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Im Sommer und im Winter

Sonnenbräune aus der Tube

Blässe ist vornehm, keine Frage. Doch viele Menschen möchten in der dunklen Jahreszeit ein wenig Farbe bekennen. Mit Selbstbräunern kommt so ein Hauch von Sommer zurück.

altSelbstbräuner sind ein überzeugender Grund, sich nicht ständig den UV-Strahlen der Sonne auszusetzen oder häufig ein Solarium zu besuchen. Nicht nur, dass UV-Strahlen das Risiko erhöhen, an Hautkrebs zu erkranken und auch die Hautalterung begünstigen. UV-Strahlen können sogar süchtig machen.

Zu diesem Ergebnis kamen US-amerikanische Wissenschaftler, die regelmäßige Solariumgänger untersucht und befragt hatten. Sie stellten fest: So, wie Magersüchtige sich zu dick finden, können die UV-Lichtsüchtigen gar nicht braun genug sein. Das Selbstwertgefühl reguliert sich vor allem über den Grad der Bräune.

Die Sucht wird darum auch Tanorexie genannt (to tan: englisch, bräunen und Anorexie: Magersucht). Doch nicht nur das: Gehen die Sonnenanbeter nicht täglich in die Sonne oder ins Solarium, kommt es zu Entzugserscheinungen wie Zittern, Verstimmungen, Übelkeit und Schlafstörungen. UV-Licht fördert nämlich die Ausschüttung von Glückshormonen, auch Endorphine genannt.

Gut also, dass, wer zart gebräunt durch den Winter gehen möchte, eine Alternative hat: Selbstbräuner.

Dabei handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen, die wie eine leichte Lotion auf Körper und Gesicht aufgetragen werden. Sie enthalten Substanzen, die dafür sorgen, dass die oberste Hautschicht eine leicht braune Farbe annimmt.

Bei Kosmetik aus dem Reformhaus® wird in der Regel eine Mischung aus Dihydroxyaceton (DHA) und Erythrulose eingesetzt, beispielsweise Sun sensitiv Selbstbräuner von Lavera Naturkosmetik. Dies sind Zuckerstoffe, die wiederum aus Rapsöl oder Weizen gewonnen werden. Sie dringen in die oberen Hautzellen ein, reagieren dort mit freien Eiweißstoffen und führen zu einer leichten Braunfärbung der Haut.

Dieser Vorgang kann je nach Hauttyp zwischen zwei und zwölf Stunden dauern, ist in der Regel aber nach wenigen Stunden abgeschlossen. Eine übermäßige Braunfärbung, wie sie mit herkömmlichen Produkten erzielt wird, erreichen die Kosmetikprodukte auf Basis der Natur aber nicht. Sie sollen lediglich den natürlichen Teint der Haut unterstreichen.

Bis zu sieben Tage gebräunt


Jedoch ist keine Bräune aus der Tube von Dauer. Weil sich die oberste Hautschicht ständig erneuert und dabei die Hautschüppchen abgestoßen werden, hält die Farbe nur drei bis sieben Tage. Dauerhaft zartbraun bleibt also nur, wer regelmäßig ein Selbstbräunerprodukt verwendet.

Die Anbieter raten dazu, die Präparate ein- bis zweimal pro Woche aufzutragen, um ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis zu erzielen. Die Wirkung kann verbessert werden, wenn vor der Anwendung ein Körperpeeling durchgeführt wird, das überschüssige Hautschuppen entfernt.

Körperlotionen und Gesichtscremes wie auch Wasser mindern hingegen das Ergebnis, weil das Bräunungsprodukt so nicht direkt auf die Haut einwirken kann. Es ist auch nicht unbedingt nötig, die Haut vorab zu pflegen.

altStreifen verhindern

Wer das erste Mal Selbstbräuner verwendet, ist vielleicht nicht ganz zufrieden. Die Bräune kann ungleichmäßig oder streifig werden. Das Ergebnis lässt sich jedoch verbessern, wenn zu Beginn unter den Bräuner eine Gesichtscreme oder eine Lotion aufgetragen wird, sodass sich das Bräunungsmittel besser verteilen lässt. Jedoch reduziert sich die Wirkung dadurch. Achtung auch an Ellenbogen, Knöcheln und Knien: Hier sollte weniger Selbstbräuner aufgetragen werden, da die Haut an diesen Stellen trockener und damit besonders aufnahmefähig ist.

Alle Selbstbräuner enthalten pflegende Fettzusätze wie etwa Erdnuss- und Sesamöl, Traubenkern- und Jojobaöl. Aloe vera und Glycerin spenden Feuchtigkeit.

Übrigens ist auch der unangenehme Geruch, der früher das Bräunungsprocedere verleidete, heute meist kein Problem. Er entsteht durch DHA, das ein wenig muffig riecht. Doch die Präparate aus dem Reformhaus enthalten, bedingt durch den Mix aus den zwei Substanzen DHA und Erythrulose, insgesamt weniger DHA. Zudem werden sie angenehm mit Calendula-Honig und Vanille beduftet. Da Selbstbräuner nachhaltig wirken, müssen nach der Anwendung unbedingt die Hände gewaschen werden. Sonst färben sich auch die Handinnenflächen braun.

Annette Sabersky

 

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