Ein Klassiker im ReformhausDie Pflanzenbutter von Dr. LandmannDem Engagement überzeugter Vorreiter ist es zu verdanken, dass pflanzliche Produkte in natürlicher Qualität entwickelt wurden. Einer von ihnen war der Arzt - Dr. Friedrich Landmann, der sich den Pionieren der Obstbausiedlung Eden bei Oranienburg anschloss. Als die Redensart „Jemandem die Butter vom Brot nehmen“ entstand, war noch nichts über Cholesterin oder die Wirkungen tierischer Fette bekannt. Viele hatten damals nicht einmal die Butter auf dem Brot – sie mussten sich mit einem Gemisch aus Milch, Wasser und minderwertigem Tierfett, anfangs sogar zerstoßenem Kuheuter, zufrieden geben.
Eine Mischung, die von dem französischen Forscher Hippolyte Mege-Mouries 1870 als billiger Ersatz für Butter erfunden wurde. Diese „Ersatzbutter“ schmeckte den wenigsten, Bauern rieben sogar ihr Vieh mit dem Produkt ein, um es vor Bremsenstichen zu schützen. Butter ist nichts für VegetarierFür strenge Vegetarier und Anhänger der Lebensreformbewegung, die sich um die Jahrhundertwende in der „Vegetarischen Obstbaukolonie Eden“ in Oranienburg bei Berlin zusammenschlossen, war dieses Erzeugnis vor allem aus einem Grund nicht akzeptabel: Es bestand aus tierischen Fetten. Der in Eden lebende Arzt und Biologe Dr. med. Friedrich Landmann fand heraus, dass die butterähnliche Substanz, damals „Oleomargarin“ genannt, nicht nur aus tierischem Talg, sondern auch aus natürlichen Pflanzenfetten und Ölen zu gewinnen ist. Landmann wollte ein gesundes pflanzliches Nahrungsmittel auf den Markt bringen, das sich jeder leisten konnte. Er lehnte gehärtete Fette ab und entwickelte die Eden-Margarine ohne künstliche Konservierungsmittel und Aromastoffe. Die Alternative: PflanzenbutterNach eineinhalbjährigen Vorarbeiten bestrich er 1908 seinen Vegetarierfreunden die ersten Stullen mit der völlig neuen „Pflanzenbutter“. Um einer Verwechslung mit der Kuhbutter vorzubeugen, wurde für alle Margarine-Arten die Würfelform vorgeschrieben – auch für Dr. Landmanns Erzeugnis. Für ihn und seine „Nachfolger“ bei der Firma Eden war trotzdem alles in Butter: Ihre Idee hat sich durchgesetzt und Pflanzenmargarine ist heute aus kaum einem Haushalt mehr wegzudenken, zumal die Wissenschaft den Wert der pflanzlichen Fette für die Gesundheit eindrucksvoll belegt hat. 1929 wurde die Eden-Margarine mit dem neuform-Warenzeichen versehen und nur an Reformhäuser ausgeliefert. Friedrich Landmann (Foto oben) wurde 1864 in Rheydt geboren. Nach dem Abitur war er Gutseleve, später Gutsinspektor in Pommern. 1910 erwarb er eine Heimstätte in Eden, wurde Mitglied im Aufsichtsrat und nach 1918 dessen Vorsitzender.
Als Arzt erkannte er schon früh den bedeutenden Einfluss einer richtigen, naturnahen Ernährung auf das Wohlbefinden des Menschen. Er eignete sich Kenntnisse in Biologie, dem Gartenbau und der Landwirtschaft an und setzte sein ganzheitlich orientiertes Wissen in die lebensreformerische Praxis um. Quelle: www.eden-eg.de |
Tipp: Heute gibt es viele Pflanzenmargarinen für verschiedene Ansprüche. Im Reformhaus bieten die Firmen Eden und Vitaquell hochwertige Produkte aus ausgesuchten Rohstoffen an – nach dem Grundsatz „Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich“ (s. auch Seite 34).
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