Angezeigte Meldung

Naturheilverfahren/Interview

Natürliche Mittel gegen den Krebs

Dr. med. György Irmey, Ärztlicher Direktor der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e. V. (GfBK) und Autor von medizinischen Büchern zur Krebsbehandlung, schildert Methoden der biologischen Krebsabwehr. Das Interview führte Bernd Küllenberg.

Wie bewerten Sie populärwissenschaftliche Bestseller wie „Krebszellen mögen keine Himbeeren” oder das „Anti-Krebs-Buch” von David Servan-Schreiber?

Die Autoren zeigen eindrucksvoll das Potenzial auf, das vor allem in den sekundären Pflanzenstoffen steckt. Würde hier ähnlich intensiv geforscht wie bei anderen Wirkstoffen, wäre man schon viel weiter in der Erkundung der biologischen Krebsabwehr.

alt

Welche naturheilkundlichen Verfahren haben für Sie die höchste Priorität – zum einen in der Krebsprävention, zum anderen in der Therapie?

Große Bedeutung haben die Ernährung, die Bewegung und die Phytotherapie, besonders die Mistel ist hier zu nennen, aber auch die Homöopathie kann viel leisten. Moderne Verfahren wie die verschiedenen Formen der Hyperthermie (Überwärmungsmethoden) werden in der Therapie in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Das Wesentliche ist jedoch die individuelle Beratung. Die unterschiedlichen Konstitutionen der Menschen müssen beachtet werden, um zu einer maßgeschneiderten Prävention bzw. Therapie zu kommen.

Besteht nicht die Gefahr, dass durch eine Bevorzugung von Naturheilmitteln und das Meiden sogenannter schulmedizinischer Mittel die Sterblichkeit erhöht wird?

Nach unserer Erfahrung führen Naturheilmittel sehr häufig zu einem besseren Verlauf. Wichtig ist hier, nicht in ein Lagerdenken zu verfallen, also hier die „böse Schulmedizin” und da die „gute Naturheilkunde”. Beide Ansätze können sehr gut miteinander verbunden werden. Immer dann, wenn akute Lebensgefahr besteht, z. B. wenn bei Darmkrebs ein Darmverschluss droht oder bei einer akuten Leukämie, müssen entsprechende Maßnahmen der konventionellen Medizin schnell eingeleitet werden. Bei Krebsformen, die eher langsam wachsen, etwa ein Prostatakarzinom bei älteren Männern, sind vielleicht eher Naturheilmittel angezeigt. Letztlich kommt es darauf an, dass der Patient gut informiert ist, die verschiedenen Therapieansätze und auch deren Risiken kennt.

Das Feld der biologischen Krebsabwehr ist groß. Welche Verfahren rechnen Sie dazu und vor welchen Methoden würden Sie eher warnen?

Dies ist schwierig zu beantworten. Immer dann, wenn von bestimmten Methoden ein Alleinvertretungsanspruch erhoben wird, wenn Heilversprechen abgegeben oder sehr teure Therapien angeboten werden, ist Skepsis angebracht.

Worauf sollten Krebspatienten achten, wenn sie sich in die Hände eines stärker naturheilkundlich orientierten Therapeuten begeben? Gibt es eine Art Gütesiegel?

Ein Gütesiegel gibt es nicht, es ist für Ärzte jedoch möglich, bei der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr Mitglied zu werden. Die therapeutisch tätigen Mitglieder müssen dann genaue Auskünfte über die Art ihrer Tätigkeit geben. Interessenten können bei der GfBK Therapeuten in ihrer Nähe erfragen.

Weitere Infos finden Sie unter www.biokrebs.de, Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, Heidelberg

Mehr zum Thema finden Sie im Ratgeber „Krebserkrankungen”

Lesen Sie auch: Dem Krebs vorbeugen”

[18.03.2011, Stand: 18.05.2016]

 

Anzeige

Banner

„Mit gutem Gewissen“

Reformhaus® gewinnt Gold beim
FOCUS-MONEY DEUTSCHLAND TEST

 

Reformhaus Ratgeber

Diverse Reformhaus Ratgeber
erhalten Sie in Ihrer Filiale oder
[hier als Download]