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Naturheilmittel

Vitalpilze – gut für die Gesundheit

Pilzsaison nicht nur im Herbst: Vitalpilze stammen aus Asien und finden dort seit Jahrtausenden zur Erhaltung des Gleichgewichts von Körper, Geist und Seele Verwendung. Auch hierzulande hat man ihren Nutzen erkannt.

Pilze sind ein Genuss! Pfifferlinge oder Steinpilze mit Knoblauch und Petersilie gebraten, als Risotto oder zu Knödeln serviert – da läuft das Wasser im Mund zusammen. Für viele Vegetarier gelten Pilze sogar als Fleischersatz, weil sie wertvolle Eiweißlieferanten sind.

Doch dass Pilze Heilwirkung haben, ist nach westlichen Gesundheitsvorstellungen ungewöhnlich. Dabei wird leicht übersehen, dass eines der bedeutendsten Medikamente der letzten 100 Jahre ursprünglich aus Pilzen gewonnen wurde: das Antibiotikum.

Alexander Flemming hat in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckt, dass Schimmelpilze das Wachstum von Bakterien hemmen. Sie produzieren eine Substanz, die die Synthese der bakteriellen Zellwand verhindert. Die Entdeckung dieses Wirkprinzips revolutionierte die Medizin. Krankheiten, an denen vorher Millionen von Menschen verstorben waren, können seitdem geheilt werden.

Heilmittel aus China

Neben diesem speziellen Einsatz sind Pilze in der westlichen Heilpflanzentherapie eher unbedeutend. In chinesischen Haushalten hingegen ist ihre Verwendung weit verbreitet. Ähnlich häufig wie bei uns der Champignon wird der Shiitakepilz in Asien verzehrt – seine Beliebtheit und gute Verträglichkeit machen ihn dort zur Nummer eins unter den Pilzsorten.

altAuf den Märkten wird neben Shiitake eine breite Vielfalt an verschiedenen Pilzen angeboten, und man weiß bei ihrem Einsatz durchaus auch um die Heilwirkung. Denn in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es keine so scharfe Trennung von Heil- und Lebensmitteln wie bei uns. Und wie alle Lebens- und Heilmittel werden auch die Pilze nach ihrem Geschmack, ihrer thermischen Wirkung und ihrer Organzuordnung eingeteilt und eingesetzt.

„Sie haben einen süßen bis neutralen (faden) Geschmack, gelten in ihrer thermischen Wirkung als neutral und werden den Organen Herz, Lunge und Milz zugeordnet”, erklärt dazu der Arzt Dr. Florian Ploberger, dessen Forschungs- und Unterrichtsschwerpunkt seit vielen Jahren in der chinesischen und tibetischen Medizin liegt. „Ihre Wirkung ist harntreibend, das heißt sie leiten Feuchtigkeit aus dem Körper aus. Sie wirken harmonisierend auf den Verdauungstrakt, tonisieren die Milz und beruhigen Herz und Geist.”

Der Begriff Feuchtigkeit steht in der chinesischen Medizin im Zusammenhang mit Durchfall, Ödemen oder Wasserstauungen, beispielsweise vor der Periode. Zu viel Feuchtigkeit im Körper schwächt das Immunsystem (Wei-Qi), sodass der Betroffene leicht an Infektionskrankheiten erkrankt. Pilze leiten die Feuchtigkeit aus und stärken somit das Immunsystem.

„Pilze werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin außerdem noch gegen Herzklopfen sowie Schlafprobleme eingesetzt.” Doch der TCM-Mediziner räumt ein, dass Pilze nicht bei jedem wirkungsvoll sind. Wie in der chinesischen Medizin üblich, muss das Krankheitsbild zum Naturheilmittel passen.

Wirksubstanz Beta-Glucane

Annähernd 80 Pilzsorten werden in der TCM eingesetzt. Einige Arten haben sich als besonders effektiv herausgestellt. Dazu gehören:

  • Reishi (Glänzender Lackporling, Ganoderma lucidum). Anwendungsbereiche: Allergien (Neurodermitis, allergische Bronchitis/Asthma, Heuschnupfen), Pseudoallergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Herz-Kreislauf (herztonisierend, verbessert den Stoffwechsel  der Herzmuskelzellen), entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzstillend, schleimlösend, hustenstillend, regenerierende Wirkung auf die Bronchialschleimhaut, Leber- und Strahlenschutz. Zielorgane: Herz, Lunge, Gehirn, Leber
  • Shiitake (Lentinula edodes). Anwendungsbereiche: Arteriosklerose, Cholesterin, Blutdruckregulation, Arthritis, Rheuma, Gicht, Grippe, Erkältung, Leberschutz. Zielorgane: Gefäße, Blut, Leber
  • Maitake (Klapperschwamm, Grifola frondosa). Anwendungsbereiche: Diabetes Typ 2, Übergewicht, Blutdruckregulation, Leberschutz, Osteoporose. 
Zielorgane: Brust, Eierstöcke, Prostata, Blase, Leber
  • Hericium (Igelstachelbart, Affenkopfpilz, Hericium erinaceus). Anwendungsbereiche: Magen-Darm-Helfer: nervöser Magen, Reizdarm, Übersäuerung, Entzündungszustände in Speiseröhre und Magen, Haut- und Schleimhautprobleme, Nerven (Stress, Schlaflosigkeit). Zielorgane: Magen, Darm, Zwölffingerdarm, Speiseröhre und Haut

Ihr Wirkprinzip wird in der modernen Medizinforschung als adaptogen bezeichnet. Das bedeutet, dass sie einen stärkenden und ausgleichenden Effekt ausüben, der es dem Immunsystem erleichtert, sich besser an Stress- und Belastungssituationen anzupassen. Ein Schlüsselbegriff scheinen hierfür die Beta-Glucane zu sein.

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Diese Polysaccharide sind nach Meinung amerikanischer und asiatischer Wissenschaftler der vermutlich wirksamste Aktivator zur Stärkung des Immunsystems überhaupt. Indem verschiedene Komponenten der körpereigenen Abwehr angeregt werden, ist der Körper widerstandsfähiger gegen Stress und Infektionen.

So konnte gezeigt werden, dass Beta-Glucane eine starke Zellaktivität gegenüber Tumorzellen aufweisen. Sie steigern einen Tumor vernichtenden Faktor und verstärken die Produktion von Interleukin-1, das antiviral wirkt. Außerdem regen sie verschiedene Abwehrzellen zum Vernichten von Eindringlingen an.

Studien anerkannter Universitäten zeigen, dass die Gabe von Beta-Glucanen aus Vitalpilzen bei Diabetikern, die sehr anfällig für Infektionskrankheiten sind, die Infektionsrate nach einer Operation von 80 auf 25 Prozent senkte. Doch darf man die Bedeutung der Pilze nicht auf Beta-Glucane reduzieren. Sie enthalten außerdem wertvolle Mineralien, Ballaststoffe und sehr hochwertiges Eiweiß.

Ihre Nährstoffdichte ist somit groß. Da Pilze wie ein Schwamm alles aus ihrer Umwelt aufsaugen, sind ein streng kontrollierter Anbau sowie anschließende Analysen auf Pestizide, Schwermetalle und Mikroorganismen Grundvoraussetzung für einwandfreie Qualität. Da aber kaum jemand bis zu vier Kilo Frischpilze im Monat verzehren mag, gibt es entsprechend geprüfte Vitalpilze zur kurmäßigen Nahrungsergänzung in Kapselform.

Dr. Susanne Poth

Unser Lese-Tipp:

Passend zum Thema finden Sie hier unser Interview mit Dr. med. Ortwin Zais: „Vitalpilze - Körper, Geist und Seele stärken“.

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[31.05.2011, Stand: 12.07.2016]

 

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