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Den Garten richtig gießen

Wasser marsch!

Monatelang haben wir uns auf die Sommerzeit im Garten gefreut und genießen jeden Tag draußen, erfreuen uns an allem, was grünt und blüht, heizen den Grill an, ernten eigenes Obst und Gemüse. Doch es gibt auch diese Tage, an denen wir als Gartenfreunde vergeblich auf ein paar Tropfen Regen warten.

Frau gießt Blumen, im Hintregrund ein MannDamit Pflanzen im Garten und auf dem Balkon bei Trockenheit gut gedeihen

Für das Wässern der Pflanzen gibt es eine goldene Regel: Gießen Sie selten, dafür aber gründlich. Das hat einen einfachen Grund: Es reicht nicht, wenn die Blätter benetzt werden. Das Wasser muss tief in den Boden eindringen, um die Wurzeln zu erreichen. Der Inhalt einer Gießkanne mit zehn Litern Wasser verteilt auf einen Quadratmeter sickert etwa zehn Zentimeter tief ein. Bis Pflanzen ihren Durst richtig stillen können, braucht es aber schon etwa zwei volle Kannen. Das entspricht zwanzig Millimeter Niederschlag. Um diese Menge über eine größere Fläche zu verteilen, müsste ein Rasensprenger mindestens eine halbe Stunde lang laufen.

Unser Tipp: Stellen Sie einfach ein Glas in Ihren Regenschwall. Steht das Wasser darin zwanzig Millimeter hoch, entspricht dies der Menge von zwei gefüllten Gießkannen.

Darauf sollten Sie achten:

  • Wässern Sie lieber am frühen Morgen. Die Blätter sollen möglichst schnell wieder abtrocknen, sonst können sich Krankheiten breit machen.
  • Richten Sie den Wasserstrahl direkt auf die Erde, wenn Sie per Hand gießen. So dringt die Feuchtigkeit am besten zu den Wurzeln vor und perlt nicht am Laub ab.
  • Füllen Sie die Töpfe nicht bis zum Rand mit Erde. Es sollten etwa zwei Zentimeter Platz bleiben, in denen sich das Gießwasser zunächst sammeln kann.
  • Sind Topfpflanzen stark ausgetrocknet, dann tauchen Sie den Topf samt Ballen solange in einen Eimer mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Anschließend die Pflanzen wieder an ihren Platz stellen, wenn überschüssiges Wasser abgeflossen ist.
  • Auf Vorrat lassen sich Pflanzen nicht wässern. Bleiben diese in einem Übertopf oder in einer Wanne mit Wasser stehen, fehlt den Wurzeln Sauerstoff. Sie sterben dann allmählich ab. Die Folge: Die Blätter hängen schlapp herab. Es sieht aus, als würde der Pflanze Wasser fehlen, dabei ist sie im wahrsten Sinne des Wortes ertrunken.

Michael Breckwoldt

 

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