. An den angegriffenen Strukturen kommt es, wie Döll weiter ausführt, zu Oxidationen, „vergleichbar dem Rostvorgang des Eisens oder dem Ranzigwerden von Fett”. Dass dies nicht gut ausgehen kann, liegt auf der Hand.

Am Ende stehen Schädigungen von Hormonen, Enzymen, Zellwänden und Erbgut. Wissenschaftler machen mittlerweile die Angriffe der freien Radikale mitverantwortlich für zahlreiche Erkrankungen, wie etwa Krebs, Arteriosklerose, Arthritis, grauer Star, Alzheimer und Parkinson. Und letzten Endes sind freie Radikale auch der Grund, warum wir altern. Nichts anderes als ein schleichendes Kapitulieren des Körpers vor oxidativem Stress. Gründe genug also, die freien Radikale unter Kontrolle zu bekommen, z. B. mit Flavonoiden, wie sie in Rote Bete (Foto o.) enthalten sind.

Was kann man gegen freie Radikale tun?

Ernährung und Lebensstil sind entscheidend. Vor allem gilt es, Gifte zu meiden, wie etwa den Tabakqualm, und sich nicht auf stundenlange Sonnenbäder einzulassen. Sportliche Betätigung wirkt zwar nicht direkt als Radikalfänger, aber sie trainiert unsere körpereigenen Kapazitäten im Umgang mit dem oxidativen Stress.

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Eine zentrale Rolle im Schutzprogramm spielen aber auch die Antioxidantien aus der Nahrung. Ihre Strategie: Sie stellen sich den bindungswütigen Radikalen als Partner zur Verfügung, die sich dann nicht mehr weiter auf andere Elektronenspender stürzen müssen. Oder anders ausgedrückt: Wo Antioxidantien sind, brauchen die Radikale nicht mehr nach anderen Opfern zu suchen – und der oxidative Stress im Körper kommt zur Ruhe.

Von vielen Vitaminen und Mineralien ist schon länger bekannt, dass sie als Oxidationsbremse wirken sollen. In jüngerer Zeit richtet sich der Blick der Wissenschaftler jedoch mehr und mehr auf die sekundären Pflanzenstoffe. Sei heißen „sekundär”, weil sie von den Pflanzen nicht im primären Stoffwechsel zum Wachstum und zur Energiegewinnung produziert werden.

Zu den Pflanzenstoffen mit besonders hohem Antioxidationspotenzial zählen die Polyphenole. Man findet sie vor allem in Kakao, Tee, Rotwein und vielen Gewürzen sowie in Beerenfrüchten, mit den Goji- und Acaibeeren als Spitzenreitern. Die früher – beinahe abfällig – als Gerbstoffe bezeichneten Polyphenole konnten mittlerweile in Studien den Beweis erbringen, dass sie antioxidativ teilweise deutlich stärker wirken als etwa Vitamin C oder E. Als Maßzahl dient hier der so genannte ORAC-Wert.

So ist schon länger bekannt, dass bestimmte Flavonoide (auch sie zählen zu den Polyphenolen) die Wirkung von Vitamin C verstärken. Weswegen Zitronen oder Kiwis weitaus mehr zur Vitamin-C-Versorgung beitragen, als ihr bloßer Vitamin-C-Wert vermuten lässt. Wieder andere Polyphenole schützen Vitamin E vor Oxidation – und sie können sogar jene Radikale, die sich bereits aus dem Vitamin gebildet haben, wieder zu Vitamin E zurückverwandeln. Für Biologin Döll steht daher fest: „Die bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe unterliegen einem Wirksynergismus und wirken am besten mit allen Inhaltsstoffen im Konzert.” Wie freilich dieses Konzert genau funktioniert, weiß nur die Natur.

Dr. Jörg Zittlau

ORAC-Wert (Oxygen Radical Absorbing Capacity)
Je höher dieser Wert, desto größer die Fähigkeit einer Substanz oder auch einer Obst- oder Gemüsesorte zum Entschärfen freier Radikale. So haben Erdbeeren etwa 1500 und Blaubeeren 2400 ORAC-Einheiten auf 100 Gramm, während vom Goji-Saft bereits 100 Milliliter ausreichen, um den kompletten Tagesbedarf von 3000 bis 5000 ORAC-Einheiten zu decken. Zwei Kapseln von Pflanzenkraft26 Bioaktiv-Komplex (von Hübner) haben einen ORAC-Wert von 3800.

[18.03.2011, Stand: 23.03.2016]

 

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