Pollenflugkalender 2012

Achtung, Pollenflug!

Die Pollen von Haselnuss und Erle sind unterwegs. Die mikroskopisch kleinen Teilchen verursachen allergischen Schnupfen und allergisches Asthma.

Pollenallergie, Frau niest in TaschentuchDie vom Deutschen Wetterdienst in Verbindung mit dem Polleninformationsdienst (PID) herausgegebene Pollenflugvorhersage ist für Pollen-Allergiker eine wertvolle Hilfe. Wer über den Verlauf der Pollensaison Bescheid weiß, kann zum Beispiel seine Freizeitaktivitäten oder die Urlaubsplanung entsprechend ausrichten.

In Deutschland leiden rund 16 Prozent der Bevölkerung unter einer Pollen-Allergie (Heuschnupfen). Etwa 40 Prozent der Allergiker reagieren auf Frühblüher. Ausgelöst wird der allergische Schnupfen durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern. Die Pollenkonzentration ist unter anderem abhängig von Temperatur, Witterung und Windverhältnissen.

Wer noch nicht weiß, welche Pollenarten in welcher Menge bei ihm zu Beschwerden führen, kann das kostenlose Online-Pollentagebuch des PID nutzen (www.pollenstiftung.de). Hier gibt man seine Symptome und den Aufenthaltsort über mindestens zehn Tage ein und erhält Informationen zu Art und Menge der Pollen, die am angegebenen Aufenthaltsort flogen.

Tipp:

Eine sinnvolle therapiebegleitende Maßnahme ist das Nasenspülen mit isotoner Salz-Lösung (z. B. Nasendusche von Aromara). Mit dieser natürlichen Methode kann nachweislich der Bedarf antiallergischer Medikamente reduziert werden.

Irrtum: Im Winter gibt es keine Pollen-Allergie

Der Pollenflug hat sich im Laufe der letzten Jahre aufgrund des milden Klimas so verändert, dass je nach Witterung die Pollenflugzeit länger dauert und früher wieder anfängt. So ist es möglich, dass im November die letzten Gräser- und Brennnesselpollen und im Dezember schon die ersten Haselnusspollen fliegen. Der deutliche Trend zu einem frühen Blühbeginn wird in ganz Europa beobachtet. Am stärksten macht sich die frühe Blüte in Höhenlagen zwischen 500 und 1000 Meter bemerkbar. Zu den sehr früh blühenden Arten gehören Erle, Hasel, Esche und Birke.

Pollen und Lebensmittel

Mehr als 50 Prozent der Pollen-Allergiker reagieren auch auf Lebensmittel. Diese pollenverbundene Lebensmittelallergie nennt man Kreuzallergie. Zu den typischen Symptomen gehören Juckreiz an den Lippen oder Kratzen im Hals bis hin zu Schwellungen der Mund- und Rachenschleimhäute. Wer zum Beispiel auf die Frühblüher Birke, Hasel und Erle reagiert, verträgt hauptsächlich Nüsse, Äpfel, Birne, Pfirsich, Pflaume, Kirsche und Mandeln nicht.

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Eine Auswertung der Pollenflugdaten zeigt für Deutschland geänderte Prognosen in der Pollenbelastung. Heute ist der Pollenflug nicht nur früher (zum Beispiel Baumpollen), sondern dauert auch länger (zum Beispiel Kräuterpollen). Diese Ergebnisse sind in einer Übersicht für Gesamtdeutschland zusammengefasst worden. Außerdem gibt es vier regionale Pollenflugkalender. Das Traubenkraut (Ambrosia) ist als neues Pollenallergen auf den Kalendern registriert.

Weitere Informationen: www.pollenwarndienst.at (für Österreich) und www.polleninfo.org (für Europa)

Tipps bei Heuschnupfen

  • Die Pollenkonzentration ist in ländlichen Gebieten in den Morgenstunden am höchsten, in der Stadt jedoch am Abend höher. Daher sollte auf dem Land eher in den Abendstunden und in der Stadt lieber in den Morgenstunden gelüftet werden.
  • Planen Sie Ihren Urlaub am besten während der Pollensaison in pollenfreien Regionen. Pollenarme Luft findet sich beispielsweise auf Inseln, am Meer oder in Hochgebirgslagen.
  • Beim Autofahren Fenster geschlossen halten. Wechseln Sie die Pollenfilter für die Lüftungsanlage regelmäßig (jährlich) aus.
  • Staubsauger mit Hepa-Filtersystem halten Feinstaub und allergene Partikel zurück.
  • Mehr Infos hat der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. unter www.daab.de

 

 

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